Wieviele römische Münztypen gibt es?

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

BlackOut
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Wieviele römische Münztypen gibt es?

Beitrag von BlackOut » Mo 19.10.09 18:23

Eine Frage, die mich schon eine zeitlang begleitet.

Wie viele verschiedene römische Münzen gibt es?
Zeittechnisch von Augustus bis zum letzten Kaiser des Spätroms.

Wagt jemand eine Schätzung?

Grüsse,
BlackOut

Theo
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Re: Wieviele römische Münztypen gibt es?

Beitrag von Theo » Mo 19.10.09 18:45

BlackOut hat geschrieben:Eine Frage, die mich schon eine zeitlang begleitet.

Wie viele verschiedene römische Münzen gibt es?
Zeittechnisch von Augustus bis zum letzten Kaiser des Spätroms.

Wagt jemand eine Schätzung?

Grüsse,
BlackOut
Es ist ja Recht schwer zu sagen, da durch die Münzreformen wurde die Münzprägung und hiermit Münztypen und va. das Gewicht der Münzen geändert.

Deswegen fällt die Klassifizierung der Münzen ja schwerer.

Also nach Nominalwert oder nach Gewicht...???


Gruß

Theo

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Mo 19.10.09 18:56

Sollen auch kleine Varianten(z.B. bei Folles) mitgezählt werden??
viele grüße,
Submuntorium

BlackOut
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Beitrag von BlackOut » Mo 19.10.09 19:00

Ich wollte mal schauen, welche Zahlen geschätzt werden.
Das heisst, auch alle 'Währung-Varianten' zählen dazu.

Vielleicht kennt sogar die Anzahl verschiedener Münzen aus dem RIC?

zum Grusse,
BlackOut

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Beitrag von Pscipio » Mo 19.10.09 19:02

Ich habe nur für Probus mal eine grobe Schätzung von 25'000 Typen und Varianten gehört. Und der hat noch nicht mal eine richtige Provinzialprägung.

Für alle Kaiser und alle Prägestätten kann man das meiner Meinung nach überhaupt nicht sinnvoll abschätzen.
Nata vimpi curmi da.

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Beitrag von Submuntorium » Mo 19.10.09 19:16

Ich denke das geht in die Millionen!
viele grüße,
Submuntorium

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Beitrag von Peter43 » Mo 19.10.09 21:46

Wenn es bereits Probus 25.000 sein sollen, dann geht es eher in die Milliarden!

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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Beitrag von Pscipio » Mo 19.10.09 21:54

Wobei: was Varianten imperialer Münzen betrifft, ist Probus sicher mit an der Spitze der Rangliste, wenn nicht sogar der Führende überhaupt! Es gibt ja auch viele Kaiser, die viel weniger Varianten geprägt haben, nur schon weil es früher weniger Prägesätten und keine Offizinangaben gab.
Nata vimpi curmi da.

maxtrax
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Beitrag von maxtrax » Mo 19.10.09 21:58

Peter43 hat geschrieben:Wenn es bereits Probus 25.000 sein sollen, dann geht es eher in die Milliarden!

Mit freundlichem Gruß
Oh man das macht mir ja richtig Mut als Neuling, alle werde ich dann wohl nicht so schnell zusammen bekommen :wink:
Dann werde ich mal schauen auf welchen kleinen Kreis ich mich erstmal beschränken werde.

Gruß

Lemur
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Beitrag von Lemur » Mo 19.10.09 22:49

Schlußendlich ist jede antike Münze ein Unikat.
Selbst bei stempelgleichen Stücken ist ja zumindest der Schrötling etwas anders.
Dazu kommt dann noch die Umlaufgeschichte einer Münze welche ihre Erhaltung mitbestimmt und nicht zuletzt auch noch ihr heutiger Zustand(Patina etc.)
So gesehen gibt es sicherlich etliche Zigmillionen römischer Münzen-noch heute!
...das ganze Mee`volle`´öme`.

alexander20
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Beitrag von alexander20 » Di 20.10.09 07:49

Hallo maxtrax,

es gibt Sammlungen römischer Münzen , wo bereits in der zweiten dritten und vierten Generation gesammelt wird. Aber auch diese Sammlungen enthalten nur einen Bruchteil dessen, was während der Zeit des Römischen Reiches so alles geprägt wurde. Was ich damit sagen will, es ist unmöglich alles zusammenzutragen , was so geprägt wurde. Fast alle sammler spezialisieren sich und selbst dann wirst Du Dein Leben lang Sammlen ohne alle Stücke Deines Gebietes zu besitzen. Aber gerade das macht ja den Spass aus!! Ich selbst habe mich z.B . auch die severische Dynastie (und da auch nur auf bestimmte Nominale) und die spätrömische Kuperprägungen spezialisiert.

