Sehr geehrtes Forum,
diesen Kleinfollis habe ich noch als unbestimmt in meiner Sammlung,ansonsten konnte ich danke euch alle Lücken schließen.
Anonymer 1/12 Follis
Maximinus Daia (305-313)
Antiochia,310
Vs. Jupiter mit Zepter und Globus n.l. thronend, Umschrift:IOVI CONS-ERVATORI
Rs. Victoria mit Lorbeerkranz n.l., Umschrift: VICTOR-IA AVGG
Im Abschnitt zunächst ein merkwürdiges Zeichen,danach ANT
1,32g 16mm
Vielen Dank vorab
Schöne Grüße
Anonymer Follis Maximinus Daia
Moderator: Homer J. Simpson
- Peter43
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Hallo kc!
Diese Kleinfolles, von denen es mehrere Typen gibt, wurden von Cohen Julian II. Apostata zugeschrieben, weil sie ausgeprägt heidnische Darstellungen zeigen. Heute werden sie in die Zeit der Christenverfolgung durch Galerius und Maximinus Daia gelegt. Als Ausgabezeit wird in der Regel mit 310-312 angegeben. Sie finden sich nicht im RIC, sondern sind eher eine Art von Provinzialausgaben. Man nimmt an, daß sie als Opfergeld gedacht waren. Mehr Informationen gibt es auf den Seiten von Doug Smith. Sie zeigen Abbildungen von berühmten lokalen Standbildern der Antike:
a) Die Tyche von Antiochia des Eutychides von Sikyon (eines Lysipp-Schülers) aus der 2.Hälfte des 4.Jh. v.Chr.
b) den Apollo von Antiochia des Bryaxis, 400-350 v.Chr.
c) evtl. den Zeus Nikephoros von Daphne, in Auftrag gegeben von Antiochos IV. zum großen Fest 167 v.Chr.
Zu Deiner Münze kenne ich nur die Referenz Vagi 2955 (nach David Vagi). Im Abschnitt steht nur ANT. Das N sieht etwas merkwürdig aus, weil wohl ein Stempelschaden vorlag (die break). Das A im Feld steht für die 1. Offizin. Es gab, wenn ich mich nicht irre, 7 verschiedene. Deine Münze ist sehr hübsch. Meistens sind sie mehr abgenutzt. Hier sind zwei von meinen Exemplaren.
Es gibt übrigens noch zwei weitere Typen:
Ceres/Fortuna aus Nikomedia und Serapis/Nil aus Alexandria. Diese sind aber erheblich seltener.
Mit freundlichem Gruß
Diese Kleinfolles, von denen es mehrere Typen gibt, wurden von Cohen Julian II. Apostata zugeschrieben, weil sie ausgeprägt heidnische Darstellungen zeigen. Heute werden sie in die Zeit der Christenverfolgung durch Galerius und Maximinus Daia gelegt. Als Ausgabezeit wird in der Regel mit 310-312 angegeben. Sie finden sich nicht im RIC, sondern sind eher eine Art von Provinzialausgaben. Man nimmt an, daß sie als Opfergeld gedacht waren. Mehr Informationen gibt es auf den Seiten von Doug Smith. Sie zeigen Abbildungen von berühmten lokalen Standbildern der Antike:
a) Die Tyche von Antiochia des Eutychides von Sikyon (eines Lysipp-Schülers) aus der 2.Hälfte des 4.Jh. v.Chr.
b) den Apollo von Antiochia des Bryaxis, 400-350 v.Chr.
c) evtl. den Zeus Nikephoros von Daphne, in Auftrag gegeben von Antiochos IV. zum großen Fest 167 v.Chr.
Zu Deiner Münze kenne ich nur die Referenz Vagi 2955 (nach David Vagi). Im Abschnitt steht nur ANT. Das N sieht etwas merkwürdig aus, weil wohl ein Stempelschaden vorlag (die break). Das A im Feld steht für die 1. Offizin. Es gab, wenn ich mich nicht irre, 7 verschiedene. Deine Münze ist sehr hübsch. Meistens sind sie mehr abgenutzt. Hier sind zwei von meinen Exemplaren.
Es gibt übrigens noch zwei weitere Typen:
Ceres/Fortuna aus Nikomedia und Serapis/Nil aus Alexandria. Diese sind aber erheblich seltener.
Mit freundlichem Gruß
Zuletzt geändert von Peter43 am So 27.07.08 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
Omnes vulnerant, ultima necat.
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