Numis-Student hat geschrieben:Hallo,
sehr interessant. So etwas ist mir von modernen Münzen bekannt, aber in der Antike habe ich so etwas noch nie gesehen...
Schöne Grüße,
MR
Ein wunderschönes Beispiel für "Münzen, die eine Geschichte erzählen" (die ich, wie bekannt sein dürfte, z.T. mehr schätze als so "geleckte Kabinettstücke in Prachterhaltungen") - aber vor vielen, vielen Jahren habe ich mal was Vergleichbares gesehen (leider wollte sich der Besitzer nicht davon trennen...):
Ein genauso ausgefeiltes Porträt des Postumus von einer Mittelbronze ("As" oder reduz. Sesterz - jedenfalls keine Strahlenkrone, sondern mit Lorbeerkranz), der zweifelsfrei als
Kettenanhänger gearbeitet war (oben mit einer Öse) und - nach meinem damaligen Empfinden - offenbar auch lange so getragen wurde, weil der Revers weitgehend abgegriffen war (heute würde ich diese damalige Auffassung von mir hinterfragen, weil die Bronzen des Postumus gerade auf dem Rv z.T. mit grauslichen Stempeln geprägt worden waren).
Da das Stück aber extrem geputzt war, gingen die meisten Leute, die das "Ding" damals gesehen hatten, davon aus, daß es möglicherweise keine antike Arbeit war, sondern eher frühe Neuzeit. Wenn ich das Stück hier jetzt sehe, wäre wohl auch diese Vermutung aus heutiger Sicht zu relativieren... Naja, ich war damals noch sehr jung...
