GERMANVS INDVTILLI L

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Peter43
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GERMANVS INDVTILLI L

Beitrag von Peter43 » Sa 03.05.14 19:45

Eine wichtige Ergänzung zum Artikel über GERMANVS INDVTILLI L.
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... li#p235894

Britannicus (Francis Jarman) vom amerikanischen Forum hat heute geschrieben:
"Picking up another of these little coins from a rummage tray recently led me to look at them again. I had previously put them on the "Gaul/Germany" tray, with an attribution to "The Treveri (?)". However, there is a more recent attribution of the series to the Remi, minting in Durocortorum Remorum (= Reims), by the French archaeologist and numismatist J.-M. Doyen in Archéologie urbaine à Reims 7 (2008).
Reviewing Doyen's book in the journal Britannia (The Society for the Promotion of Roman Studies), vol. 43, 2012, Laurent Popovitch of the Universite de Bourgogne in Dijon praised "the superbly detailed study (metrology, style and prototypes, epigraphy, distribution maps) of the Romano-Gaulish provincial bronzes in the names of Germanus Indutilli l. (RPC 506) and Augustus, bull butting r. (RPC 509). These small Augustan coins are very common in north and east France but have never been well dated and attributed (Lyons, Trier?). D. brings forward convincing arguments to demonstrate that these leaded brass semisses were struck in Reims as small change for the province of Gallia Belgica and that the series Augustus, bull butting r. (c. 12-8 B.C.) closely followed the Germanus Indutilli l. series (c. 19-12 B.C.)."
- Francis"

Auf Deutsch: Heute nimmt man an, daß diese kleinen Münzen nicht in Trier, sondern in Reims geprägt wurden, und nicht für die Treverer, sondern für die Remi.

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Arminius
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Re: GERMANVS INDVTILLI L

Beitrag von Arminius » Sa 03.05.14 20:17

Dank an euch beide - sehr interessant!

A.
meine Zahlungsmittel-Dateien

Ich lasse mich durch Ansichts- und Glaubensfragen nicht in einen Empörungsmodus bringen.

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justus
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Re: GERMANVS INDVTILLI L

Beitrag von justus » Sa 03.05.14 20:24

Ich denke, dass diese "neue" Theorie keine überragende Neuigkeit enthält. Die "GERMANVS-INDVTILLI-Bronzen finden sich bekanntermaßen breitgestreut im gesamten Nordosten Galliens (Belger, Treverer, Remer, Leuker usw.). Daher geht man, soweit mir bekannt, schon seit geraumer Zeit davon aus, dass dieser Münztypus, welcher den Übergang von der keltischen Münzprägung zum römischen Münzsystem ermöglichen sollte, keinesfalls nur an einem einzigen Ort, sondern eben in einer größeren Anzahl von Hauptorten gallischer Stammesgemeinschaften hergestellt wurde, so auch im Gebiet der Remer und ... selbstverständlich auch in der keltischen Siedlung am Viehmarkt in Trier.
Zuletzt geändert von justus am Sa 03.05.14 20:52, insgesamt 1-mal geändert.
mit freundlichem Gruß

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justus
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Re: GERMANVS INDVTILLI L

Beitrag von justus » Sa 03.05.14 20:33

Zitat: "Die weite Streuung der Münzen und die Vielfalt ihrer Varianten lassen in Gallien jedenfalls mehrere Herstellungsorte für den Münztyp vermuten." (Trier. Augustusstadt der Treverer, S. 22)
mit freundlichem Gruß

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