Backen bzw. Trocknen von Münzen

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Onkel Titus
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Backen bzw. Trocknen von Münzen

Beitrag von Onkel Titus » Mo 29.06.09 22:21

Aloha,

habe versucht drei Münzen nach der Aqua Dest. und Backpulver Reinigung im Backofen zu trocknen, irgendwo im Forum war mir dieser Vorschlag aufgefallen.
TÖDLICH :evil: !!! Stellt Euch eine etwas zu lang getoastete Toastscheibe vor, so wie wenn Ihr die schwarzen Stellen mit dem Messer abschabt. Gleiche Konsistenz bei einer Arcadizus Münze, nur mit dem Unterschied, dass der Zahnstocher zur Endreinigung die Patina samt Münzbild abgeschabt hat.
Vielleicht habe ich auch zu lange oder zu heiß "getrocknet", keine Ahnung. Werde wieder auf altbekannte Methoden wie das an der Sonne Trocknen zurückgreifen.
Viele Grüße
Onkel Titus 8)
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quisquam
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Beitrag von quisquam » Mo 29.06.09 22:30

Eine schnelle und münzfreundliche Methode zum Trocknen ist das Baden in Alkohol (Isopropanol).

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Onkel Titus
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Beitrag von Onkel Titus » Mo 29.06.09 22:34

quisquam hat geschrieben:Eine schnelle und münzfreundliche Methode zum Trocknen ist das Baden in Alkohol (Isopropanol).

Grüße, Stefan
Hallo Stefan,
nach dem Aqua Dest. Bad und einer leichten Bürstenbehandlung direkt in den Alkohol einlegen?

Viele Grüße
Onkel Titus

emieg1
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Beitrag von emieg1 » Mo 29.06.09 22:44

Onkel Titus, ach du schei..., bei wieviel Grad hast du denn diese Münze gebacken? Ich persönlich halte von dieser Methode eh nix; den letzten Rest Feuchtigkeit bekommt man IMHO auch schonender heraus.

Und wenn schon Ofen, sollte man (wie bei einem vorzüglichen Braten) die NIEDRIGGARMETHODE anwenden. Auch wenn der ein oder andere hier jetzt lachen wird... diese Methode lässt den Braten jedenfalls auf der Zunge zergehen ;-)

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Onkel Titus
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Beitrag von Onkel Titus » Di 30.06.09 00:03

nummis durensis hat geschrieben:Onkel Titus, ach du schei..., bei wieviel Grad hast du denn diese Münze gebacken? Ich persönlich halte von dieser Methode eh nix; den letzten Rest Feuchtigkeit bekommt man IMHO auch schonender heraus.

Und wenn schon Ofen, sollte man (wie bei einem vorzüglichen Braten) die NIEDRIGGARMETHODE anwenden. Auch wenn der ein oder andere hier jetzt lachen wird... diese Methode lässt den Braten jedenfalls auf der Zunge zergehen ;-)
Hallo Nummis Durensis,
na ja, ca. 180-200 Grad ca. eine Viertelstunde bis zwanzig Minuten, wie bei einem Tiefkühlgericht. :oops:
Das mit dem Braten hört sich aber lecker an, kannst Du so etwas?
Apropos Braten - hast Du auch davon gehört, dass die alten Römer, viele Fleischgerichte mit einer kräftigen Soße servierten, um über das Alter des jeweiligen Fleischstückes hinwegzutäuschen?

Viele Grüße
Onkel Titus :D

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Beitrag von Peter43 » Di 30.06.09 00:11

Wikipedia:
Im antiken Rom war eine ähnliche Sauce namens Garum oder Liquamen bekannt und wurde aus Fisch-Innereien, vor allem denen der Makrele, Salz und Gewürzen in mehrmonatiger Fermentation hergestellt. Die Herstellung von Garum war aufgrund der Geruchsentwicklung in der Stadt verboten. In kleinen Amphoren versiegelt wurde Garum im gesamten Imperium verwandt und ersetzte im Binnenland oft das Salz.

Mit freundlichem Gruß
Omnes vulnerant, ultima necat.

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Di 30.06.09 00:11

Hallo Stefan,
nach dem Aqua Dest. Bad und einer leichten Bürstenbehandlung direkt in den Alkohol einlegen?
Ja, lass einfach der Feuchtigkeit in der Münze etwas Zeit um sich mit dem Alkohol zu mischen und auch aus tieferen Regionen nach außen zu diffundieren. Danach abtupfen, verdunsten lassen (der Alkohol verfliegt sehr schnell), und den Vorgang, wenn Du besonders sicher gehen willst, nach belieben wiederholen.

