Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Moderator: Homer J. Simpson
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Vielen Dank für deinen Link zum FAC.
Die postings von Curtis Clay zum Thema "Emesa" sind sehr interessant und aufschlussreich!
Die postings von Curtis Clay zum Thema "Emesa" sind sehr interessant und aufschlussreich!
Gruss
Lucius Aelius
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Das finde ich auch.Lucius Aelius hat geschrieben: ↑Di 14.04.20 14:03Die postings von Curtis Clay zum Thema "Emesa" sind sehr interessant und aufschlussreich!
Übrigens ist deine Münze wohl wirklich eine ganz frühe Ausgabe. Vom Portrait, besonders vom Bart fast schon ungewöhnlich. Wüsste ich es nicht besser, hätte ich da (ohne weitere Informationen) fast auf eine barbarische Imitation getippt.
Grüsse
Rainer
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Danke für deine Bestätigung der frühen Prägezeit.
Anhand der Legendenbuchstaben bei diesem Severus möchte ich demnächst noch Niger-Denare vergleichen, ob Rückschlüsse auf ein und demselben Stempelschneider möglich sind.
Ich finde diese östlichen Prägungen trotz des groben Stils interessant und die noch ungeklärten Fragen bzgl. der Münzstätten äußerst spannend.
Anhand der Legendenbuchstaben bei diesem Severus möchte ich demnächst noch Niger-Denare vergleichen, ob Rückschlüsse auf ein und demselben Stempelschneider möglich sind.
Ich finde diese östlichen Prägungen trotz des groben Stils interessant und die noch ungeklärten Fragen bzgl. der Münzstätten äußerst spannend.
Gruss
Lucius Aelius
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Hier der link zum posting von Franz mit dem Bild: viewtopic.php?p=362109#p362109aquensis hat geschrieben: ↑Do 09.02.12 17:25Der nächste Denar aus Emesa.
Septimius Severus (193 - 211)
Denar, Emesa, 194 - 195
RIC 424 var. ( COS I statt COS II ); C 675
AV: IMP CAE L SEP SEV PERT AVG COS I
RV: VICT • AVG •
Gew.: 3,068 gr.; Dm.: 17 - 18 mm; 12:00
Bei der AV Umschrift ist nur COS I statt II vorhanden !
Dieser Fehler scheint wohl mehrmals vorgekommen zu sein, denn RIC merkt zu der Nr. 430A an :
Obv. COS .I or II ( with second stroke lost on bust ) - ?
Grüsse Franz
Ich habe jetzt auch so ein Stück erwischt. Es ist aber tatsächlich eine COS I , denn der Platz unter der Büste, wo das zweite I manchmal zu finden ist, bleibt hier eindeutig leer. Vorderseitig übrigens stempelgleich.
Grüsse
Rainer
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Ein schönes Stück der Gruppe I https://www.forumancientcoins.com/board ... ic=41113.0
Glückwunsch!
Gruß
Lucius Aelius
Glückwunsch!
Gruß
Lucius Aelius
Gruss
Lucius Aelius
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Habe mir wieder einmal eine Münze aus Emesa eingefangen.
Bei dieser Münze ist mir das R vor BINCIPI aufgefallen.
Wie häufig ist diese Variante?
Bei dieser Münze ist mir das R vor BINCIPI aufgefallen.
Wie häufig ist diese Variante?
Gruß Fortuna
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Hast du mal ACSearch und OCRE abgefragt?
Geduld zahlt sich aus - meine Antwort nach gut vier Jahren.
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
In erster Linie musste ich feststellen, dass die Denare im Emesa-style doch in einer fast unüberschaubaren Vielfalt auftreten, die es mir unmöglich machen, dieses Sammelgebiet ernsthaft weiter zu führen. Ein weiterer Grund ist die Konkurrenz aus USA, und da möchte ich mich nicht mit einem geschätzten Forumsmitglied gegenseitig hochsteigern.
Trotzdem habe ich mir ein Julchen im Emesa-style ins Haus geholt - gar nicht so häufig.
Julia Domna
Denarius
Emesa(?)
193 v.Chr.
Av.: IVLIA DO - MNA AVG, draped bust right
Rev.: BONI E - VENTVS, Bonus Eventus standing left, holding basket of fruits and grain ears
RIC 616, Barry P. Murphy Coll. -
Beidseitig stempelgleich mit https://www.acsearch.info/search.html?id=7243507 (McAlee Coll.)
