Beschnittene Tetradrachmen

Griechische Münzen des Altertums

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Amentia
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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Amentia » So 23.05.21 12:38

Es gibt auch zu schwere Tetradrachmen aus Mesembria, wobei ich mir bei dem Stück mit den 17,6g nicht so sicher bin ob die wirklich echt ist.

https://www.acsearch.info/search.html?id=5167057

Und eine mit 17,75g, die sieht schon überzeugender aus

https://www.acsearch.info/search.html?id=355630

Es scheint da recht große Schwankungen beim Gewicht zu geben bei den Tetradrachmen aus Mesembria
Zuletzt geändert von Amentia am So 23.05.21 13:13, insgesamt 2-mal geändert.

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Amentia
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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Amentia » So 23.05.21 12:45

Eine Tetradrachme aus Mesembria mit 12.98g, aber die ist falsch, Münze wurde 3 Mal versteigert, wohl Transferstempelfälschung der Rohling ist viel zu rund und gleichmäßig flach und die sieht gepresst und nicht geprägt aus und Detailverlust (verwaschene Details).

https://www.acsearch.info/search.html?id=3275434

https://www.acsearch.info/search.html?id=5351241

https://www.acsearch.info/search.html?id=5788939

Es gibt echte Stücke mit diesem Aversstempel

https://www.acsearch.info/search.html?id=1563910

https://www.acsearch.info/search.html?id=1534769

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 14:25

Amentia ! Vielen Dank für Ihre Recherche.

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 14:33

Ptolemäer schnitten fremde Tetradrachmen um 1,5 Obole ab und druckten ihre Münzen darauf.

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Amentia » So 23.05.21 14:39

Ivan Karayotov hat ja ein Buch über die Prägungen von Mesembria veröffentlich.
Ich würde falls möglich mal schauen, ob die nicht doch in seinem Buch zu finden ist und falls nicht wäre der vielleicht an einer unpublizierten Münzen interessiert und könnte dir dazu eine verlässliche Echtheitseinschätzung und genauere Informationen zu der Münze geben.

The Coinage of Mesambria : Vol. I : Silver and Gold Coins of Mesambria: Ivan Karayotov

https://www.abebooks.com/Coinage-Mesamb ... 6715437/bd

https://bibliophilia.eu/the-coinage-of- ... ia-vol-one

https://www.vcoins.com/en/stores/ancien ... fault.aspx

Ich habe mir das Buch auf bibliophilia.eu bestellt, werde schauen, ob die drinnen ist.

Ich würde, wenn ich Sie wäre nach Kontaktinformationen (E-Mail) von Ivan Karayotov im Internet suchen und dem eine E-mail schicken, fall ihr Stück wirklich unpubliziert sein sollte.
Zuletzt geändert von Amentia am So 23.05.21 14:54, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 14:54

Auch dort gibt es keine Kombination ΔΕΙ + ΜΕΣΑ
:-(

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Amentia » So 23.05.21 14:55

Es tauchen immer wieder unpublizierte echte Münzen auf dem Markt auf, das muss nichts heißen.

Ivan Karayotov ist wohl leider schon verstorben, schade :(

https://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Karajotow

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 15:05

Ivan Karayotov ist sehr alt. Er wird dieses Jahr 80 Jahre alt. Ich schrieb an das Nessebar Museum und an das Berliner Münz Kabinett. Aber ich habe keine Antwort erhalten

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 15:34

Ich habe gerade einen Brief an das Burgas Museum geschrieben, in dem Professor Karayotov gearbeitet hat.

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » So 23.05.21 16:07

Amentia hat geschrieben:
So 23.05.21 14:55
Es tauchen immer wieder unpublizierte echte Münzen auf dem Markt auf, das muss nichts heißen.

Ivan Karayotov ist wohl leider schon verstorben, schade :(

https://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Karajotow
Und die englischsprachige Wikipedia hat nicht einmal das Todesdatum markiert. Es gibt keine deutsche Ordnung


https://en.wikipedia.org/wiki/Ivan_Karayotov

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Homer J. Simpson » Do 27.05.21 11:03

Wäre es möglich, daß die Münze antik beschnitten und abgerundet wurde, um als Schmuck gefaßt zu werden? Sie ist so auffällig rund.

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » Do 27.05.21 17:11

Homer J. Simpson hat geschrieben:
Do 27.05.21 11:03
Wäre es möglich, daß die Münze antik beschnitten und abgerundet wurde, um als Schmuck gefaßt zu werden? Sie ist so auffällig rund.

Homer
Oder beschnittene Kanten für einen Münz-Kabinet . Ich frage mich, welche Werkzeuge es damals zum ordentlichen Trimmen gab. Antike Mühlen?

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » Do 27.05.21 17:34

Normalerweise haben sie in der Antike ein Loch in eine Münze gemacht. Beschneiden und Schleifen war nicht erforderlich.

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von kraken1962 » Do 24.06.21 16:42

Ich habe eine chemische Analyse der Münze gemacht
Ag 94, 32 %
Pb 0,265 %
Au 0,672 %
Cu 2,469 %
Fe 0,277 &
Sn 1,997 %
Der Silberanteil entspricht den späten Tetradrachmen des Messembrian. Aber verdächtig viel Zinn im Verhältnis zu Blei

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Re: Beschnittene Tetradrachmen

Beitrag von Amentia » Do 24.06.21 20:47

Ich denke nicht, dass Verhältnis Zinn zu Blei ein Problem ist.
Ich denke es wurde eine Röntgenfluoreszenz (XRF) gemacht, die ist aber fehleranfällig für zuverlässige Ergebnisse werden eigentlich immer Proben vom Inneren der Münze genommen und die analysiert. Die Legierung ist nicht in allen Bereichen immer zu 100% gleich und kann sich minimal unterscheiden.
Bei Röntgenfluoreszenz wird ja die Oberfläche der Münze untersucht, diese kann und ist in der Regel auch bei so alten Bronze und Silbermünzen durch Umwelteinflüsse bzw. chemische Reaktionen verändert worden und entspricht somit nicht mehr dem Zustand den die Münze direkt nach dem Prägen hatte. Und Oxidation, Hornsilber, oder andere Anhaftungen oder Oberflächenveränderungen sollten wohl auch das Ergebnis beeinflussen können.

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