Philippus-Echt ?????

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Submuntorium
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Philippus-Echt ?????

Beitrag von Submuntorium » Do 28.05.09 19:14

Wiedereinmal wäre ich um ein Votum von euch zu dieser Münze dankbar.
Eigentlich kann ich keine Fälschungshinweise erkennen, aber trotzdem bin ich mir noch nicht 100 Prozentig sicher. :?:
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viele grüße,
Submuntorium

alexander20
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Beitrag von alexander20 » Do 28.05.09 20:39

Hallo,

Dein Philippus I. Antoninian ist RIC 2b, geprägt in Rom 244. Das Stück ist häufig. Ich habe keinerlei Zweifel an der Echtheit.
Du solltest nicht in eine "Fälschungsparanoia" verfallen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man bei so häufigen Antoninianen wie die von Philipp I.oder Gordian III. wirklich mal an eine Fälschung gerät.

meint

alexander20

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Do 28.05.09 20:46

alexander20 hat geschrieben: Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man bei so häufigen Antoninianen wie die von Philipp I.oder Gordian III. wirklich mal an eine Fälschung gerät.

meint

alexander20
Das meinst du leider auch nur.. gerade von Philippus I und II sind sehr unangenehme Exemplare neothrakischen Ursprunges unterwegs. Guckst du konkret bei ForgeryNetwork!

PS. Guckst du noch konkreter mal hier durch:

http://www.forgerynetwork.com/viewasset ... &srchall=0

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Do 28.05.09 20:48

Hallo alexander!
Du hast natürlich recht! Ich sammle erst seit ca. einem Jahr römische Münzen und wenn ich so in den Fälschungsdatenbanken herumblättere erstaunen mich manchmal die wirklich authentischen Fälschungen. Ich weiß, dass eine solche Fälschung sehr unwahrscheinlich ist aber die Beunruhigung ist manchmal recht groß und dann möchte ich eben sicher gehen. Ich hoffe diese Fälschungsparanoia verfliegt wieder!! :wink:
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von emieg1 » Do 28.05.09 20:50

Submuntorium, sorry, ich halte dein Stück allerdings auch für absolut echt!

alexander20
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Beitrag von alexander20 » Do 28.05.09 21:06

hallo nummis durensis,

ich bin völlig anderer Meinung.

Gerade bei Philippus I und II sowie Gordian III Antonínianen macht es doch überhaupt keinen Sinn, diese zu fälschen. Wohl gemerkt, ich rede hier von den sehr häufig vorkommenden. Bei den selteneren bzw. seltenen Antoninianen mag das anders sein. Aber die häufigen kann man doch an "allen Ecken" zu "spottpreisen " erweben. Das war vor über 30 Jahren so, als ich begonnen habe, römische Münzen zu sammeln und das ist auch heute noch so. Warum also sollte sich ein Fälscher die Mühe machen, derart häufig vorkommende Münzen zu fälschen, für die er doch nur ein paar Euro bekommt. Und selbst wenn man dann doch mal an so ein Stück kommen sollte, dann sind die paar Euro sozusagen als Lehrgeld doch verschmerzbar



meint alexander20

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Beitrag von nephrurus » Do 28.05.09 21:08

alexander20 hat geschrieben:Hallo,

Dein Philippus I. Antoninian ist RIC 2b, geprägt in Rom 244. Das Stück ist häufig. Ich habe keinerlei Zweifel an der Echtheit.
Du solltest nicht in eine "Fälschungsparanoia" verfallen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass man bei so häufigen Antoninianen wie die von Philipp I.oder Gordian III. wirklich mal an eine Fälschung gerät.

meint

alexander20
ich dachte, dass inzwischen zig-mal bewiesen wurde, dass gern auch häufige Münzen gefälscht werden - eben weil dort viele Betrachter zunächst keinen Verdacht haben.