OCRE: https://numismatics.org/ocre/id/ric.4.ss.616 (2 Ex., vorderseitig stempelgleich mit BM 1979,0614.32)
Die rückseitige Legende macht den Anschein, dass sie BONI E - N (sic!)ENTVS lautet. Ich denke aber, dass es sich nicht um einen Schreibfehler, sondern um einen Stempelfehler handelt.
Trotzdem habe ich mir ein Julchen im Emesa-style ins Haus geholt - gar nicht so häufig.
Julia Domna
Denarius
Emesa(?)
193 v.Chr.
Av.: IVLIA DO - MNA AVG, draped bust right
Rev.: BONI E - VENTVS, Bonus Eventus standing left, holding basket of fruits and grain ears
RIC 616, Barry P. Murphy Coll. -
Beidseitig stempelgleich mit https://www.acsearch.info/search.html?id=7243507 (McAlee Coll.)
OCRE: https://numismatics.org/ocre/id/ric.4.ss.616 (2 Ex., vorderseitig stempelgleich mit BM 1979,0614.32)
Die rückseitige Legende macht den Anschein, dass sie BONI E - N (sic!)ENTVS lautet. Ich denke aber, dass es sich nicht um einen Schreibfehler, sondern um einen Stempelfehler handelt.
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- Numis-Student (Fr 04.04.25 20:49) • Arthur Schopenhauer (Fr 04.04.25 21:09) • Chippi (Mo 07.04.25 12:24)
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Sollte es dich noch interessieren: Barry P. Murphy weist auf diese Münze hin - auch mit diesem Schreibfehler!
SEV-295 - https://bpmurphy.ancients.info/severan/ssemesa10.htm
"Although not specifically listed in the references, the variety with the spelling error on the reverse is much more common than the variety which is spelled correctly."
Wie häufig diese Variante ist, lässt sich nur abschätzen, wenn man die Münze bei ACSearch & Co. durchforstet. Gerade bei den Emesianern sind in den letzten Jahren viele aufgetaucht. Schreibfehler sind an der Tagesordnung. Ich würde pauschal deine Münze als selten, aber nicht als Rarität klassifizieren.
Grüsse
Rainer
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Septimius Severus
Denarius
193 AD
Emesa(?)
Av.: IMP CE L SEP SEV PEPT AVG - Laureate head right
Rev.: LEG VIII AVG, TR P COS in exergue - Aquila between two signa
3,12 Gr., 6 h
RIC 357 Var.
B.M. 1997,1203.160 (same reverse die)
Status International Auction 406, Lot 10282
Zuletzt geändert von Perinawa am Mi 08.07.26 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Ein wunderschönes Stück, Glückwunsch!
Von dieser Rückseitenserie (LEG VIII AVG) habe ich 35 Exemplare gelistet mit 10 verschiedenen RV-Stempeln. Jedoch nicht diese Variante. Auch bei 145 AV-Stempel findet sich keine Verbindung. Entweder wurden beide Stempel nur sehr kurz genutzt und sind kaum bekannt, oder es ist eine sehr gute antike Nachahmung (Fälschung).
Der Stil ähnelt durchaus sehr der Ausgaben aus Emesa, jedoch widerspricht die Legende dieser Theorie.
Da es bei dem Portrait in den ersten Monaten auch einige skurrile und untypische Versionen gibt, welche teilweise nur kurz in Gebrauch waren, tippe ich persönlich auf meine erste Vermutung.
Von dieser Rückseitenserie (LEG VIII AVG) habe ich 35 Exemplare gelistet mit 10 verschiedenen RV-Stempeln. Jedoch nicht diese Variante. Auch bei 145 AV-Stempel findet sich keine Verbindung. Entweder wurden beide Stempel nur sehr kurz genutzt und sind kaum bekannt, oder es ist eine sehr gute antike Nachahmung (Fälschung).
Der Stil ähnelt durchaus sehr der Ausgaben aus Emesa, jedoch widerspricht die Legende dieser Theorie.
Da es bei dem Portrait in den ersten Monaten auch einige skurrile und untypische Versionen gibt, welche teilweise nur kurz in Gebrauch waren, tippe ich persönlich auf meine erste Vermutung.
- Perinawa
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Wo bitte ist hier der Widerspruch?
RIC 357 ist einer der frühesten syrischen Prägungen aus 193 n.Chr. (noch ohne COS II); der Stil war noch etwas anders als bei den späteren, und Legendenfehler waren die Regel.
