Fälschungsgalerie
Moderator: Homer J. Simpson
- Numis-Student
- Moderator
- Beiträge: 26299
- Registriert: Mi 20.02.08 22:12
- Wohnort: Wien
- Hat sich bedankt: 13462 Mal
- Danksagung erhalten: 8151 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Ein Vitellius Sesterz HONOS ET VIRTVS, gegossen.
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag (Insgesamt 3):
- Atalaya (So 08.02.26 05:43) • stmst (So 08.02.26 11:09) • kiko217 (Do 12.02.26 13:54)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
- pingu
- Beiträge: 968
- Registriert: Di 18.09.07 09:03
- Wohnort: in Sachsen
- Hat sich bedankt: 344 Mal
- Danksagung erhalten: 342 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Hallo,
eine kleine (für mich wichtige) Anmerkung.:
Seit ich in die Fälschungsbeiträge bei den "Alte Münzen" hereinschaue, hat sich mein Verständnis zu Fälschungserkennung sehr stark gewandelt.
Eine Zeitlang bin ich davon aus gegangen, wenn man sich mit Fälschungen etwas näher beschäftigt, wird das allgemeine Erkennen Selbiger viel einfacher. Dies ist aber nur zum Teil so, der eingespielte Tunnelblick weitet sich durch die Beiträge hier langsam.
Mir ist ein Stück weit klar geworden, warum sich Sammler mit oft jahrzehntelanger Erfahrung bei manchen Gebieten dennoch bei der Erkennung von Fälschungen so "schwertun".
Auch wenn ich mit einem Blick erkenne, welche japanischen und chinesischen Münzen gefälscht sind (oder wo sich Verdachtsmomente ergeben), bei den antiken "Europäern" wäre ich regelrecht aufgeschmissen. Der Gesamteindruck der Stücke ist sehr anders. Ich weiß nicht, ob dies mit den Münzbildern "an sich" zusammenhängt, oder dies ein rein subjektiver Eindruck ist. Auch spielt sehr wahrscheinlich der Umstand eine Rolle, dass die alten Chinesen und Japaner alle gegossen sind, somit die Anzeichen für einen Guss nicht zwingend einen Fälschungshinweis darstellen. Erhellend werden die Ausführungen erst, wenn man die Herstellungsschritte im Original und im Fälschungsprozess vergleicht.
Viele der hier vorgestellten Stücke hätte ich selbst auf den 2. Blick nicht als Fälschungen erkennen können. Um so mehr Dank an alle hier, und speziell an Amentia für die unermüdliche Aufklärungsarbeit die hier geleistet wird - bitte weiter so.
Das wollte ich einfach einmal loswerden.
Grüße pingu
eine kleine (für mich wichtige) Anmerkung.:
Seit ich in die Fälschungsbeiträge bei den "Alte Münzen" hereinschaue, hat sich mein Verständnis zu Fälschungserkennung sehr stark gewandelt.
Eine Zeitlang bin ich davon aus gegangen, wenn man sich mit Fälschungen etwas näher beschäftigt, wird das allgemeine Erkennen Selbiger viel einfacher. Dies ist aber nur zum Teil so, der eingespielte Tunnelblick weitet sich durch die Beiträge hier langsam.
Mir ist ein Stück weit klar geworden, warum sich Sammler mit oft jahrzehntelanger Erfahrung bei manchen Gebieten dennoch bei der Erkennung von Fälschungen so "schwertun".
Auch wenn ich mit einem Blick erkenne, welche japanischen und chinesischen Münzen gefälscht sind (oder wo sich Verdachtsmomente ergeben), bei den antiken "Europäern" wäre ich regelrecht aufgeschmissen. Der Gesamteindruck der Stücke ist sehr anders. Ich weiß nicht, ob dies mit den Münzbildern "an sich" zusammenhängt, oder dies ein rein subjektiver Eindruck ist. Auch spielt sehr wahrscheinlich der Umstand eine Rolle, dass die alten Chinesen und Japaner alle gegossen sind, somit die Anzeichen für einen Guss nicht zwingend einen Fälschungshinweis darstellen. Erhellend werden die Ausführungen erst, wenn man die Herstellungsschritte im Original und im Fälschungsprozess vergleicht.
