Frage an Harald und Co- Bronzezeitliche S-Fiebel?

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

Moderator: Locnar

indiacoins
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Frage an Harald und Co- Bronzezeitliche S-Fiebel?

Beitrag von indiacoins » Do 26.03.09 23:57

Hallo. Ich habe vor knapp 1 Jahr dieses Stück auf einem Acker gefunden (Aldorf, Norddeutschland, Ostufer der Hunte). In diesem Bereich soll mal eine Bronzezeitliche Besiedlung gewesen sein.

Heute aber nur noch Gülle und gelber Sand.

Ich halte das Fundstück für eine S-Fiebel und habe deswegen letzten Sommer Fotos und Fundortbeschreibung an unseren Landesarchäologen gesendet.
Leider hat er sich dieses Mal nicht zurückgemeldet und ich warte jetzt schon mindestestens 8 Monate.
Nun wollte ich mal hier fragen, ob ich das Stück richtig bestimmt habe.
das Material scheint mir Silber zu sein, oder versilberte Bronze.
Die Länge beträgt 20mm, die Breite beträgt ca 5mm. Der Radius beträgt bis zu 8mm am großen Halbbogen).
Ich bin mir sicher, daß es eine Fiebel ist, wo die Nadel fehlt.
Ich bedanke mich schonmal im Voraus ich habe noch ein paar weitere Stücke für ein anders mal, die ich nicht genau zuordnen kann.
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tuzzi
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Beitrag von tuzzi » Fr 27.03.09 06:22

Servus,
Ich denke ich das so eine Fund-ID in ein Fundforum gehört. Zweitens denke ich das Du Dich irrst, ich halte das für ein undefiniertes verschmolzenes Buntmetall-Trumm. Ich verstehe Dich, als ich vor ca 25 Jahren begonnen hatte zu suchen habe ich auch in so manches Fundstück hineininterpretiert, was gar nicht ist. Dennoch: Schrott.
Grüße Clemens

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harald
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Beitrag von harald » Fr 27.03.09 09:25

Hallo indiacoins

Ist zwar etwas off topic, aber trotzdem:

Leider hat dieses Fundstück mit keltischen Münzen genausowenig zu tun , wie mit bronzezeitlichen Fibeln.
Für letzgenannte ist das Stück einfach zu klein und passt auch als Fragment in keine bekannte Typologie.
Fibeln in diesen kleinen Ausmaßen tauchen erst ab der Frühlatenezeit auf.
Als Schrott würde ich Deinen Fund allerdings nicht bezeichnen, da er durchaus urgeschichtlicher Herkunft sein könnte und wohl im Brand angeschmolzen wurde.
Ich kann Dir nur empfehlen, alle Funde weiterhin zu melden, es den Archäologen zu überlassen, wie wichtig sie sind und dich in Geduld zu üben.
Als ich noch aktiv war habe ich im Schnitt 12-20 Monate darauf gewartet.

Viele Grüße

harald

taurisker
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Beitrag von taurisker » Fr 27.03.09 11:45

... verschoben -> Off-Topic
Bitte derartige Themen nur im o.a. Unterforum starten, danke.
Gruß
taurisker

indiacoins
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Beitrag von indiacoins » Fr 27.03.09 13:42

Hallo. Harald und Hallo die anderen.
Ich habe heute im Buch von Dr Bischop ein für mich ähnlich aussehendes Stück aus meiner Umgebung gefunden. Ein Rohling mit Grat einer S-Fibel.
-Schlicht, Kopf mit gekerbten Querrillen. Endet in je einem Vogelkopf mit stark eingerolltem Schnabel. Datiert auf spätes 5.-beginnendes 6.Jahrhundert.-

Siehe vergrößerte Abbildung rechts neben meinem Stück.
Massstab 1,25 :1 , also ca 25mm Länge
Es wird dann im Text noch ohne Abbildung ein etwas kleines Stück aus dem Gräberfeld von Liebenau erwähnt.
Vielleicht liege ich ja doch nicht so falsch.

@ Taurisker. Wo in welches Unterforum, meinst du?

Ich habe es hier bei Kelten reingesetzt, weil es unten auf der Seite schon mehre Themen über Fibeln und andere Gegenstände etc gab. leider war ich dort auch falsch, weil alles schon bestimmt ist und meines nicht.
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CAROLUS REX
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Beitrag von CAROLUS REX » Fr 27.03.09 18:53

Hi

Das ist keine Fibel sondern
nur ein Stück geschmolzenes
Metall, evtl. Bronz, mehr nicht.

Gruß CR
--------------Melden macht frei--------------
!!!!!Jeder Fund ist bzw. wird gemeldet!!!!!!!

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harald
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Beitrag von harald » Sa 28.03.09 08:15

Eine völkerwanderzeitliche S- Fibel ist aus relativ dünnem Blech gefertigt und nie massiv gegossen.
In der Zeit hat man am Material gespart.
Dein Stück läßt sich beim besten Willen nicht näher zuordnen.

Grüße
Harald

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