ROM DVD

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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nephrurus
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ROM DVD

Beitrag von nephrurus » Fr 15.05.09 21:34

auf der Suche nach Toner für meinen Drucker schaute ich mich heute etwas im Leipziger Media-Markt um und stellte fest, dass man dort ab und zu auch Schnäppchen machen kann

Ich fand ein 6er DVD Set zur Geschichte Roms - Staffel 1 für unschlagbare 15€ !!! . Im nachstehenden Link gibt es nähere Informationen dazu sowie einen Trailer:

http://www.amazon.de/Rom-komplette-erst ... 156&sr=1-2

Altamura

Beitrag von Altamura » Sa 16.05.09 10:37

"keine Jugendfreigabe gemäß § 14 JuSchG" und auf dem Cover läuft unten schon das Blut raus. Was hast Du Dir denn da angelacht? :wink:

Gruß

Altamura

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klausklage
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Beitrag von klausklage » Sa 16.05.09 10:50

Na dann mach Dich mal auf was gefasst! Das lief auf RTLII und ist so eine Art Denver Clan im Geschichts-Doku-Style. Allerdings extrem aufwendig produziert und in der Tat reichlich blutig. Ich habe nur Teile gesehen, fand es aber eigentlich ganz unterhaltsam, nur teilweise arg überzogen.
Gruß,
Olaf
squid pro quo

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Sa 16.05.09 11:00

Diese Serie soll ja auch in erster Linie der Unterhaltung dienen, und wenn ich mir die Rezensionen so anschaue, wurde kulturhistorisch gut recherchiert.

Ich persönlich stelle es mir sehr schwer vor, einen kurzweiligen und unterhaltsamen Film bzw. eine Serie zu schaffen UND dabei den historischen Hintergrund nicht verletzten.

Letztendlich darf man ja nicht vergessen, dass diese Produktion für das Volk geschaffen wurde und nicht etwa für die Altertumswissenschaft ;-)

Ich werde jedenfalls auch mal im hiesigen Media-Markt vorbeischauen...

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cepasaccus
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Beitrag von cepasaccus » Sa 16.05.09 12:31

Was mir an dieser Serie gefaellt ist, dass sie Tempel und Haeusser nicht in Marmorweiss sind.
kitty mea felis duodeviginti annos nata requiescat in pace. laeta gaudiumque meum erat. desiderio eius angor.

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Master-Jeffrey
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Medien als Darstellungsmittel historischer Realitäten

Beitrag von Master-Jeffrey » Sa 16.05.09 13:31

Einen wunderschönen guten Morgen,

ich persönlich muss da numis durensis Auführung voll und ganz zustimmen und wir als Sammler historischer Münzen, Geschichtswissenschaftler und geschichtsinteressierte sollten uns glücklich schätzen, dass es solch eine Serie gibt.

Denn wenn man sich die Frage stellt welche Berührungspunkte der Durchschnitt der Bevölkerung mit seiner Geschichte hat, dann kann man diese (vielleicht etwas) pauschal auf vier Punkte reduzieren:

1. Museen
2. kulturhistorische Stätten
3. visuelle Medien (Filme, Serien, und vor allem Dokus)
4. Geschichtsunterricht (lange her mit Schwerpunkt auf die Neuzeit) und bei den meisten eh nie angekommen

und da der typische Bürger der Bundesrepublik, eingebunden in verschiedenste soziale Systeme, diesen ein gerüttelt Maß an zeitlicher Aufmerksamkeit schuldet, und die ersten beiden Punkte ein aktive Maß an Zeit und/ oder Geld und/ oder eine jederzeit verfügbare und finanzierbare Transportmöglichkeit voraussetzen, ist der dritte Punkt einfach der leicht möglichste von der Gesellschaft in Anspruch zu nehmende.

(Ich persönliche war bei der Neueröffnung des Xantener Museums - kostete an diesem Tag zwar nichts, man brauchte aber einen PKW; die Unterwasserausstellung in der Bonner Kunsthalle „Ägyptens verborgene Schätze“ kostete pro Person 12,50 und jede Menge Zeit – vom zeitlichen und finanziellen Aufwand der Konstantinaustellung in Trier will ich gar nicht erst anfangen)

Um mir einen Film eine Serie oder eine Dokumentation anzuschauen, setz ich mich einfach vor den Fernseher und schalte das Gerät ein.

Der vordergründige Knackpunkt, wenn man sich als historisch interessierter Mensch Medien anschaut um einen Einblick in die Geschichte zu erlangen ist der, dass es sich bei der Wiedergabe der selben um die Darlegung einer Meinung durch die Macher derselben handelt, soll heißen, man schaut sich eine Interpretation der Geschichte an, die auf der Meinung desjenigen beruht, der sich für die Realisation der Serie, des Films oder der Dokumentation verantwortlich zeigt.