Diese Münze ist sicherlich keine antike Imitation.
PS. Die Rückseite ist stempelgleich mit B.M. 1997,1203.160 https://www.britishmuseum.org/collectio ... 7-1203-160
Doch nicht nur solche im Emesa-style??? Du meinst sicher auch die stadtrömischen!
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Entschuldige, das passiert wenn man auf der Couch sitzt und nicht konzentriert ist.
Beide Legenden widersprechen (meiner Meinung nach) dieser Theorie. Zum einen spricht die AV-Legende für 193. Die ersten reichsrömischen Serien waren zu Ehren der XIIII Legion (LEG XIIII GEM M V). Auch die ersten (und eindeutig) dieser östlichen Prägestätte zuzuordnenden Exemplare, aus dem Folgejahr, waren dieser Legion gewidmet. Es widerspricht meiner Logik, in "Emesa" zuerst die VIII Legion zu berücksichtigen.
Zudem ähnelt der Stil der Vorderseite nur dem aus "Emesa", vor allem durch den Spitzbart. Jedoch kommt dieser auch in römischen Prägungen (gerade im ersten Jahr) öffter vor. Anbei nur 2 Varianten, welche je nach Abnutzung durchaus nicht reichsrömisch wirken könnten.
Wie gesagt, dies ist meine persönliche Meinung, gerade, weil ich seit einiger Zeit in diese Serie vernarrt bin.
Beide Legenden widersprechen (meiner Meinung nach) dieser Theorie. Zum einen spricht die AV-Legende für 193. Die ersten reichsrömischen Serien waren zu Ehren der XIIII Legion (LEG XIIII GEM M V). Auch die ersten (und eindeutig) dieser östlichen Prägestätte zuzuordnenden Exemplare, aus dem Folgejahr, waren dieser Legion gewidmet. Es widerspricht meiner Logik, in "Emesa" zuerst die VIII Legion zu berücksichtigen.
Zudem ähnelt der Stil der Vorderseite nur dem aus "Emesa", vor allem durch den Spitzbart. Jedoch kommt dieser auch in römischen Prägungen (gerade im ersten Jahr) öffter vor. Anbei nur 2 Varianten, welche je nach Abnutzung durchaus nicht reichsrömisch wirken könnten.
Wie gesagt, dies ist meine persönliche Meinung, gerade, weil ich seit einiger Zeit in diese Serie vernarrt bin.
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Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Dann müssten nach deiner Logik alle LEG-VIII-Denare im Emesa-style Imitationen sein, also auch die aus dem B.M. (übrigens von Mattingly und Bickford-Smith)?
Die beiden Bilder zeigen sicher stadtrömische Prägungen; gut zu erkennen an den Buchstaben der Legenden. Die erste wirkt deswegen ungewohnt, weil es den frühesten Portraitstil mit glatten Haaren zeigt.
Die beiden Bilder zeigen sicher stadtrömische Prägungen; gut zu erkennen an den Buchstaben der Legenden. Die erste wirkt deswegen ungewohnt, weil es den frühesten Portraitstil mit glatten Haaren zeigt.
Wie kommst du darauf? M.W. wurden alle stadtrömischen Legionsdenare etwa zur gleichen Zeit geprägt. Die XIIII ist allerdings die häufigste.
Alles, was wir hören, ist eine Meinung, nicht ein Faktum. Alles, was wir sehen, ist eine Perspektive, nicht die Wahrheit. (Marcus Aurelius)
Re: Östliche Denare im alten Stil (Emesa?)
Keine Imitationen, aber reichsrömisch, auch dein Stück.
Die Legionsdenare wurden im Jahr 193 geprägt, jedoch lassen vor allem die Porträt-Varianten darauf schließen, dass die ersten Prägungen besagter Legion gewidmet waren (vor allem die glatten Haare im Bild ist eine der frühsten). Danach kommt es auch zu Stempelkopplungen mit anderen RV-Varianten, bzw Legionen.
Die Legionsdenare wurden im Jahr 193 geprägt, jedoch lassen vor allem die Porträt-Varianten darauf schließen, dass die ersten Prägungen besagter Legion gewidmet waren (vor allem die glatten Haare im Bild ist eine der frühsten). Danach kommt es auch zu Stempelkopplungen mit anderen RV-Varianten, bzw Legionen.
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