Schwarzer Fleck

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antisto
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Schwarzer Fleck

Beitrag von antisto » So 13.11.16 14:30

Nachdem ich nach längerer Zeit mal wieder mein etwas lieblos zusammengestelltes Album mit den verschiedenen 1 und 2 Cent Typen und Varianten hervorgekramt habe, staunte ich nicht schlecht, dass auf einigen Münzen - zum Glück sind teurere nicht dabei - sich unschöne schwarze Flecke gebildet haben.
Ja, ja, ich weiß, Münze gehören in kein Album, aber es ist doch sooo praktisch und platzsparend und vergleichsweise günstig...
Meine Fragen beziehen sich daher auf eine Übergangsphase, bis ich eine andere Form der Aufbewahrung gefunden habe (die ich zur Zeit noch scheue):
Woran liegt das? Vor allem auch, weil manche Münzen davon betroffen sind, andere (und zwar die Mehrheit) nicht. Feuchtigkeit, die mit dem Einsortieren der Münze da ins Rähmchen gekommen ist?
Lässt sich das ohne Zuhilfenahme eines Chemielabors entfernen oder muss ich damit leben?
Besteht die Gefahr, dass auch die anderen Münzen davon betroffen werden? Immerhin blieben sie teilweise über 10 Jahre von solchen Flecken verschont.
Und schließlich: Betrifft dieses Problem nur die kupferfarbenen Münzen?
Wäre euch dankbar über hilfreiche und wegweisende Antworten. :!: :wink:
Schon mal danke,
AS
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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von olricus » So 13.11.16 22:58

Hallo antisto,

der Fleck ist wohl kaum noch ohne Schäden an der Münze zu entfernen, also erst mal alle anderen Stücke aus dem
Album entfernen !
Die Stücke sind bekanntlich Eisen plattiert, es kann also auch das Eisen mit dem Weichmacher des Albums reagiert
haben, vielleicht ist es einfacher, ein neues Stück zu beschaffen.
Einen Versuch mit dem Einlegen in Essig oder Zironensäure würde ich machen.
Bei hartnäckigen Flecken versuche ich das Abreiben mit Haushaltsnatron im feuchten Zustand.
Wenn Du Deine Münzen aus dem Album entfernst, dann solltest Du diese auch mit Natron abreiben, da der Weichmacher
noch zu späteren Schäden führen kann.
Viel Erfolg olricus

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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von antisto » Mo 14.11.16 00:21

Danke für die Einschätzung.
Da ich mich mit dem Thema noch nie beschäftigt habe, direkt der Nachfrage: Handelsüblicher Essig Essenz 25%? Und handelsüblicher Natron aus der Apotheke? Gilt das nur für die Münzen mit Flecken, oder nach deiner Einschätzung für alle Münzen im Album? Gibt es dabei irgendwas zu beachten? Oder irgendeinen hilfreichen Link, vielleicht zu einem Beitrag hier aus dem Forum
LG,
AS
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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von olricus » Mo 14.11.16 23:03

Hallo,
ich hab mich bei der Reinigung meiner Münzen immer nach dem Buch von Mehlhausen " Handbuch zur Münzpflege" gerichtet,
mit gutem Erfolg, will aber dafür keine Reklame machen.
Beim Essig ruhig mal Essenz verwenden, bezweifele aber den Erfolg, beim Natron aus dem Supermarkt (z.B. Kaiser Natron), nicht
aus der Apotheke. Mein Tipp, Münze anfeuchten und dann die betreffende Stelle mit dem Natron abreiben.
Ich denke mal, dass sich der Aufwand für dieses Stück nicht lohnt, aber für Deine anderen Münzen ist es sicher vorteilhaft.
Garantie übernehme ich natürlich nicht.
Grüße von olricus

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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von sigistenz » Mo 14.11.16 23:21

Kaiser Natron kommt in einer Riesenpackung - Backpulver tut's auch.
Sigi
Sieh meine Russland-Kupfer-Sammlung
www.sigistenz.com

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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von antisto » Di 15.11.16 23:00

Den Mehlhausen habe ich sogar auch. :wink:
Ich scheue mich nur davor, Münzen aus diesem Album, die absolut unzirkuliert sind und keine Fehler aufweisen, sozusagen prophylaktisch mit Natron abzureiben. Geht dadurch nicht der Stempelglanz verloren bzw. es verändert die Münzen optisch?
Allemal danke für eure hilfreichen Tipps.
AS
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Re: Schwarzer Fleck

Beitrag von Numis-Student » Mi 16.11.16 10:14

Solche Reinigungen sollte man IMMER vorher an einigen wertlosen Münzen üben... in diesem Fall bieten sich Kupferlinge aus dem Umlauf an, die noch kaum Umlaufspuren haben (Und am besten vorher/nachher Fotos machen).

MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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