Viele der hier vorgestellten Stücke hätte ich selbst auf den 2. Blick nicht als Fälschungen erkennen können. Um so mehr Dank an alle hier, und speziell an Amentia für die unermüdliche Aufklärungsarbeit die hier geleistet wird - bitte weiter so.
Das wollte ich einfach einmal loswerden.
Grüße pingu
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....
- Homer J. Simpson
- Moderator
- Beiträge: 12318
- Registriert: Mo 17.10.05 18:44
- Wohnort: Franken
- Hat sich bedankt: 391 Mal
- Danksagung erhalten: 1926 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Mir ging es andersrum: Ich habe vor Jahren versucht, meine Fühler Richtung alte chinesische Münzen auszustrecken - die Sachen, die ich da (auf Ebay) erworben habe, sind alle feinste Feng-Shui-Dynastie, also Griff ins Klo. Habe das dann sehr schnell wieder sein gelassen.
Homer
Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!
- Amentia
- Beiträge: 3054
- Registriert: So 28.06.15 10:32
- Hat sich bedankt: 991 Mal
- Danksagung erhalten: 4507 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Ein Caracalla Guss mit modifizierter Rohlingsform, durch die identischen Kantenrisse ist aber klar, dass das ein Gusszwilling ist.
Jesús Vico Auktion 178 Los 1158 4,47g
https://www.jesusvico.com/en/lot/I178-2 ... rio-romano
Gusszwilling 4,28g
https://www.acsearch.info/search.html?id=2438073
Gusszwilling 4,83g
https://www.acsearch.info/search.html?id=6214396
Die echte Mutter 4,97g
https://www.acsearch.info/search.html?id=1869708
Jesús Vico Auktion 178 Los 1158 4,47g
https://www.jesusvico.com/en/lot/I178-2 ... rio-romano
Gusszwilling 4,28g
https://www.acsearch.info/search.html?id=2438073
Gusszwilling 4,83g
https://www.acsearch.info/search.html?id=6214396
Die echte Mutter 4,97g
https://www.acsearch.info/search.html?id=1869708
- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Amentia für den Beitrag (Insgesamt 2):
- Lucius Aelius (Sa 14.02.26 14:31) • cmetzner (So 15.02.26 23:47)
- Amentia
- Beiträge: 3054
- Registriert: So 28.06.15 10:32
- Hat sich bedankt: 991 Mal
- Danksagung erhalten: 4507 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Diokletian Transferstempel Fälschung, auf dem Avers kann man als eine Geisterlinie die REOhlingsform und das Rohlingsende der echten bekannten Mutter sehen und nur Details von den antiken Stempeln welche schon bei der echten Mutter zu finden sind.
Jesus Vico S.A. Auction 178 Los 276 diese Fälschung wurde laut calgarycoin.com 2005 von einem Fälschungsverkäufer auf Ebay versteigert, siehe link unten.
https://www.numisbids.com/sale/10376/lot/276
Die echte Mutter
https://www.acsearch.info/search.html?id=326933
Hier wurde die Fälschung schon vorgestellt, als die auf Ebay aufgetauch ist
https://www.calgarycoin.com/reference/f ... tian01.htm
Jesus Vico S.A. Auction 178 Los 276 diese Fälschung wurde laut calgarycoin.com 2005 von einem Fälschungsverkäufer auf Ebay versteigert, siehe link unten.
https://www.numisbids.com/sale/10376/lot/276
Die echte Mutter
https://www.acsearch.info/search.html?id=326933
Hier wurde die Fälschung schon vorgestellt, als die auf Ebay aufgetauch ist
https://www.calgarycoin.com/reference/f ... tian01.htm
- Amentia
- Beiträge: 3054
- Registriert: So 28.06.15 10:32
- Hat sich bedankt: 991 Mal
- Danksagung erhalten: 4507 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Weiß jemand von welcher Münze oder Fälschung der Avers abgenommen wurde?
Slavey hat meines Wissens nach keinen Maximinus Thrax Stempel gemacht.