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Beitrag von donolli » Do 28.05.09 21:11

oh ja, dem kann ich mir aus leidvoller erfahrung mit einem allerwelts-decius nur anschließen.

klar, paranoia ist nicht gut. ein stets wachsames auge aber unerlässlich!

hier nur ein paar "allerwelts" gordis:

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=ne6rl1qR3RY=

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=wgQ1FXbMWK4=

http://forgerynetwork.com/asset.aspx?id=ET19bEXoxFI=

grüße
olli
Natura semina nobis scientiae dedit, scientiam non dedit. (Seneca)

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Beitrag von nephrurus » Do 28.05.09 21:12

hier mal stellvertretend ein häufiger Phil.I:
http://www.forgerynetwork.com/asset.asp ... d36dOEZJU=

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Beitrag von emieg1 » Do 28.05.09 21:16

alexander20 hat geschrieben: Gerade bei Philippus I und II sowie Gordian III Antonínianen macht es doch überhaupt keinen Sinn, diese zu fälschen.
Hi Alex,

bitte sei mir nicht böse, dass ich als greenhorn sozusagen dir da trotzdem bitterscharf widersprechen muss. Auf den ersten Blick erscheint es tatsächlich paradox, häufige Münzen zu fälschen. Aber auf den zweiten Blick macht es Sinn!

Seltene Münzen werden meist haarfein unter die Lupe genommen; eine Fälschung wird meist recht schnell erkannt.

Häufige Münzen allerdings werden - gerade im Internet, mal so eben "mitgenommen" und das meist ohne sie vorher einer genauen Analyse unterzogen zu haben. Eben genau aus dem Grund, den du anführst: "Warum sollten wohl solche 'Pausenfüller' gefälscht werden??"

Aber genau da liegt die List des "Fälschers von heute". Solche Stücke werden dann eben oft ungeprüft in die Sammlung gelegt... und ausserdem machts die Masse. Von einem gefakten Stempel lassen sich viele Münzen herstellen - und je weniger selten eine Münze ist, desto weniger fällt die Masse der produzierten fakes auf...

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Beitrag von Submuntorium » Do 28.05.09 21:23

Ist ein Schönheitsfehler, wie ein Prüfhieb, eine leichte Verkrustung oder eine rauhe Oberfläche dann ein Echtheitszeichen bei solch häufigen Stücken?
Das ist doch dann wirklich zu unproduktiv, eine nur sehr mäßige Erhaltung zu fälschen,oder?
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von nephrurus » Do 28.05.09 21:31

Submuntorium hat geschrieben:I
Das ist doch dann wirklich zu unproduktiv, eine nur sehr mäßige Erhaltung zu fälschen,oder?
das Gegenteil ist der Fall! bei Herstellungskosten von ein paar cent und einem Gewinn von vielleicht 10 oder 20 € verdient man ganz gut, wenn man die Münze 200 mal verkauft. Ein sehr seltenes Stück werden professionelle Fälscher kaum jeden Tag neu anbieten- das würde doch sofort Verdacht erregen. Auch würden potentielle Käufer sich die sehr seltene Münze wohl sehr viel genauer anschauen...

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Beitrag von emieg1 » Do 28.05.09 21:40

Submuntorium, wenn Prüfhiebe im Original regelmässig vorkamen, werden sie auch bei den Fälschungen berücksichtigt... ergo wäre ein Philip-Ant mit einem Prüfhieb eher ein Echtheitsmerkmal ;-)

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Beitrag von justus » Do 28.05.09 22:55

Der vorliegende Philippus I. Antoninian ist mit ziemlicher Sicherheit keine Fälschung; zumindest keine "Gussfälschung", wie man an Hand der feinen Randrisse auf Vorder- und Rückseite erkennen kann. Randrisse bei gegossenen Münzfälschungen enden kurz nach dem Rand und sind keinesfalls scharfkantig (wg. Gussverfahren).

Justus
mit freundlichem Gruß

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Beitrag von alexander20 » So 31.05.09 16:16

Hallo nummis durensis,
hallo nephrurus,

Ihr geht beide davon aus, dass es sich für Fälscher lohnt, sehr häufig vorkommende Münzen wie die Philipp I. Und II. oder Gordian III. Antoniniane zu fälschen, weil es da "die Masse" macht. Mal unterstellt, dem wäre so, dann müßte sich doch die am Markt befindliche Menge von diesen Stücken deutlichst vermehrt haben. Das hätte doch logischerweise zur Folge haben müssen, das dies in der numismatischen Fachwelt aufgefallen und entsprechend publiziert und kundgetan worden wäre. Nun ist mir aber keinerlei Veröffentlichung bekannt, nachdem dies so wäre.

alexander20

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