Das Thema Zinn hatten wir m.E. noch nicht. Deshalb fange ich mal mit einem Stück, vor zig Jahren beim Trödler erworben, an.
Es handelt sich im sogenanntes Reichszinn, wie es u.a. in Form von Messbechern und -krügen verarbeitet bzw. gemarkt und geeicht wurde. Über die Legierung finde ich unterschiedliche Angaben, bin mir da unsicher. Zumindest der Zinngehalt wird bei 90% gelegen haben.
Der 1/4-Liter Messbecher mit Ausgießer wurde in der Zinn- und Bleiwarenfabrik Louis Böhler, Berlin, Jüdenstraße 49 hergestellt und trägt diverse Hersteller-, Reichs- und Eichmarken. Höhe 11 cm. Der genaue Verwendungszweck ist mir unbekannt. Evtl. wurden diese Becher (Kanne) in Apotheken zum Abmessen von Flüssigkeiten benutzt.
Gruß in die Runde
Tilos
Zinn
Moderator: Locnar
- KarlAntonMartini
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Re: Zinn
Laut Reichsgesetz vom 25.06.1887 durfte Reichszinn maximal 10 % Blei enthalten. Grüße KarlAntonMartini
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- tilos (Di 27.01.26 00:12)
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Re: Zinn
Der Hinweis auf ein Reichsgesetz von 1887 erinnert mich an meine jetzt längst zurückliegende Berufszeit. Da hatte ich mal einen Fall aus dem Grundstücksrecht, bei dem (ich hoffe es richtig zu bennen) das preußische Landrecht von 1861 eine Rolle gespielt hat.
do ut des.
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