Ich halte das ebenfalls mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für einen ptolemäischen evtl. auch seleukidischen Adler. Keinesfalls für eine neuzeitliche Prägung. Soweit man das halt anhand von Fotos schlecht erhaltener Münzen beurteilen kann. Was mich aber irritiert, ist die horizontale Zweiteilung des Stückes. Für einen Augeblick hatte ich vermutet, dass es sich um zwei verbackene Münzen handeln könnte? Keine meiner vergleichbaren Bronzemünzen zeigt auch nur ansatzweise eine solche "Zweiteilung".
... Was mich aber irritiert, ist die horizontale Zweiteilung des Stückes. ...
Die ptolemäische Münzprägung war wohl technisch recht uneinheitlich und nicht immer auf der Höhe der Zeit, um es mal so zu sagen . Es gibt dazu eine ganze Reihe von Untersuchungen von Thomas Faucher: https://cnrs.academia.edu/ThomasFaucher
Ich hab' mich da jetzt nicht hinein vertieft, aber könnte es nicht sein, dass die Münzen im Inneren insgesamt eine inhomogene Struktur besaßen, bei der eine Schicht in der Mitte leichter korrodiert als die Oberfläche?
... Was mich aber irritiert, ist die horizontale Zweiteilung des Stückes. ...
Die ptolemäische Münzprägung war wohl technisch recht uneinheitlich und nicht immer auf der Höhe der Zeit, um es mal so zu sagen . Es gibt dazu eine ganze Reihe von Untersuchungen von Thomas Faucher: https://cnrs.academia.edu/ThomasFaucher
Ich hab' mich da jetzt nicht hinein vertieft, aber könnte es nicht sein, dass die Münzen im Inneren insgesamt eine inhomogene Struktur besaßen, bei der eine Schicht in der Mitte leichter korrodiert als die Oberfläche?
Gruß
Altamura
Den FAUCHER-Aufsatz muss ich mir auch ersteinmal in Ruhe durchlesen - besten Dank für den Link!
Bislang bin ich von einzeln gegossenen Schrötlingen ausgegangen. Die deutlich scharfe Schichtung/Zweiteilung dürfte dabei eigentlich nicht auftreten. Irgendetwas ist da wohl schief gelaufen Vielleicht sind wir aber nach der Lektüre schlauer.
Grüße + ein schönes Wochenende
Tilos
Ich habe schon ein Teil der Texte überflogen und diverse Hinweise auf inhomogene Schrötlinge gefunden sowie in Massen aus Ausgrabungen stammende und im Museum eingelagerter nicht restaurierbarer/restaurierungswürdiger Münzen. Wenn ich mal Zeit habe, vertiefe ich die Lektüre... Leider kann ich kein französisch, aber wozu gibt es die zahlreichen Übersetzungsprogramme - ich persönlich bevorzuge DeepL.