Balbinus bei CNG

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Pscipio
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Balbinus bei CNG

Beitrag von Pscipio » Mi 09.05.07 18:54

http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 1&Lot=1457

http://www.coinarchives.com/a/lotviewer ... 02&Lot=707

Schaut euch mal die Liberalitas auf der zweiten Münze an und vergleicht sie mit derjenigen auf der ersten Münze.

Solche Sachen findet man jetzt leider auch bei CNG immer öfter. Traurig, traurig.

Pscipio
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helcaraxe
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Beitrag von helcaraxe » Mi 09.05.07 18:57

fields very lightly smoothed.
Wohl etwas mehr als das, oder?
Viele Grüße
helcaraxe
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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Mi 09.05.07 19:43

Und dann schreiben sie:

This reverse is apparently unrecorded with the column next to Liberalitas.

Bei so nachgeschnitzter Liberalitas wird die Frage, ob die Säule schon immer da war, möglicherweise unbeantwortret bleiben müssen. Traurig.

Homer
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Beitrag von curtislclay » Mi 09.05.07 20:23

Die Säule wurde hinzugefügt, weil die erste Münze anscheinend vom selben Rs.-Stempel ist und sie NICHT zeigt, und weil in dem Liberalitas-Typ von Balbinus und Pupienus eine Säule sonst nie vorkommt.

Mir ist unklar, ob auch Pscipio die Stempelgleichheit aufgefallen ist.

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Beitrag von Pscipio » Mi 09.05.07 20:42

curtislclay hat geschrieben:Mir ist unklar, ob auch Pscipio die Stempelgleichheit aufgefallen ist.
Ja, darum habe ich die unbearbeitete Münze auch gezeigt: um die Bearbeitung der Zweiten (Drapierung, Cornucopiae, "Säule") offensichtlich zu machen.
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Beitrag von Homer J. Simpson » Mi 09.05.07 20:43

Aha, das ist also eine herabhängende Gewandfalte, die hier auf der zweiten Münze entweder zur Säule verlängert (ich sehe das auf dem Bild schlecht) oder zur Säule umgedeutet wurde.

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Beitrag von Peter43 » Mi 09.05.07 22:11

Genau das ist es!
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Beitrag von chinamul » Do 10.05.07 10:30

Man mußte die Feldpartie in der unteren Hälfte des Rv. nicht nur "sehr leicht glätten", sondern schon ganz schön massiv abtragen, um rechts aus dem herabhängenden Gewandzipfel noch eine Säule und links ein etwas nach außen gestelltes rechtes Bein der Liberalitas herauskitzeln zu können. Die Stichelspuren bei den Gewandfalten am Oberkörper und am Schaft des Füllhorns sowie die ziemlich mißglückten Konturen vor allem des rechten Armes verraten zudem keinen besonders virtuosen Umgang des Münzverderbers mit seinem Handwerkzeug. Da haben wir doch schon weit Besseres gesehen!
Ich frage mich auch, ob der Bearbeiter hier tatsächlich die Absicht hatte, ein unpubliziertes und damit teureres Stück zu schaffen, oder ob ihm nicht vielmehr das originale Aussehen dieser Münze schlicht unbekannt war und er daraufhin mit seinem Schaber nur das heraushob, was er zu erkennen glaubte.
Trotz aller Mängel hat diese Gurke dennoch erstaunliche $1600 erzielt, was ein bezeichnendes Licht auf die Tatsache wirft, daß eben nicht immer Kaufkraft und Sachverstand auf einem Holze wachsen!!!

Gruß

chinamul
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Beitrag von Durmius » So 13.05.07 11:35

curtislclay hat geschrieben:Die Säule wurde hinzugefügt, weil die erste Münze anscheinend vom selben Rs.-Stempel ist und sie NICHT zeigt, und weil in dem Liberalitas-Typ von Balbinus und Pupienus eine Säule sonst nie vorkommt.

Mir ist unklar, ob auch Pscipio die Stempelgleichheit aufgefallen ist.
Ich wurde es nich sagen, dass von die gleichen Stempel sind, eine ist aber ganz deutlich tooling oder nachgemacht, aber mal schauen die untersichd
Zwinche die R und die A kan man sehen eine Distanz die ist su sehen in 2 Münze

Grüsse


Durmius
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Beitrag von Pscipio » So 13.05.07 11:41

Der Abstand ist nicht grösser, sondern die Buchstaben sind dort nur etwas verwackelt durch einen leichten "Doppelschlag" (nicht ein eigentlicher Doppelschlag. Im Englischen sagt man dem "die shift", im Deutschen kenne ich kein passendes Wort dafür), dadurch wirkt das A (aber auch das folgende L) kleiner, was zum falschen Eindruck führt, es könnte sich um zwei verschiedene Stempel handeln. Es ist aber der gleiche Stempel, das beweisen die ansonsten identischen Buchstaben und Abstände.

Gruss, Pscipio
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Beitrag von Durmius » So 13.05.07 11:58

IN Anvers Seite sehe ich auch das die Buchstabe etwas anderssind, aber in diese fals konntet sein weil der Stempel etwas Schade hat.( C con CAESAR)

Grüsse

Durmius
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Beitrag von Pscipio » So 13.05.07 12:04

Die Vorderseiten sind von verschiedenen Stempeln, das ist richtig, das sieht man z.B. daran, dass der Lorbeerkranz bei der einen Münze zwischen E und L zeigt, bei der anderen aber zwischen L und B.

Gruss, Pscipio
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Beitrag von Durmius » So 13.05.07 12:08

Aufjeden fals ist ganz sicher das die Münze nachgearbeit ist, das ohne Zweivel
Immer koimmen leider oftmal Fälschugen ( Wie bei NAC Nächtes Auktion Lot n 29) und noch mehr nachgearbeitet Münzen.

Grüsse

Durmius
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Beitrag von Homer J. Simpson » So 13.05.07 12:12

"Die shift" könnte mal mit "Stempelverrutschung" übersetzen; etwas umstädlich, aber ich denke, das beschreibt den Vorgang.

Homer
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Beitrag von Pscipio » So 13.05.07 12:20

Ja, das kommt etwa hin, danke! Dieses Phänomen sieht man bei Münzen aus dieser Zeit sehr oft; vor allem bei Sesterzen von Philip und Gordian fällt es mir häufig auf.
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