Also viel viel Spass bei Deinem neuen Hobby!

wünscht Dir

alexander20

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Di 20.10.09 20:19

Der erste Riesenunterschied, wenn man von modernen zu antiken Münzen übergeht, ist das Über-Bord-Werfen des Komplettheits"ideal"s. Das ist kein Verlust, sondern eine Befreiung.

Wenn Du z.B. Deutsches Reich nach Jaeger sammelst - viel Spaß! Am Schluß weißt Du irgendwann: ein paar hundert Sammlungen schauen genau so wie meine aus. Da fehlt der Pfennig von 1902J, da gehört 10 Pfennig 1892J rein, von den 50ern J.318 ist maximal einer überhaupt da, etc.etc.

Als Sammler von antiken Münzen weißt Du, daß es ein Ziel nicht gibt. Viele kleine Ziele, viele kleine Erfolge. Und Du wirst Münzen haben, die nicht publiziert sind und die Du vielleicht als Einziger hast - oder einer von uns hat noch eine? Wer weiß? Auch als kleiner Amateur kann man interessante Beiträge zum gigantischen Puzzle der antiken Münzprägung leisten. Davon kann man bei den modernen Münzen nur träumen.

Homer
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Beitrag von maxtrax » Di 20.10.09 20:50

Hallo Alexander20 und Homer,
ihr habt natürlich vollkommen recht mit dem was ihr schreibt.
Man muss sich wohl wirklich von diesem Komplettierungswahn befreien auch wenn das am Anfang schwer ist, da ja bei vielen Sachen die man so sammeln kann das komplette besitzen eigentlich das Ziel ist.

Mein Hauptsammelgebiet werden wohl erstmal die Münzen von Septimius Severus-Maximinus Thrax sein, jedenfalls ist das der Bereich in dem ich mich derzeit mit meinen noch wenigen Münzen bewege.
Was natürlich nicht bedeutet, dass ich mir nicht auch die eine oder andere Münze außerhalb dieses Bereiches in die Sammlung legen würde, was ja auch schon geschehen ist, mit einem As des Augustus.

Ich bin jedenfalls voll infiziert vom Hobby römische Münzen zu sammeln.
Nachdem ich bis jetzt eigentlich nur bei Ebay meine Münzen gekauft habe, werde ich Ende November mal zur Münzbörse nach Hannover fahren, ist meine erste Börse und ich freue mich schon..

Gruß
Maxtrax

alexander20
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Beitrag von alexander20 » Mi 21.10.09 07:40

Hallo maxtrax,

ja Münzbörsen haben immer eine ganz besondere Athmosphäre. Für mich ist der Besuch von Münzbörsen beim Sammlen von Münzen unabdingbar. Man kann die Stücke in die Hand nehmen, was ich persönlich für ganz wichtig halte, insbesondere dann,wenn es sich um Stücke in gehobenen Preissegmenten handelt. Empfehlenswert ist natürlich auch die Teilnahme an - realen, nicht virtuellen- Auktionen. Du wirst dort viele erfahrene Sammler, aber auch Händler aus aller Welt kennenlernen. Und ganz nebenbei finden Auktionen in aller Regel in einen schönen Ambiente statt, was die Teilnahme sehr angenehm macht.
Und Severus bzw. Münzen der severischen Dynastie zu sammeln ist auch keine schlechte Entscheidung. Aber zugegeben, da bin ich natürlich etwas voreingenommen, das ist auch mein Spezialgebiet. Ich finde die severische Dynastie einfach sehr spannend mit so besonderen Herrschern wie Caracalla , Elagabal ,aber auch mit bedeutenden Kaiserinnen wie Julia Domna und tragischen Kaiserinnen wie Plautilla.

alexander20

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areich
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Beitrag von areich » Mi 21.10.09 09:26

Ich kann mich Homer nur anschließen, moderne Münzen würde ich aus diesen Gründen nie sammeln. Je nachdem, wei modern ist teilweise alles bekannt,
welche Münzen gibt es, wo wurden die in welcher Auflage geprägt etc.
Wenn ich schon das Wort 'Fehlliste' höre! Das ist das genaue Gegenteil von dem,
was mir am Sammeln so gefällt. Natürlich kann man mal eine kleineres, mehr oder weniger willkürlich selbst definiertes Gebiet 'komplett' sammeln. Aber das ist dann nur eine kleine Spezialisierung, vielleicht nur eine von vielen.

Gerade die Tatsache, daß es so einfach ist (bei Imperialen weniger aber auch da kommt es vor), unpublizierte Stücke zu finden macht die Sache interessant.

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