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von drakenumi1 » So 16.03.08 15:09
Hallo, Tinapatina,
ich denke, daß man im Zusammenhang mit gefütterten Denaren bei Abweichungen vom üblichen Stil nicht von "Barbarisation" sprechen kann. Dieser Begriff ist wohl eher an die stümperhaften Versuche von insbes. nördlichen Randvölkern (die über einen Kamm geschoren als "Barbaren" bezeichnet wurden) gebunden, welche reichsrömische Prägungen nachzuahmen versuchten, gleich, ob dies zur Überbrückung von Münzmangel als "Gestattungsprägungen" geschah, oder ganz simpel als Fälschungen zum Schaden und Nachteil des röm. Staates.
Der vorgestellte Vespasian ist in seinem Prägebild wohl auch sehr "abseits der Norm" und, soweit zu erkennen "verwildert", wie sich eben vielfach subärate Prägungen auch durch ihre Stilabweichungen zu erkennen geben, wohl, weil hier ungeübte Stempelschneider, seien es Fälscher oder ungeübte "Beauftragte" am Werke waren. Aber den Begriff "Barbarisation" würde ich in Verbindung mit "subärat" nicht verwenden, denkt
drakenumi1
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)