Replik: Köln, Clemens v. Bayern, Ausbeutetaler 1759

Diskussionen rund um Repliken und Nachprägungen

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Potthansel
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Replik: Köln, Clemens v. Bayern, Ausbeutetaler 1759

Beitrag von Potthansel » Fr 14.12.18 21:14

Hallo zusammen,

aus dem Nachlass meines Vaters stammt diese Goldmünze, Durchmesser ca. 35 mm.
Auf einer Seite ist "1986" über dem Bild eingeprägt und "Glück auf" findet sich ebenfalls.
Eine Seite hat Ähnlichkeit mit dem "Ausbeutetaler", aber das ist auch alles.
Eine Recherche im Web hat leider nichts zu Tage gefördert, deshalb hier die Frage in die Runde:
Was habe ich da in der Hand?

Grüße,

Potthansel
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Kanisterkopp
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Re: Goldmünze aus Nachlass

Beitrag von Kanisterkopp » Fr 14.12.18 21:36

Das ist eine Nachprägung aus dem Jahre 1986, die gerne von großen Münzhandelshäusern vertrieben wurden. Zumindest besteht dieses Stück aus 585er Gold, aber einen Sammlerwert über den Goldpreis hinaus kann man eher nicht erzielen.
Hier mal ein Original in Silber, Künker beschreibt das Stück sehr ausführlich:

https://www.kuenker.de/de/archiv/stueck/68577

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Re: Goldmünze aus Nachlass

Beitrag von Numis-Student » Fr 14.12.18 21:44

Hallo,

du hast leider nur eine moderne Nachpprägung; das Vorbild: https://www.acsearch.info/search.html?id=264958

Schöne Grüsse,
MR

Potthansel
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Re: Replik: Köln, Clemens v. Bayern, Ausbeute 1759

Beitrag von Potthansel » Mi 19.12.18 19:54

Vielen dank für die Infos!
Wo würde denn ein Wert ungefähr anzusiedeln sein?

Viele Grüße,
Potthansel

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Re: Replik: Köln, Clemens v. Bayern, Ausbeute 1759

Beitrag von Numis-Student » Do 20.12.18 21:18

Hallo,

so leid es mir tut: der Wert liegt beim Schmelzwert des Goldes.

Schöne Grüsse,
MR

numwer
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Replik Ausbeutetaler Köln 1759

Beitrag von numwer » So 26.01.20 14:47

Hallo,
auf der gezeigten Münze befinden sich kleine, schwarze Flecken. Es wird sich um Silbersulfid handeln, da die Münze offen seit der Ausgabe (1974?) in einer Schublade lag.
Silberbesteck habe ich immer mit Aluminiumfolie in Salzwasser gereinigt. Auf der "Reinigungsseite" hier steht aber, dass die Methode veraltet sei. Weiter heißt es dort:
" Nachteilig ist, daß sich freiwerdendes Silber an der gesamten Münzoberfläche absetzen kann.
Das führt zu sichtbarer optischer Beeinträchtigung."
Stimmt das wirklich? Ich meine, dass es überhaupt nicht zum Freiwerden von Silberionen kommt, die dann irgendwo reduziert werden und sich unkontrolliert absetzen.
M.E. bleibt bei der Reduktion das Silber an Ort und Stelle, so dass die Münze überhaupt nicht optisch beeinträchtigt werden kann.
Auch die Aussage, "Bei der Anwendung von Komplexbildnern wird das Silberchlorid vollständig in Lösung ge-bracht, das Silber aber nicht angegriffen.", sehe ich kritisch. Inhaltlich stimmt das zwar, aber durch den Komplexbildner wird Silber von der Münze entfernt und das kann durchaus zu einer optischen Beeinträchtigung führen.
Ich habe das jetzt mal von der Chemie her gesehen. Ihr werdet hier die besten Erfahrungen haben.
Wie sollte ich also die Münze reinigen?
Weiter unten steht (spricht man da von Punze?) ARGENT PUR E FOD WIST? 825
Ich vermute: Reines Silber (E FOD)? Westfaliae? Falls Westfaliae stimmt, warum steht da statt eines E ein I und auch kein F, sondern ein mir unbekanntes Zeichen (? bei wist?). Ein F "konnte" man bei "E FOD".
Ist eine Legierung von 825 üblich?
Vielen Dank!
Gruß Ulla
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Re: Beschriftung unklar

Beitrag von Zwerg » So 26.01.20 21:13

Hallo Numwer
Du bist im Besitz einer recht modernen Medaille. Vorbild ist ein Kölner Ausbeutetaler von 1759.
Ein Original findest Du hier
https://www.coinarchives.com/w/openlink ... a49dba3bf0

Bei diesen modernen Medaillen spielt es wertmäßig keine Rolle, wie du das Silber "traktierst", sie werden nur zum Metallwert gehandelt.
Rein optisch empfehle ich ein Silbertauchbad - dieses wäre allerdings bei historischen Münzen ein "Verbrechen"

Grüße
Zwerg
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
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numwer
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Re: Replik Ausbeutetaler Köln 1759

Beitrag von numwer » Di 28.01.20 15:38

Vielen Dank
Gruß Ulla

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