Nero As, Gegenstempel, kein Revers und was noch ?

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Nero As, Gegenstempel, kein Revers und was noch ?

Beitrag von imperator44 » Mi 06.01.10 02:44

Hallo Freunde,
dieses Stück wurde (ich glaube 2008) vom Finder schon mal vorgestellt, und von areich richtig als Nero As mit Gegenstempel (SPR, Senatus Populus(que) Romanus), leider auch ohne Rückseite bestimmt. Das Stück hat allerdings noch eine Besonderheit, die zugegebenermaßen auf dem damaligen Foto kaum zu erkennen war. Das heutige Foto ist etwas besser, aber ich weiß`nicht, ob`s jetzt zu erkennen ist. Hat jemand eine Ahnung ?
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Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von beachcomber » Mi 06.01.10 09:14

sieht aus wie ein guss!
grüsse
frank

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Beitrag von justus » Mi 06.01.10 12:09

Das ist ein einseitiger Guss mit entsprechendem Gussansatz. Interessantes Stück, Andreas. Aber du hast ja nur solche Stücke in deiner Sammlung!

P.S. Was macht eigentlich der LEG-Stempel? In der letzten Zeit komm' ich nämlich praktisch nicht mehr nach München, da meine Schwester - dankenwerterweise - die Verwaltung der Ferienwohnungen übernommen hat.

Puinaekae Insa Chonhaechuseyo ! (an deine Frau) :wink:
mit freundlichem Gruß

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Beitrag von imperator44 » Mi 06.01.10 13:28

Hallo beachboy und justus,
gut erkannt, bravo. Das ist tatsächlich ein Limesfalsum, ob einseitig gegossen, oder ob die Rückseite einfach total abgenutzt war wird sich wohl nicht mehr feststellen lassen. Aber es ist das einzige Limesfalsum, das ich kenne, das mit Gegenstempel gegossen wurde.
Und Justus, Dein Stempel liegt immer noch bei mir am Balkon.
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von beachcomber » Mi 06.01.10 16:27

ich bin ja fast geneigt zusagen, dass das einzige limesfalsum mit gegenstempel ist, das du kennst! :)
denn wenn ich mir die schärfe der gegenstempel-buchstaben so anschaue, und sie mit der restlegende vergleiche, dann sind die doch sehr viel schärfer.
ausserdem scheint die oberfläche dort sehr viel glatter zu sein, als beim rest der münze.
grüsse
frank

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Beitrag von imperator44 » Mi 06.01.10 21:01

Hallo Frank,
wenn ich Dich recht verstehe, dann meinst Du, daß das Falsum zuerst gegossen, und dann gestempelt wurde. Es ist schade, daß Du das Stück nicht in der Hand hast (noch nicht), denn dann würdest Du mit einem Blick sehen, daß die Münze bereits den Gegenstempel aufwies, als es gegossen wurde. Ganz deutlich sieht man das an den Rändern des Gegenstempels, die sehr flaue Konturen haben, ebenso beim unscharfen "R" und beim unteren Teil des "S", das einen richtigen Gußsteg zum Rand aufweist. Also das Stück wurde ganz sicher mit bereits vorhandenem Gegenstempel gegossen.
Es ist allerdings auch so, daß ich kein Limesfalsum kenne, das gegengestempelt wurde. In beiden Fällen würde es sich wohl um ein Unikum handeln.
Schöne Grüße vom imperator44

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Beitrag von beachcomber » Mi 06.01.10 21:26

ja, genau das meinte ich. ich werd's ja dann zur numismata in münchen sehen.
grüsse
frank

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Beitrag von Numis-Student » Do 07.01.10 10:54

imperator44 hat geschrieben: In beiden Fällen würde es sich wohl um ein Unikum handeln.
Hallo,
ich glaube, ich darf wiedersprechen...
(Muss aber erst noch ein Foto suchen)

Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Numis-Student » Do 07.01.10 11:16

Hier ein Foto einer Bronze des Augustus, die ich ebenfalls für einen Guss halte, aber 100prozentig sicher bin ich nicht. Gewicht und Durchmesser kann ich im Moment nicht nennen, ich bin etwa 800 km von dem Stück getrennt.
Schöne Grüße,
MR
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