Danke im Voraus, Sigi
Whatizzit?
- sigistenz
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Whatizzit?
Hier ist ein kleines Rätsel
- ostasiatischem Cash nachempfunden. Kann jemand etwas dazu sagen und die Schriftzeichen interpretieren?
Danke im Voraus, Sigi
Danke im Voraus, Sigi
- pingu
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Re: Whatizzit?
Hallo Sigi,
China ist zwar nahe an Russland, aber da bist du doch etwas von deinem Gebiet entfernt. Ein 5 Kopeken Stück aus der Zeit ist wesentlich "griffiger".
Die Vorlage für dein Stück ist eine Münze der Periode von 1862 - 1875. Darauf steht: Tong Zhi Tong Bao (oben - unten - rechts - links gelesen). Die Rückseite weist die Münzstätte "Board of Revenue" auf.
Von der Machart her ist das Stück aus einem Set "Die Kaiser der Qing Dynastie", schon das 2. Stück inerhalb kurzer Zeit, was mit so einem winzigen Durchmesser auftaucht. Da scheint mittlerweile etwas völlig neues auf dem Markt zu sein, das mir selbst noch nicht unter gekommen ist. Bisher hatten die Stücke den Durchmesser der Originale, etwa um die 20 - 23mm.
Die Noppen auf der Oberfläche werden bei der Herstelleung der Nachahmungen extra mit angebracht, um vorzutäuschen, dass die Münzen original gegossen sind.
Originale findest du auf zeno.: https://www.zeno.ru/showgallery.php?cat=939
Taugt gut für Feng-Shu oder das Gruselkabinett.
Grüße pingu
China ist zwar nahe an Russland, aber da bist du doch etwas von deinem Gebiet entfernt. Ein 5 Kopeken Stück aus der Zeit ist wesentlich "griffiger".
Die Vorlage für dein Stück ist eine Münze der Periode von 1862 - 1875. Darauf steht: Tong Zhi Tong Bao (oben - unten - rechts - links gelesen). Die Rückseite weist die Münzstätte "Board of Revenue" auf.
Von der Machart her ist das Stück aus einem Set "Die Kaiser der Qing Dynastie", schon das 2. Stück inerhalb kurzer Zeit, was mit so einem winzigen Durchmesser auftaucht. Da scheint mittlerweile etwas völlig neues auf dem Markt zu sein, das mir selbst noch nicht unter gekommen ist. Bisher hatten die Stücke den Durchmesser der Originale, etwa um die 20 - 23mm.
Die Noppen auf der Oberfläche werden bei der Herstelleung der Nachahmungen extra mit angebracht, um vorzutäuschen, dass die Münzen original gegossen sind.
Originale findest du auf zeno.: https://www.zeno.ru/showgallery.php?cat=939
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- Erdnussbier (Do 05.03.26 20:47) • sigistenz (Mo 09.03.26 18:00)
Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....
- sigistenz
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Re: Whatizzit?
Danke, Pingu, freut mich, dass du dich an mich erinnerst, bin ich doch seit einigen Jahren nicht mehr im Forum aktiv. Die RusslandSammlung habe ich in der CovidZeit verkauft, Mit der dazugehörigen Literatur waren das unfassbare 2 volle Pkw-Ladungen!
Mein Sammelvirus war aber nicht mit dabei, ich hab ja noch andere Pferde im Rennen: Belgische Münzen Leopold I. und II., Aachener XII HELLER (1758-97) sowie meine erste grosse Liebe - US-Briefmarken bis 1955.
Das vorgestellte Münzlein hatte ich mal in einem Lot als Beifang, Wenn du willst, schick ich es dir. Umsonst
Sigi
Mein Sammelvirus war aber nicht mit dabei, ich hab ja noch andere Pferde im Rennen: Belgische Münzen Leopold I. und II., Aachener XII HELLER (1758-97) sowie meine erste grosse Liebe - US-Briefmarken bis 1955.