Der Revers wurde von einer Domitilla Slavey Fälschung abgenommen, Position und Form der Buchstaben und der Punkte des punktierten Randes passen, da es sich bei der Fälschung um eine Transferstempel Fälschung handelt können Details minimal durch Transferfehler oder das spätere "Altern" also durch Bearbeitung alt erscheinen lassen verändert worden sein.
Pandora Numismatics B.V. Auktion 27 Los 814 3,98g
https://www.biddr.com/auctions/pandoran ... &l=8356854
Slavey
https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=SvAw5cgMMBQ=
https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=vUXiXBn2DSA=
Slavey hat meines Wissens nach keinen Maximinus Thrax Stempel gemacht.
Der Revers wurde von einer Domitilla Slavey Fälschung abgenommen, Position und Form der Buchstaben und der Punkte des punktierten Randes passen, da es sich bei der Fälschung um eine Transferstempel Fälschung handelt können Details minimal durch Transferfehler oder das spätere "Altern" also durch Bearbeitung alt erscheinen lassen verändert worden sein.
Pandora Numismatics B.V. Auktion 27 Los 814 3,98g
https://www.biddr.com/auctions/pandoran ... &l=8356854
Slavey
https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=SvAw5cgMMBQ=
https://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=vUXiXBn2DSA=
- Amentia
- Beiträge: 3054
- Registriert: So 28.06.15 10:32
- Hat sich bedankt: 991 Mal
- Danksagung erhalten: 4507 Mal
Re: Fälschungsgalerie
Eine interessante Fälschung eigentlich eine Fälschung von einer Fälschung, der Revers ist von einer Petar Petrov Fälschung abgenommen der Avers von einer anderen bulgarischen Fälschung von modernen Stempeln. Die Fälscher haben also Transferstempel gemacht von bulgarischen Fälschungen und dann zwei Stmepel von unterschiedlichen Künstlern miteinander kombiniert.
Stempelgleichheit des Revers, die Punkte des punktierten Randes des HJB Stückes stimmen zu 100% überein mit den Petar Petrov Fälschungen, was Position, Anzahl und Größe betrifft, die anderen Münzedesignelemente scheinen auch übereinzustimmen, man muss bedenken, dass es immer minimale Unterschiede durchs Prägen geben kann und hier noch zusätzlich, durch Detailverlust und Transferfehler, da es ja keine original Petar Petrov Fälschung ist sondern einen Transferstempel Fälschung davon (wir reden vom Revers).
Ich habe die original Petar Perov Fälschung mit korrekter Stempelkombination nur 4 Mal^^
Der Revers stempelgleich mit dem Stück im Verkaufskatalog von Petar Petrov "8.A _Catalogue_Roman_Denarius 203 A"
HJB 235th Buy or Bid Sale Los 168
https://www.hjbltd.com/#!/inventory/ite ... Bid%20Sale
Der Avers könnte stempelgleich mit dieser bulgarischen Fälschung von modernen Stempeln sein unterestes Bild.
Stempelgleichheit des Revers, die Punkte des punktierten Randes des HJB Stückes stimmen zu 100% überein mit den Petar Petrov Fälschungen, was Position, Anzahl und Größe betrifft, die anderen Münzedesignelemente scheinen auch übereinzustimmen, man muss bedenken, dass es immer minimale Unterschiede durchs Prägen geben kann und hier noch zusätzlich, durch Detailverlust und Transferfehler, da es ja keine original Petar Petrov Fälschung ist sondern einen Transferstempel Fälschung davon (wir reden vom Revers).
Ich habe die original Petar Perov Fälschung mit korrekter Stempelkombination nur 4 Mal^^
Der Revers stempelgleich mit dem Stück im Verkaufskatalog von Petar Petrov "8.A _Catalogue_Roman_Denarius 203 A"
HJB 235th Buy or Bid Sale Los 168
https://www.hjbltd.com/#!/inventory/ite ... Bid%20Sale
Der Avers könnte stempelgleich mit dieser bulgarischen Fälschung von modernen Stempeln sein unterestes Bild.
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder