Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Tinapatina
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Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Tinapatina » Fr 25.04.14 17:32

Hallo,

nach 114 Jahren wieder daheim. :D Damals, als die Männer noch Hüte trugen, Umgangsformen und in vielerlei Hinsicht "Stil" kein Fremdwort sowie das Wort "Public Relation" noch nicht erfunden war, wurde dieses Kleinod fabriziert. Ich muss gestehen so etwas noch nicht gesehen zu haben. Alte Sammlerhasen mögen jetzt abwinken...doch für mich neu.
Auf der Vorderseite natürlich der Dom (wie kann es anders in Köln sein), links oben das damalige Wappen der Stadt, der rechts oben ein spätrömischer Follis, rechts unten das gelackte Siegel der Stadt Köln. Münze und Siegel mit einer Schnur fixiert. :(
Der Follis zeigt das Portrait der "Fausta", Umschrift "FLAV MAX FAVSTA AVG", drapierte Büste nach rechts.
Die Rückseite wird wohl vorläufig ein Geheimnis bleiben denn ich habe nicht vor dieses kleine Kunstwerk zu zerstören.
Vielleicht wäre eine Röntgenaufnahme eine Möglichkeit das Rückseitengeheimnis zu lüften. Möglichkeit besteht. Eine CT hielte ich für etwas übertrieben. Was meint ihr?

Grüße

Udo
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Postkarte mit Fausta-Münze.jpg
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zauberer_jackl
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von zauberer_jackl » Fr 25.04.14 17:48

Wunderbar! Keinesfalls demontieren!
Als Ansichtskarte / Zeitdokument mindestens (!!!) doppelt so viel wert wie die Römermünze allein.
Gratulation von Jackl

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mike h
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von mike h » Fr 25.04.14 18:22

Gefällt mir sehr gut!

Du bist Kölner?

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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Tinapatina » Fr 25.04.14 18:39

Wat willste maache? 8)
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mike h
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von mike h » Fr 25.04.14 19:12

Nüüs!
Do kannste jo nix dovür.

Ich hab mal am Rudolfplatz gewohnt.....

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Marcus Aurelius
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Marcus Aurelius » Fr 25.04.14 19:16

Gratulation auch von mir , super Teil !

Kleiner Tip um das Rätsel der Rückseite zu lösen : Versuche es mit einem Stück Alufolie der etwas dickeren Art, zugeschnitten in der Breite des Durchgangs der Schnüre. Unter die Münze schieben und selbige dann mit sanftem Druck in die Folie drücken, das Bild das dabei rauskommt sollte zumindest zur Bestimmung reichen.

Gruß

Marco Aurelio
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Marcus Aurelius » Fr 25.04.14 19:19

Falls du keine dicke Alufolie hast, kannst du auch normale 2 mal falten.
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Tinapatina » Fr 25.04.14 19:29

Hallo Marcus Aurelius,

herzlichen Dank für Deinen wertvollen Hinweis.Trotz der relativ dicken Pappe werde ich es ausprobieren. Ergebnis werde ich natürlich mitteilen.
Wenn ich mal ganz kurz 114 Jahre deutscher Geschicht reflektiere.. Mann oh Mann, würde ich nach dieser Zeit mit diesen Erlebnissen so gut aussehen.. :crazyeyes:
Danke auch für die Rückmeldungen, freue mich wie Bolle :lol: zumal das Stück wirklich günstig von mir erworben werden konnte!
Ich denke solche sehr bezahlbaren Raritäten findet man nicht oft, oder?

Grüße
Udo
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von shanxi » Fr 25.04.14 19:37

sehr hübsch, Neid!

<Klugscheißermodus> geteilte Rückseiten auf Ansichtskarten waren erst ab 1905 erlaubt, d.h. die Karte ist maximal 109 jahre alt<Klugscheißermodus aus>

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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von mephistopheles_666 » Fr 25.04.14 19:57

... hm
Rechnerisch ist es bei MDCCCC schon 1900.
Allerdings hätte ich dann eher mit MCM gerechnet, da CCCC nicht geschrieben wird.
Ich habe allerdings schon Zifferblätter auf Uhren gesehen, die die 4 als IIII statt IV hatten.
Kann jemand aufklären? Kann-Regel?