Das vorgestellte Münzlein hatte ich mal in einem Lot als Beifang, Wenn du willst, schick ich es dir. Umsonst
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Chippi
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Re: Whatizzit?
Das ist ja schade, hatte die 5 Kopeken Sammlung immer bewundert. Hattest du auch die schwedischen 5 Kopeken dabei? Deine Abwesenheit ist hier schon aufgefallen.
Gruß Chippi
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
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Re: Whatizzit?
Na, meinst Du, wir vergessen unsere "Familienmitglieder" ?
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- sigistenz (Mo 09.03.26 18:00)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
- pingu
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Re: Whatizzit?
Hallo Sigi,
danke für dein Angebot. Aber ich hätte etwas besseres damit vor: deponiere die Münze bitte in einem Teil deiner Sammlung, den du häufig betrachtest. So wirst du immer daran erinnert, das es hier Leute gibt die an dich denken und dich nicht vergessen - ganz egal wie lange du nicht vorbei schaust.
liebe Grüße
pingu
danke für dein Angebot. Aber ich hätte etwas besseres damit vor: deponiere die Münze bitte in einem Teil deiner Sammlung, den du häufig betrachtest. So wirst du immer daran erinnert, das es hier Leute gibt die an dich denken und dich nicht vergessen - ganz egal wie lange du nicht vorbei schaust.
liebe Grüße
pingu
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- Numis-Student (Mo 09.03.26 14:42) • sigistenz (Mo 09.03.26 18:00) • Atalaya (Mo 09.03.26 18:00)
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Re: Whatizzit?
Eure freundliche Begrüssung hat mich sehr gerührt, ich brauchte ein paar Tage, um darauf zu reagieren. Herzlichen Dank !
Chippis Frage nach der schwedischen Fälschung der 5-Kopeken-Stücke Katharinas II. liess mich an alte Zeiten denken Als es noch Ladengeschäfte gab, wo man sich Münzen vorlegen lassen konnte.....ein Tablett nach dem andern.
Aber zunächst ein paar Worte zu den schwedischen Fälschungen, den Avesta 5 Kopeken, ohne lange nachzugucken, nur soweit mir diese Geschichte noch im Gedächtnis ist. Zu Zeiten Katharinas der Grossen bekriegten sich Schweden und Russland (“Nordischer Krieg” ). Schweden prägte insgeheim die damals in Russland umlaufenden riesigen kupfernen 5-Kopeken-Stücke nach, zur Verwendung durch seine Truppen in Russland. Zwar passten Gewicht und Durchmesser, aber die Darstellung auf beiden Seiten (vom Rand ganz zu schweigen) war nur so ähnlich wie echte Stücke, mit erheblichen Prägeschwächen, ziemlich hässliche Machwerke, von echten Stücken leicht zu unterscheiden. Aber selten und sehr teuer.
Es war wohl in den 1970ern, als ich in einem rheinischen Münzgeschäft nach russischen Münzen fragte. Ein Mann mit schrecklichem Mundgeruch legte ein Beba-Tablett voller 5-Kopeken-Stücke, 25 also, ohne Preisschilder, auf die Ladentheke. Auf den ersten Blick nichts in vorzüglich, alles unterhalb meiner Ansprüche. Auf den zweiten Blick aber... eins davon war doch Avesta! Unansehnlich wie es war, fiel es in dieser Gesellschaft gar nicht auf. "Was kosten die denn so?" "Kommt drauf an." "Und diese hier?" Der Verkäufer schlug den Harris auf, die damalige Referenz für russische Münzen. Die Seite, wo sie standen, alle 35 Jahrgänge, bewertet mit je $30.00. Unter der Aufstellung ein Hinweis auf Avesta. Darauf achtete der Verkäufer aber nicht, sein Finger glitt zum Jahrgang des normalen Stücks. "75 Mark". Das war für ein normales Stück in "schön" viel zu teuer. Ich zahlte klaglos und steckte das Ding ein.