Dieser Punkt stößt einem übel auf, wenn man sich intensiv mit einer Sache beschäftigt hat und wesentlich mehr Details darüber parat hat, als in diesem Zusammenhang visuell dargestellt werden. Dies liegt in der Natur des Mediums, dass einerseits der Kürze der Darstellung Rechnung tragen muss und auf der anderen Seite an der Natur des durchschnittlichen Zusehers (der unterhalten werden will)

Hier kommen wir zum Unterschied zwischen Dokumentation und Film.
Eine Dokumentation hat den Anspruch historische Realität im Rahmen einer Fragestellung historisch korrekt (in welcher Intensität und Tiefe bleibt dahingestellt) darzustellen.
Ein Film muss, will er erfolgreich sein, eine Plotline aufweisen die gewisse dramaturgische Elemente aufweist, die beim Zuschauer ankommen und als „stimmig“ wahrgenommen werden können. Hier muss man unterscheiden zwischen Filmen, die geschichtliche Realitäten als Hintergrund für eine imaginäre Geschichte benutzen und Filmen die historische Begebenheiten versuchen filmisch aufzubereiten.

Die erste Gruppe der Filme weist ein höheres Maß an kreativer Handlungsfreiheit auf, während die zweite in der Zwickmühle steckt die überlieferte Geschichte in ein dramaturgische Korsett stecken zu müssen und gleichzeitig wesentliche Informationen historisch korrekt darstellen zu müssen.

Der durchschnittliche Zuschauer ist durchaus damit bedient ein ungefähres Wissen über das Subjekt historischer (oder auch anderweitiger Natur zu erhalten). Das geht nicht nur Münzsammlern so, wenn sie Dokumentationen oder Serien wie Rome sehen, sondern auch Neuzeitforschern, wenn sie Guido Knopp sehen, Ärzten und Pflegepersonal, wenn sie Dr. House sehen etc.)

Nun kann man sich auf die Seite derjenigen schlagen, die sagen:

„Wenn ich nicht wirklich alles über alles weiß, steht es mir nicht zu innerhalb irgendeines Zusammenhangs eine kompetente, über allen Zweifel erhabene Meinung zu vertreten.“

Oder man ist auf der Seite derjenigen, die sagen:

„Ich freue ich auch auf die Personen, die ein reges Interesse an einer Sache haben, über gewisse Grundinformationen verfügen die sie befähigen sich ein gewisses, wenn auch unscharfes Bild von einem Gegenstand irgendeiner Untersuchung zu machen.“


Ich persönlich freue mich, wenn Medien Personen erreichen, die man im weitesten Sinne als bildungsfern betrachten kann, und diese sich ein Bild von etwas machen, können, von dem sie ohne eine ansprechende Dramaturgische Handlung und filmische Realisation nie etwas gehört hätten. Auch wenn Rom natürlich einige Ungenauigkeiten aufweist, so lebt z.B. Die Mutter Octavians länger als ihr eigentlich zusteht und Octavians Alter zum Zeitpunkt von Cäsars Tod ist auch nicht korrekt, sind es doch andere Punkte die sich im Gedächtnis des filmisch interessierten Zuschauers festsetzen.
Cäsar wurde vom Senat ermordet weil er die politische Ordnung aus den Fugen gehoben hat und man Angst vor einem neuen Königtum hatte.
Kleopatra war erst mir Cäsar und dann mit Marc Anton zusammen. Die beiden haben gegen Octavian den kürzeren gezogen.

Es sind eher die einfacheren Sachen die hängen bleiben aber Fakt ist, sie bleiben hängen.

Für mich persönlich war es bei der Serie schön nachzuverfolgen, welchen Wissenstand ich besitze und was davon von der Serie bedient wird und was nicht. Und ich muss sagen, sie hat mir gefallen, sowohl vom cineastischen als auch von der geschichtlichen Darstellungsweise.

Vor diesem Hintergrund muss natürlich jeder selber sehen, wann und vor allem mit welchem Anspruch er den Fernseher einschaltet und was er davon erwartet.

So weit, ich höre jetzt auf, sonst schreib ich noch mehr und vor zu langen Texten hab ich immer Angst

Mit freundlichen Grüßen

Master-Jeffrey
:lol:

ast126
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Beitrag von ast126 » So 17.05.09 18:10

Ich besitze beide Staffeln dieser Serien und kann sie nur wärmstens empfehlen.
Die Altersfreigabe liegt weniger an Gewaltszenen, sondern vielmehr an doch sehr freizügigen Liebesspielen der Charaktere.
Übrigens gab es in Staffel Zwei nur noch 10 Folgen. Grund dafür war, dass den Machern das Geld ausging ... ich glaube es war die teuerste Serie aller Zeiten.

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