Silberdenar ?

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justus
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Silberdenar ?

Beitrag von justus » Mi 17.08.16 07:19

Kann mir jemand sagen, was das für seltsame rotbraune Verkrustungen auf diesem "Silberdenar" von DIONYSOS Numismatik sind ?

http://www.ebay.de/itm/DIONYSOS-Caracal ... Sw9NdXrb~6
mit freundlichem Gruß

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Oktavenspringer
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Re: Silberdenar ?

Beitrag von Oktavenspringer » Mi 17.08.16 07:32

Auf den ersten Blick hin halte ich ihn für einen subaeraten Denar, also kleine Ablösungen der "Silberhaut" - aber es ist ein Foto, da kann man sich auch täuschen.

Lieber Gruß
Franz

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Re: Silberdenar ?

Beitrag von Alm-Öhi » Mi 17.08.16 08:13

Oktavenspringer hat geschrieben:aber es ist ein Foto, da kann man sich auch täuschen
Das sehe ich genauso. Allerdings halte ich diese rotbraune Schicht für auf dem Vollsilber/-billondenar oberfflächlich anhaftendes Kupferoxid, dass sich bei entsprechender Behandlung teilweise, vielleicht sogar ganz lösen lassen dürfte. Darunter sollte eine relativ unverletzte silberne Fläche erscheinen. Eine Bestätigung für diese Annahme sehe ich in den rosafrabenen Kupferrückständen am rechten Aversperlkranz und der Lorbeerkranzspitze. Hier hat sich dieses rotbraune Kupferoxid schon fast entfernen lassen.
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Re: Silberdenar ?

Beitrag von Perinawa » Mi 17.08.16 08:17

Das kann wirklich täuschen. Dionysos hat noch einen im Angebot; da sieht man recht deutlich, dass es sich nur um Auflagen handelt. "Echt" Subaerate nutzen sich normalerweise an den höchsten Stellen zuerst ab - davon sieht man hier nichts.

http://www.ebay.de/itm/DIONYSOS-Lot-2x- ... SwU-pXrcN5
Unanfechtbare Wahrheiten gibt es überhaupt nicht, und wenn es welche gibt, so sind sie langweilig

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justus
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Re: Silberdenar ?

Beitrag von justus » Mi 17.08.16 09:52

Audf den ersten Blick habe auch ich das Stück für "subaerat" gehalten. Aber dann sagte mir die Erfahrung, dass sich eine Silberplattierung nach meiner bisherigen Erfahrung nicht so und eben auch nicht an diesen Stellen ablöst. Daher auch meine Formulierung "Verkrustungen". Trotzdem kann ich mir immernoch nicht erklären, woher diese Kupferrückstände (?) kommen können ? Anhaftungen von ehemals beiliegenden Kupfermünzen ?
mit freundlichem Gruß

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Re: Silberdenar ?

Beitrag von tilos » Mi 17.08.16 11:24

justus hat geschrieben:Audf den ersten Blick habe auch ich das Stück für "subaerat" gehalten. Aber dann sagte mir die Erfahrung, dass sich eine Silberplattierung nach meiner bisherigen Erfahrung nicht so und eben auch nicht an diesen Stellen ablöst. Daher auch meine Formulierung "Verkrustungen". Trotzdem kann ich mir immernoch nicht erklären, woher diese Kupferrückstände (?) kommen können ? Anhaftungen von ehemals beiliegenden Kupfermünzen ?
Resultiert am ehesten aus dem Kupferanteil der Silber-Legierung der Münze selbst. Überwiegend zeigen sich diese Bildungen zwar als grünlich-blaue Auflagen (gelegentlich auch auf neuzeitlichen guthaltigen Silbermünzen zu beobachten), aber solche rötlich-braunen Auflagerungen (mit auf Kupfer reduzierten Anteilen) kommen ebenfalls vor. Wir haben so etwas auch schon gelegentlich im Forum vorgestellt.

Gruß
Tilos

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Re: Silberdenar ?

Beitrag von harald » Mi 17.08.16 12:42

Unter meinen selbst gefundenen Severerdenaren kamen diese Auflagen sehr oft vor.
Der Kupfergehalt der Legierung hat sich im Zuge der Bodenlagerung an der Oberfläche angereichert.
Definitiv keine subaerate Prägung.

Viele Grüße
Harald

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Re: Silberdenar ?

Beitrag von justus » Mi 17.08.16 14:01

Danke für eure unleuchtenden Erklärungen. Das hat mich überzeugt.
mit freundlichem Gruß

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