Was damals der MarktWert dieses Avesta-Jahrgangs war, weiss ich nicht mehr, er lag aber wohl bei über 1000 DM.
Hätte ein Laie mir das Stück unter die Nase gehalten "Was ist das, was ist das wert?" hätte ich ihn korrekt beraten.
So aber hatte ich ein Glücksgefühl, keine Spur von schlechtem Gewissen.
Da das Stück erhaltungsmässig meinem Anspruch nicht genügte, tauschte ich es kurz darauf mit einem Sammlerfreund gegen zwei fast vorzügliche frühe Rubel von Zarin Katharina I., ich glaube von 1726. Die wiederum konnte ich für 1200 Mark verkaufen.
Ein Glücksfall, wie er nur alle paar Jahre vorkommt! Schlechte Geschäfte gab es aber auch.
Chippis Frage nach der schwedischen Fälschung der 5-Kopeken-Stücke Katharinas II. liess mich an alte Zeiten denken Als es noch Ladengeschäfte gab, wo man sich Münzen vorlegen lassen konnte.....ein Tablett nach dem andern.
Aber zunächst ein paar Worte zu den schwedischen Fälschungen, den Avesta 5 Kopeken, ohne lange nachzugucken, nur soweit mir diese Geschichte noch im Gedächtnis ist. Zu Zeiten Katharinas der Grossen bekriegten sich Schweden und Russland (“Nordischer Krieg” ). Schweden prägte insgeheim die damals in Russland umlaufenden riesigen kupfernen 5-Kopeken-Stücke nach, zur Verwendung durch seine Truppen in Russland. Zwar passten Gewicht und Durchmesser, aber die Darstellung auf beiden Seiten (vom Rand ganz zu schweigen) war nur so ähnlich wie echte Stücke, mit erheblichen Prägeschwächen, ziemlich hässliche Machwerke, von echten Stücken leicht zu unterscheiden. Aber selten und sehr teuer.
Es war wohl in den 1970ern, als ich in einem rheinischen Münzgeschäft nach russischen Münzen fragte. Ein Mann mit schrecklichem Mundgeruch legte ein Beba-Tablett voller 5-Kopeken-Stücke, 25 also, ohne Preisschilder, auf die Ladentheke. Auf den ersten Blick nichts in vorzüglich, alles unterhalb meiner Ansprüche. Auf den zweiten Blick aber... eins davon war doch Avesta! Unansehnlich wie es war, fiel es in dieser Gesellschaft gar nicht auf. "Was kosten die denn so?" "Kommt drauf an." "Und diese hier?" Der Verkäufer schlug den Harris auf, die damalige Referenz für russische Münzen. Die Seite, wo sie standen, alle 35 Jahrgänge, bewertet mit je $30.00. Unter der Aufstellung ein Hinweis auf Avesta. Darauf achtete der Verkäufer aber nicht, sein Finger glitt zum Jahrgang des normalen Stücks. "75 Mark". Das war für ein normales Stück in "schön" viel zu teuer. Ich zahlte klaglos und steckte das Ding ein.
Was damals der MarktWert dieses Avesta-Jahrgangs war, weiss ich nicht mehr, er lag aber wohl bei über 1000 DM.
Hätte ein Laie mir das Stück unter die Nase gehalten "Was ist das, was ist das wert?" hätte ich ihn korrekt beraten.
So aber hatte ich ein Glücksgefühl, keine Spur von schlechtem Gewissen.
Da das Stück erhaltungsmässig meinem Anspruch nicht genügte, tauschte ich es kurz darauf mit einem Sammlerfreund gegen zwei fast vorzügliche frühe Rubel von Zarin Katharina I., ich glaube von 1726. Die wiederum konnte ich für 1200 Mark verkaufen.
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