Es ist ein Rechenpfennig, vorn: *CORNELIVS. LAUFFERS. RECHN. PFEN., hinten: *GOTTES. REICH. BLEIBT. EWIG. Hergesteellt von Cornelius Lauffer (1658 - 1711), Rechenpfennigmacher in Nürnberg.
Gruß Chippi
Wurzel hat geschrieben:@ Chippi: Wirklich gute Arbeit! Hiermit wirst du zum Byzantiner ehrenhalber ernannt! ;-)
Münz-Goofy hat geschrieben: Hallo Chippi, wenn du... kannst, wirst Du zusätzlich zum "Ottomanen ehrenhalber" ernannt.
So ein Rechenpfennig in dieser Erhaltung würde einem der wenigen Spezialsammler vielleicht einen Betrag um fünf Euro entlocken. Grüße, KarlAntonMartini
Münzsammler seit 60 Jahren. Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden und der Oriental Numismatic Society.
Auch in Fürth. Rechenpfennige wurden in Europa an vielen Orten hergestellt, Nürnberg war vom 15.-18. Jahrhundert führend in Deutschland. Der Cornelius Lauffer war einer der zunftmäßigen Meister, deren Zahl streng begrenzt war. Die Nürnberger Rechenpfennige wurden in ganz Europa verwendet, es gibt bestimmt weit über tausend verschiedene Typen. Das Rechnen mit dem Rechenbrett, bei dem durch auf bestimmte Linien aufgelegte Rechenpfennige die Zahlwerte dargestellt wurden und so sehr schnell die Grundrechenarten ausgeführt werden konnten, war bis ins 18. Jahrhundert Standard bei Kaufleuten. - Darüberhinaus wurden die Rechenpfennige auch als Spielgeld und als Kleingeldersatz gebraucht. Grüße, KarlAntonMartini
Münzsammler seit 60 Jahren. Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden und der Oriental Numismatic Society.
Nochmal zu Preisen. Die hängen ab vom Alter (solche aus dem 15. und 16. Jahrhundert sind deutlich teurer), der künstlerischen Qualität, der Erhaltung und der Begehrtheit des einzelnen Stücks. Der Markt ist klein, aber wenn mal zwei reiche Russen um ein Stück kämpfen, passiert schonmal sowas: http://www.coinarchives.com/w/lotviewer ... 5&Lot=7106
Also ein schon sehr hoher Ausrufpreis nach meinem Gefühl von 50 Euro, der dann bis 950 Euro gesteigert wurde. Es kann aber durchaus passieren, daß das gleiche Stück jahrelang in der Wühlkiste eines Händlers schlummert, der es für drei Euro verkauft hätte. Grüße, KarlAntonMartini
Münzsammler seit 60 Jahren. Mitglied im Numismatischen Verein zu Dresden und der Oriental Numismatic Society.
Diesen alten Thread habe ich auf der Suche nach "Lauffer" gefunden und ihn wiederbelebt. Zunächst als Lehrstück, was mit Fotos passiert, die nicht hier direkt hochgeladen werden, sie sind später einfach weg und der Thread wird damit weitgehend sinnlos, deshalb insistiert die Moderation hier so auf das direkte Herunterladen von Bildern. -
Aber dann ist ein gerade erworbener Messingjeton (ca. 17 mm) Anlaß zu folgender Frage: Der Jeton zeigt die englischen Herrscher William und Mary (1689-1694) und ist zeitgenössisch. Als Hersteller ist genannt: LAZ. GOTTL. LAVER. Also klar "Lauer" statt "Lauffer". In der Literatur kommt nur ein Lazarus Gottlieb Lauffer (1663-1709) vor. Man sollte aber meinen, daß ein Münzmeister schon in der Lage war, seinen Namen richtig zu schreiben. Hat jemand eine Idee dazu?
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