Benzotriazol

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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Locnar
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Benzotriazol

Beitrag von Locnar » Do 17.03.16 22:42

CAS-Nummer: 95-14-7


Wer braucht noch, 37 a 100g Plus Versand von mir.
50 g auch möglich, wenn 2 teilen.
Bitte per PN!
Gruß
Locnar

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mike h
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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » So 03.04.16 15:35

Ich hab hier ein interessantes Dokument zur Anwendung von BTA gefunden.

http://www.chema-shop.de/Downloads/Anwe ... on_BTA.pdf

Besonders gewundert habe ich mich über die empfohlene Behandlungstemperatur von 50 - 60 Grad, die hier im Forum bisher unterschlagen wurde.

Martin
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Re: Benzotriazol

Beitrag von justus » So 10.04.16 20:47

Allerdings ist von einem Kauf bei diesem Anbieter dringend abzuraten. Ich hatte eine recht unerfreundliche Auseinandersetzung mit diesem Herrn Günther nachdem ich einige Artikel bei ihm bestellt und auch sofort per Banküberweisung bei ihm bezahlt hatte. Kurze Zeit nach der darauf folgenden Lieferung begann er mich wegen "Nichtbezahlung" anzumahnen. Meine Hinweise darauf, wann ich die Überweisung auf welches Konto getätigt hatte, ignorierte er völlig und behauptete, auf diesem Konto sei nichts eingegangen. Er verlangte von mir eine Kopie des Überweisungsbeleges, andernfalls sollte ich den Betrag nochmals überweisen. Gottseidank hatte ich den Beleg noch. Daraufhin gab er schließlich Ruhe. Mein Fazit: Nicht empfehlenswert !!!
mit freundlichem Gruß

IVSTVS
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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » So 10.04.16 21:42

Na ja,

man muss ja nicht bei ihm kaufen. Ich hab meines ja auch nicht von Ihm.

Aber er hat wenigstens eine Anwendungsanleitung, die m.E. Hand und Fuß hat.

Martin
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Re: Benzotriazol

Beitrag von Locnar » So 10.04.16 21:45

Danke für den Hinweis !
Gruß
Locnar

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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » So 10.04.16 22:17

@ Locnar

Damit kann man was anfangen, nicht wahr?

Martin
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Re: Benzotriazol

Beitrag von Locnar » So 10.04.16 22:46

klar, schlechte Erfahrungen mit einen Anbieter, immer.
Gruß
Locnar

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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » So 10.04.16 23:06

@ Locnar

warum lenkst du ab?

Ich rede nicht von dem Anbieter (der ist mir sowas von)

Ich rede von einer vernünftigen Anwendungsanleitung, die ich bisher hier nicht bekommen hab.

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Re: Benzotriazol

Beitrag von Locnar » So 10.04.16 23:14

ich rede vom Anbieter, darauf bezog sich das mit den Hinweis!
Gruß
Locnar

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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » Mo 11.04.16 14:56

Ja dannn.... ist von der Anwendungsanleitung bestimmt ebenso abzuraten!

Niemals anwenden!

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Re: Benzotriazol

Beitrag von tilos » Di 12.04.16 15:48

mike h hat geschrieben:Ich hab hier ein interessantes Dokument zur Anwendung von BTA gefunden.

http://www.chema-shop.de/Downloads/Anwe ... on_BTA.pdf

Besonders gewundert habe ich mich über die empfohlene Behandlungstemperatur von 50 - 60 Grad, die hier im Forum bisher unterschlagen wurde.

Martin
Unterschlagen hat das keiner. Es ist nur nicht zwingend nötig, die Behandlung oberhalb von Zimmertemperatur durchzuführen, es verkürzt aber u.U. die Behandlungsdauer. Eine längere Einwirkzeit von mehreren Tagen bis 1,5 Wochen tut es auch. Allerdings muss immer mit dem Verlust von Patina gerechnet werden, das hängt von der nicht kalkulierbaren Zusammensetzung ab. Angesichts progressiver Zersetzungsvorgänge bei nichtbehandelter sogenannter Bronzepest, muss man halt das Risiko eingehen.

Ich mache mal einen "Selbstversuch" mit einer BTA-Probe (Type BT-FG), die ich noch im Labor stehen habe. Hersteller bzw. Anbieter ist hier die COFERMIN Chemicals GmbH, nicht ganz unbekannt auf dem Gebiet von Korrosionsinhibitoren. Ich stelle dann in ca. 2 Wochen das optische Resultat vor.

Gewarnt werden muss bei bestimmten BTAs bzw. -Derivaten auch vor zu großer Erwärmung, da dies im ungünstigsten Falle heftige exotherme Reaktionen auslösen kann, die gelegentlich explosionsartig verlaufen.