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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Beitrag von Onkel Titus » Di 30.06.09 00:23

quisquam hat geschrieben:
Hallo Stefan,
nach dem Aqua Dest. Bad und einer leichten Bürstenbehandlung direkt in den Alkohol einlegen?
Ja, lass einfach der Feuchtigkeit in der Münze etwas Zeit um sich mit dem Alkohol zu mischen und auch aus tieferen Regionen nach außen zu diffundieren. Danach abtupfen, verdunsten lassen (der Alkohol verfliegt sehr schnell), und den Vorgang, wenn Du besonders sicher gehen willst, nach belieben wiederholen.

Grüße, Stefan
Vielen Dank Stefan! :D
Super, das mit dem Alkohol und dem Diffundieren war mir neu. Habe bisher die Münzen nur in Alkohol eingelelegt, um sie zu entfetten (Jugendsünde: Olivenöl)

Viele Grüße Onkel Titus

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Beitrag von emieg1 » Di 30.06.09 08:44

Onkel Titus hat geschrieben: Apropos Braten - hast Du auch davon gehört, dass die alten Römer, viele Fleischgerichte mit einer kräftigen Soße servierten, um über das Alter des jeweiligen Fleischstückes hinwegzutäuschen?
Nein. Eine kräftige Sosse macht allerdings auch kein zähes altes Fleisch mürbe, hingegen könnte die von Peter43 angesprochene Fischsauce tatsächlich auch dazu gedient haben, das Fleisch weicher zu machen. :-)

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Onkel Titus
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Beitrag von Onkel Titus » Di 30.06.09 12:58

nummis durensis hat geschrieben:
Onkel Titus hat geschrieben: Apropos Braten - hast Du auch davon gehört, dass die alten Römer, viele Fleischgerichte mit einer kräftigen Soße servierten, um über das Alter des jeweiligen Fleischstückes hinwegzutäuschen?
Nein. Eine kräftige Sosse macht allerdings auch kein zähes altes Fleisch mürbe, hingegen könnte die von Peter43 angesprochene Fischsauce tatsächlich auch dazu gedient haben, das Fleisch weicher zu machen. :-)
Oh lt. meiner Info sollte die Soße das Fleisch nicht mürbe machen, sondern über den bereits strengen Geruch, Geschmack?! des nicht mehr allzu frischen Fleisches hinwegtäuschen bzw. diesen überdecken.
Gibt es eigentlich Garum noch zu kaufen oder zu probieren (ich kenne nur asiatische Austernsoße - sehr lecker?
Viele Grüße
Onkel Titus :icecream:

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Beitrag von heku » Di 30.06.09 13:13

Onkel Titus hat geschrieben: Gibt es eigentlich Garum noch zu kaufen oder zu probieren (ich kenne nur asiatische Austernsoße - sehr lecker?
Probier doch mal den schwedischen "Surströmming", verfaulter Hering, der geniessbar geblieben ist.

http://www.planet-wissen.de/pw/Artikel, ... ,,,,,.html

Viele Grüße
Hermann

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Beitrag von emieg1 » Di 30.06.09 13:21

Hallo Onkel Titus,

dort, wo du Austernsosse bekommst, gibts in aller Regel auch Fischsosse, meist thailändische. Die "Grundzutaten" sind annähernd die gleichen wie beim Garum, nur ist die Fischsosse von heute sicher weniger intensiv. Ich denke, dass man zur Römerzeit das hochkonzentrierte Garum auch mit Wasser, Wein etc. verlängert hat.

Mit Fischsosse kannst du übrigens auch alle Fleischspeisen ganz hervorragend würzen, denn die Sosse schmeckt normal dosiert nicht wirklich nach Fisch :-)

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Onkel Titus
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Beitrag von Onkel Titus » Mi 01.07.09 13:00

Nummis Durensis, da muss ich mal im Asialaden um die Ecke nach Fischsoße Ausschau halten, mit der Austernsoße bin ich nämlich sehr zufrieden.
Dort gibt es auch wo wir grade bei Fisch sind, getrockneten Fisch, als kleinen Snack (seeeeehr lecker) :D , in Asien gab es auch gezuckerten Fisch (sah aus wie kleine Sardinen), na ja das war schon sehr gewöhnungsbedürftig.

@Heku
Pfui deibel, die Seite ist ja zum Abgewöhnen gut, baah sind das eklige Sachen. Meine schwedische Exfreundin hatte auch mal eine Fischpaste aus der Tube mitgebracht. Igitt, sag ich Euch. :crazyeyes: So lecker wie Lebertran.
Viele sonnige Grüße 8)
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