Schönen Gruß
Markus
Zuletzt geändert von mephistopheles_666 am Fr 25.04.14 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
Ich habe keine Ahnung von Numismatik. Mein karges Wissen habe ich aus anderen Foren. Ich rede hier nur schlau mit und versuche Frauen kennenzulernen.

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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Tinapatina » Fr 25.04.14 20:01

shanxi hat geschrieben:sehr hübsch, Neid!

<Klugscheißermodus> geteilte Rückseiten auf Ansichtskarten waren erst ab 1905 erlaubt, d.h. die Karte ist maximal 109 jahre alt<Klugscheißermodus aus>
Mist, also ist die Karte ein Fake und Du würdest Dich anheischig machen ihr Asyl zu gewähren? :mrgreen:Vielleicht auch noch im Land der Gälfiaßler? Danke für den Hinweis. Postkarten kenne ich sonst nur aus dem Urlaub...
Marcus Aurelius hat geschrieben:Gratulation auch von mir , super Teil !

Kleiner Tip um das Rätsel der Rückseite zu lösen : Versuche es mit einem Stück Alufolie der etwas dickeren Art, zugeschnitten in der Breite des Durchgangs der Schnüre. Unter die Münze schieben und selbige dann mit sanftem Druck in die Folie drücken, das Bild das dabei rauskommt sollte zumindest zur Bestimmung reichen.
Leider ist die Pappe zu dick um Konturen erkennen zu können aber durch unterschiedliche Lichtschattierungen und befühlen würde ich mich auf eine "...REI PVBLICAE" festlegen.
mike h hat geschrieben:ch hab mal am Rudolfplatz gewohnt.....
Ich habe es nur auf die "Schääl Sick" gebracht, dort, wo vor 2000 Jahren die Barbaren wohnten, was nach Ansicht heutiger Kölner IMMER noch der Fall ist! :( Hat aber auch seine Vorteile:
Wenn Du in München lebst, solltest Du vielleicht mal auf die große Messe "Jagen und Fischen" gehen. Es werden natürlich neue Ausrüstungen, neue Jagdgewehre usw. vorgestellt. Uns interessiert das nicht so, denn wenn wir die neuesten Jagdgewehre sehen wollen, gehen wir hier in Köln-Mülheim einfach vor die Tür. :D

Grüße
Udo
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von francesco » Fr 25.04.14 20:05

Absolut, tolle Karte!

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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Marcus Aurelius » Fr 25.04.14 20:12

Vielleicht habe ich mich nicht genau ausgedrückt, ich meinte es so das du die gefaltete Alufolie zwischen Münze und Karte schiebst , die Münze auf die Folie aufdrückst und sie dann wieder herausziehst. Auf der Folie bleibt der Abdruck der Rückseite zurück die für eine Bestimmung ausreicht. Klappt bei mir eigentlich gut.


Gruss

Marco Aurelio
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Tinapatina » Fr 25.04.14 21:09

Hallo Marco Aurelio,

trotz dass die Münze recht eng auf der Karte fixiert ist bleibt nach einiger Fummelei die Erkenntnis das es sich wohl um eine "REI PVBLICAE"- Rückseite handelt. Nochmals Danke für Deine Idee.

Gruß
Udo
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Re: Ein philokartisch-numismatisches Schmankerl

Beitrag von Marcus Aurelius » Fr 25.04.14 21:18

Gerne :) ,

was mich interessieren würde ist: wo du das gute Stück her hast und was die Karte gekostet hat ? Nicht das ich dir ein Angebot machen möchte, habe so ein Stück halt noch nie gesehen .

Gruss

Marco Aurelio


PS: Eigentlich würde ich dir schon gerne ein Angebot machen :D , aber vermutlich ist das Stück unverkäuflich.
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