Gruß
Tilos

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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » Di 12.04.16 17:24

Hallo Tilos,

das eine längere Einwirkdauer auch zum Ziele führen kann, hatte ich schon gedacht. Das ist halt bei Korrosionsinhibitoren so.

Ich weiß nicht, wieviel Tonnen ich davon schon eingesetzt hab.....

Aber die Behandlungsvorschläge, die ich hier erhalten habe, zielten weder auf die lange Einwirkdauer, noch auf die erhöhte Temperatur.

Nebenbei: 50 - 60 Grad funktioniert tadellos.

Martin
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Re: Benzotriazol

Beitrag von tilos » Di 12.04.16 20:07

mike h hat geschrieben:Hallo Tilos,
das eine längere Einwirkdauer auch zum Ziele führen kann, hatte ich schon gedacht. Das ist halt bei Korrosionsinhibitoren so.
Ich weiß nicht, wieviel Tonnen ich davon schon eingesetzt hab.....
Aber die Behandlungsvorschläge, die ich hier erhalten habe, zielten weder auf die lange Einwirkdauer, noch auf die erhöhte Temperatur.
Nebenbei: 50 - 60 Grad funktioniert tadellos.
Martin
Die längere Einwirkdauer soll ja eine bessere Tiefenwirkung erzielen, u.a. um mehr BTA im Objekt deponieren zu können. Durch Erwärmung von alkoholischen Lösungen kann man diesen Effekt aber kaum verbessern, weil sich hier die Viskosität - im Gegensatz z.B. bei der Anwendung von mikrokristallinen Wachsen u.ä. - nicht wesentlich herrabsetzen lässt. Was man aber in der restauratorischen Praxis nutzt, ist die sogenannte Vakuumbehandlung. Hierbei wird durch Volumenvergrößerung Gas aus dem (auch tieferliegenden) Porenraum entzogen, wodurch im zusammenbrechenden Vakuum vergleichsweise mehr BTA-Lösung tiefer in den frei gewordenen Porenraum eindringen kann. Aber auch das sollte - wegen der o.g. Reaktions-Problematik - nur von geübten Fachleuten praktiziert werden. Es gibt natürlich auch reaktionsstabilisierte BTA-Produkte, aber auch da sollte man sich wirklich auskennen.

Was meinst Du eigentlich mit "funktioniert tadellos"? Eine Beurteilung des inhibierenfen Effektes - acht Tage nach "Entdeckung" der Möglichkeit zu erwärmen - kann es ja nicht sein. Der lässt sich seriös erst nach Jahren beurteilen. Bei der BTA-Methode arbeitet man ja erst einmal sozusagen "blind", d.h. im Vertrauen auf die vorliegenden Langzeitbeobachtungen.

Gruß
Tilos

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Re: Benzotriazol

Beitrag von mike h » Di 12.04.16 20:25

Hallo Tilos

ich meine das so:

>>>>>Gewarnt werden muss bei bestimmten BTAs bzw. -Derivaten auch vor zu großer Erwärmung, da dies im ungünstigsten Falle heftige exotherme Reaktionen auslösen kann, die gelegentlich explosionsartig verlaufen.


Nebenbei: 50 - 60 Grad funktioniert tadellos.


Ansonsten muss ich ja zugeben, das ich BTA vom ersten Tage an so angewendet habe, das ich die Münzen über Nacht... oder mehrere Tage gebadet habe.
Das entsprach in keiner Weise den Empfehlungen hier im Forum.

Wenn du den Hinweis auf die geübten Fachleute mal weglässt, könntest du mit detaillierteren Anwendungsbeschreibungen beginnen.
Beispielsweise genauere Bezeichnungen der reaktionsstabilisierten Produkte samt Bezugsquellen nennen...

Oder auch Hilfsmittel und Anwendungsanleitungen für die Vakuumanwendung.

Das könnte helfen, "Glauben" durch "Wissen" zu ersetzen.

Martin
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Re: Benzotriazol

Beitrag von tilos » Mi 13.04.16 14:52

Es liegen doch alle für nichtgeübte Fachleute :wink: wichtigen Anwendungshinweise bereits vor. Art und Dauer der Anwendung, eingesetzte Konzentrationen des BTA, Sicherheitshinweise. Es gibt Verweise auf konkrete BTA-Typen und deren Hersteller. Ich denke, damit ist das Thema in unserem Kreise erschöpft - auf jeden Fall für mich. Auch über die Nützlichkeit einer Endkonservierung mit sogen. Mikro-Wachs haben wir schon geschrieben. Dieses hält naturgemäß die eingebrachten BTA-Anteile länger im Stück und erhöht so die Dauer der Schutzwirkung.

Sobald mein laufender Versuch mit BTA der Type BT-FG (s.o.) abgeschlossen ist, liefere ich noch Bilder.

Gruß
Tilos

: Für geübte Fachleute, z.B. Fachchemiker im Bereich Restaurierung, ist das Thema natürlich ungleich komplexer...

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