Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Deutschland vor 1871
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Lucius Aelius
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Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Beitrag von Lucius Aelius » Mo 23.05.22 12:18

Hallo,

ich hatte längere Zeit nach einem 2/3 Taler des Großen Kurfürsten Ausschau gehalten, der mir von der Erhaltung (ohne die üblichen Prägeschwächen / Abnutzungen) zugesagt hätte. Jetzt konnte ich dieses Berliner Stück relativ preiswert ersteigern.

Vom Aussehen und vom Gewicht (16,83 g) erschien er mir unverdächtigt, allerdings hat mich der fast völlig fehlende helle Silberklang irritiert. Bei einer kurzen Recherche im Netz stieß ich auf die bis 1690 dauernde "Kleine Kipper- und Wipperzeit" und das etwa zu jener Zeit die brandenburgischen Großsilbermünzen schlechteres Silber besessen haben sollen wie die kursächsichen. Das würde die Klangprobe erklären. Der rand ist übrigens befeilt.
Kann das jemand verifizieren?

Meine zweite Bitte wäre die um eine/mehrere Katalogzitat(e). Ich tu mich da schwer. Macht es bspw. einen Unterschied aus, ob die Nominalangabe 2/3 von zwei Klammern umgeben (wie bei meinem Exemplar) oder von Perlen umrahmt ist?

FW av.jpg
FW rv.jpg
Vielen Dank!
Gruss
Lucius Aelius

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Numis-Student
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Re: Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Beitrag von Numis-Student » Mo 23.05.22 19:02

Hallo,

für dieKlangprobe ist es auch entscheidend, dass der Schrötling homogen ist: Bei deinem Exemplar gibt es einen Schrötlingsfehler im Wappen der Rückseite, und einen Schrötlingsriss im R von FRID. Das zusammen kann schon dafür sorgen, dass das Stück "Plock" statt "Pliiiiiing" sagt ;-)

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Lucius Aelius
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Re: Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Beitrag von Lucius Aelius » Di 24.05.22 05:13

Danke!
Das ist ja immerhin schon mal etwas.
Gruss
Lucius Aelius

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mimach
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Re: Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Beitrag von mimach » Di 24.05.22 09:17

Schrötter führt unzählige Varianten dieses Jahrgangs auf.
Emil Bahrfeldt erwähnt dieses Nominal auch. Bei Bahrfeldt bekommst du zusätzlich sehr viel Geschichte und Hintergrundinformationen.
Beide gibt es kostenfrei bei verschiedenen Uni-Bibliotheken

F. Freiherr von Schrötter, Die Münzen Friedrich Wilhelms des Großen Kurfürsten und Friedrichs III. von Brandenburg (1913)

Alle Bahrfeldts
https://www.digitale-bibliothek-mv.de/v ... 1612191/0/
——••——
Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will.

John Steinbeck (1902-68)
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Re: Hilfe bei Bestimmung und Echtheit

Beitrag von Lucius Aelius » Di 24.05.22 10:05

Herzlichen Dank für deine Hilfe!
Da werde ich mich gleich mal bei Bahrfeldt einlesen.
Gruss
Lucius Aelius

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