Experimentelle Numismatik
Moderator: Homer J. Simpson
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Experimentelle Numismatik
Hallo,
kann mir mal bitte jemand auf die Sprünge helfen, in welchem Thread das Thema "experimentelle Numismatik" behandelt wird? Ich bin auf der Suche nach praktischen Versuchen, die dort anknüpfen, wo Sellwood in den 60ern stehen geblieben ist. Also: mit selbstgebastelten Stempeln herauszufinden, wie viele Münzen sich daraus prägen lassen. Es gab doch in letzter Zeit einige Nachahmer, oder?
kann mir mal bitte jemand auf die Sprünge helfen, in welchem Thread das Thema "experimentelle Numismatik" behandelt wird? Ich bin auf der Suche nach praktischen Versuchen, die dort anknüpfen, wo Sellwood in den 60ern stehen geblieben ist. Also: mit selbstgebastelten Stempeln herauszufinden, wie viele Münzen sich daraus prägen lassen. Es gab doch in letzter Zeit einige Nachahmer, oder?
- helcaraxe
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Göbl gibt einige Zahlen in "Antike Numismatik", aber er schwankt auch zwischen 5000- 10000. Allerdings weiß ich nicht, ob er auf neuere Arbeiten zurück greifen konnte, als Du zur Verfügung hast.
Viele Grüße
helcaraxe
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[i]Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag zwar nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.[/i] -- Arthur Schopenhauer
helcaraxe
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- Pscipio
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Interessant dazu Howgego, Geld in der Antiken Welt, Darmstadt 2000, S. 34ff: Wie umfangreich waren Emissionen? Da werden für Stempel von Stateren aus Delphi für Vorderseitenstempel Schätzungen zwischen 23'000 und 47'000, für Rückseitenstempel 11'000-28'000 genannt. Allerdings sagt er dazu auch: "[...] doch haben wir keinen Grund, die Zahlen für typisch zu halten." Das Ganze ist einfach von so vielen Faktoren abhängig, dass man kaum auf sinnvolle Schätzungen kommt, zumal wenn man bedenkt, dass es keine Garantie gibt, dass die Stempel immer bis zur völligen Abnutzung (wie definiert man das?) oder bis zum Zerbrechen verwendet wurden.
Gruss, Pscipio
Gruss, Pscipio
Nata vimpi curmi da.
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Ich kann nur bestätigen, was meine Vorredner bereits gesagt haben: Die Angaben, die sich in der Literatur finden, schwanken heftig und oft scheinen die angeführten Zahlen recht willkürlich gewählt zu sein. Entsprechend emotional fällt die Diskussion zu diesem Thema aus, wie einige Titel der nachfolgenden Aufsätze verraten, die aber jeweils recht gute Überblicksdarstellungen bieten:
Metcalf 1981: D. M. Metcalf: What has been achieved through the application of statistics to numismatics ?, in: C. Carcassonne/T. Hackens (Hrsgg.): Statistics and numismatics/Statistique et numismatique. Table ronde organisée par le Centre de Mathématiques Sociale de l'École des Hautes Études en Sciences Sociales de Paris et le Séminaire de Numismatique Marcel Hoc de l'Université Catholique de Louvain, Paris, 17-19 sept. 1979, PACT 5, Strassburg 1981, 3-24.
Buttrey 1993: T. V. Buttrey: Calculating ancient coin production: facts and fantasies, in: Numismatic Chronicle 153 (1993), 335-351.
Buttrey 1994: T. V. Buttrey: Calculating ancient coin production: why it cannot be done, in: Numismatic Chronicle 154 (1994), 341-352.
De Callataÿ 1995: F. De Callataÿ: Calculating ancient coin production: seeking a balance, in: Numismatic Chronicle 155 (1995), 289-311.
Gruss
Metcalf 1981: D. M. Metcalf: What has been achieved through the application of statistics to numismatics ?, in: C. Carcassonne/T. Hackens (Hrsgg.): Statistics and numismatics/Statistique et numismatique. Table ronde organisée par le Centre de Mathématiques Sociale de l'École des Hautes Études en Sciences Sociales de Paris et le Séminaire de Numismatique Marcel Hoc de l'Université Catholique de Louvain, Paris, 17-19 sept. 1979, PACT 5, Strassburg 1981, 3-24.
Buttrey 1993: T. V. Buttrey: Calculating ancient coin production: facts and fantasies, in: Numismatic Chronicle 153 (1993), 335-351.
Buttrey 1994: T. V. Buttrey: Calculating ancient coin production: why it cannot be done, in: Numismatic Chronicle 154 (1994), 341-352.
De Callataÿ 1995: F. De Callataÿ: Calculating ancient coin production: seeking a balance, in: Numismatic Chronicle 155 (1995), 289-311.
Gruss
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