Antike oder Neumoderne Fälschung; oder doch Original??

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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coin-catcher
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Antike oder Neumoderne Fälschung; oder doch Original??

Beitrag von coin-catcher » Sa 20.09.08 11:20

Hallo,

ich habe ein kleines Problem.
Habe einige Münzen erworben und bei dieser hier hege ich den Verdacht, dass es eine Fälschung sein könnte.

Zitat:

"Hadrianus 117-138

Tetradrachme Alexandria (Aegyptus), LE Jahr 5= 120-121 AD.
Av.: Portrait n.r., davor Halbmond.
Rv.: Schlange Agathodaimon n.r."

Gewicht: ca. 3,66 Gramm
Durchmesser: ca. 22mm

Auffällig ist das Gewicht (was eigentlich schwerer sein müsste) und die grüne Patina, die wie nachträglich aufgetragen aussieht.

Habe auch schon bei coinarchives gesucht, aber nicht wirklich etwas Vergleichbares gefunden:
http://www.coinarchives.com/a/results.p ... athodaimon+

Bitte um Eure Meinungen!

Viele Grüße

Nils

P.S. lasst euch nicht von den Bildnamen "fälschung1 + 2" irritieren!
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fälschung1.JPG
fälschung2.JPG

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Beitrag von chinamul » Sa 20.09.08 11:41

Das sieht gar nicht gut aus! Unten zeige ich zum Vergleich mal das entsprechende Stück aus meiner Sammlung, das immerhin 12,94 g auf die Waage bringt.
Ich halte das Ding für falsch.

Gruß

chinamul
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hadr agathod.jpg
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coin-catcher
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Beitrag von coin-catcher » Sa 20.09.08 12:55

Hallo chinamul,

danke für deine Info.

Meine Münze ist defintiv nicht aus Silber. Habe das Stück am Rand ein klein wenig angekratzt.

Kann bzw. konnte man früher Metall mit Ton verbinden und dann hartbrennen??!

Viele Grüße

Nils

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Beitrag von coin-catcher » So 21.09.08 11:23

Hat jemand ein vergleichbares Stück wie meines oder sind jemanden solche Stücke bekannt??


Viele Grüße
Nils

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chinamul
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Beitrag von chinamul » So 21.09.08 12:02

Falls wirklich unter dieser unsäglichen Farbe etwas Tonähnliches (evtl. brauner Siegellack?) zum Vorschein kommt, ist dies mit absoluter Sicherheit ein modernes Machwerk, das aber möglicherweise nicht einmal in betrügerischer Absicht hergestellt wurde. Dazu ist die Unechtheit einfach zu offensichtlich.
Einen mit Goldpapier überzogenen Schokoladentaler würde ja auch niemand für bare Münze (im Wortsinn!) nehmen, ihn also wohl kaum für ein veritables Goldstück halten.

Gruß

chinamul
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Beitrag von j-u.thormann » Mo 22.09.08 18:42

coin-catcher hat geschrieben: oder sind jemanden solche Stücke bekannt??
Ich hatte auf der letzten Börse Hannover ein solches Leichtgewicht in der Hand, bin mir aber nicht mehr sicher, ob es exakt der Typ war. Falsch war es jedenfalls.

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Beitrag von coin-catcher » Do 25.09.08 18:18

Ich habe übrigens noch eine Reaktion des Verkäufers bekommen:

"Alexand. Bill.Münzen habenTeils ext.geringe ARanteile,Restbest. kö.veroxidieren"

Stimmt das soweit?? O.o Also ich konnte nichtmal geringste Silberwerte festellen bzw erkennen! Übrigens garantiert der Verkäfuer für die Echtheit!

Viele Grüße

Nils

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Beitrag von j-u.thormann » Do 25.09.08 23:36

coin-catcher hat geschrieben: "Alexand. Bill.Münzen habenTeils ext.geringe ARanteile,Restbest. kö.veroxidieren"

Stimmt das soweit??
Im Mittel enthalten die Tetradrachmen Hadrians gut zwei Gramm Silber, der niedrigste von Dattari ermittelte Silbergehalt liegt bei 1,43 g (siehe Adriano Savio, Tetradrammi Alessandrini, Milano 2007, S. 80.). Wie man durch den Silbergehalt das niedrige Gewicht von 3,66 g deines Stückes erklären will, ist mir ein Rätsel. Natürlich gibt es untergewichtige Stücke, aber bei diesem extrem niedrigen Gewicht glaube ich in Anbetracht des Bildes, das nun gerade keine starke Korrosion erkennen läßt, nicht an diese etwas wirre Erklärung.

Gruß,

j-u.thormann

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