Hilfe bei Münzen von Opa

KMS, Gedenkmünzen, Diskussionen über die div. Prägestätten

Moderator: Sebastian D.

pflanzi030
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Hilfe bei Münzen von Opa

Beitrag von pflanzi030 » So 05.03.23 00:45

Hey ich bin ganz neu hier und bin über jeden Tipp von euch dankbar. Ich habe über 15 Jahre hinweg Münzen von meinem Opa geschenkt bekommen, der leider nicht mehr lebt. Er meinte es gut und dachte es könnte als Wertanlage dienen, leider ist er jedoch dem MDM, bayrischen Münzkontor zum opfer gefallen. Soweit ich mittlerweile weiß, sind diese münzen kaum mehr wert als ihr Materialwert.

Meine Sammlung an Münzen besteht, bis auf wenige Einzelfälle, aus Gedenkmünzen (z.B. Präsidenten, Olympische Spiele, FC Bayern, Frauenkirche, Mauerfall, usw.), die ich auf eBay oft nur für einige Euro gesehen habe, ich weiß nicht wie viel er dafür ausgegeben hat.

Darüber hinaus habe ich viele Euromünzen, z.B. diese Sets bestehend aus der alten Währunng und der neuen Eurowährung (Qualität unterschiedlich, aber verschweißt). Zum Beispiel Slowenien (neu und alt 2x), 2-Euro-Gedenkmünzen Mecklenburg-Vorpommern 2007 Prägezeichen A bis J jeweils). San Marino 2003 Euro-Münzen mit 5 Euro-Münze), Slowakei Euro-Münzen 2009, 10-Euro-Münzen, 5-Euro-Münzen, 5-Mark-Scheine sogar, 2007 Coins of Malta, Kursmünzensatz "Deutschland" Sonderprägung zur FIFA WM 2010, sowie einmal von Brasilien.

Ich habe auch einen 6-Pence von 1894 (Johannes Paulus Kruger), 10-Euro-Münze 800 Jahre Dresen von 2006, Ernst-Thälmann-DDR-Gedenkmünze 20 Mark von 1971, 5-Mark-DDR-Gedenkmünze Berlin unter anderem

Estland 2x Euroset Gedenktagssatz, Finnland 2x Euroset Gedenktagssatz, 2x Euro Premium-Satz Spanien und Malta, alle limitiert und Original noch in ihrem verschlossenem Set, für diese Sets hat er deutlich mehr bezahlt, einige hundert Euro.

Ich habe auch noch einTeil "Das Geld der Welt" mit kuriosen, losen Münzen und einen Satz Münzen der Bahamas 1992-2004.

Das soll ein erster Einblick sein, ich habe zu den meisten die Echtheitszertifikate aufbewahrt, sie aber in einer großen Kiste sorgfältig aufbewahrt in verschiedenen Möglichkeiten, die mein Opa dazu gekauft hatte. Mein Interesse war nicht allzu sehr da, dass ich mich viel mit den Münzen beschäftigt hätte, aber ich habe nichts weggeworfen.

Meine Frage ist, was sollte ich mal zu einem Experten vor Ort bringen und was müsste ich bei einem Ankäufer veräußern, wo ich höchstens mit dem Materialwert rechnen kann? Ich komme aus Berlin und hätte hier viele Anlaufstellen. Für mich ist es ein ziemliches Chaos und ich möchte zumindest einen fairen Preis verhandeln für alles. Ich möchte alles irgendwie verkaufen, aber auch nicht verschenken, ich spare auf etwas und hoffe mein Opa hat mit all dem nicht nur Geld verbrannt, für mich war es ein Schock, als ich bei meiner Recherche erfuhr, dass er dort all die Zeit Geld gelassen hat für mich und mehr oder weniger betrogen wurde.

Ich freue mich auf eure Kommentare, danke!

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Numis-Student
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Re: Hilfe bei Münzen von Opa

Beitrag von Numis-Student » So 05.03.23 00:59

Hallo Pflanzi,

ja, schlimm, dass viele ältere Leute dort kaufen, nicht so sehr, weil ihnen diese Produkte gefallen, sondern weil sie glauben, damit für die Nachkommen etwas aufzubauen :-(

Nach unserer Erfahrung ist es in der Regel so, dass man im Schnitt etwa 80-90% vom eingesetzten Geld verbrannt hat :-(

Ich würde dazu raten, zuerst einmal zu trennen in privat hergestellte Medaillen dieser Versandhändler und in Münzen = offizielle Zahlungsmittel.
Bei den Münzen dann alles an Eurowährung zusammenlegen und auf einen zweiten Stapel alles "Vor-Euro" und ausländische sowie alte Münzen.

Bei den Euro-Umlaufmünzen lohnen nur die offiziell verpackten Kurssätze und Münzen der Kleinstaaten San Marino, Vatikan und Monaco, dass man da einzeln Preise recherchiert. Alles privat verpackte sonstige ist im Prinzip Kleingeld zum Nominalwert.

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Hilfe bei Münzen von Opa

Beitrag von rosmoe » Mi 08.03.23 02:14

Ums 20-Fache zu teuer - So zocken Münzgroßhändler wie MDM und Reppa Senioren ab !
https://www.focus.de/finanzen/ums-20-fa ... 20409.html
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hegele (Mi 08.03.23 09:49) • Steffl0815 (Mi 08.03.23 11:40)
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Re: Hilfe bei Münzen von Opa

Beitrag von Steffl0815 » Mi 08.03.23 12:26

rosmoe hat geschrieben:
Mi 08.03.23 02:14
Ums 20-Fache zu teuer - So zocken Münzgroßhändler wie MDM und Reppa Senioren ab !
https://www.focus.de/finanzen/ums-20-fa ... 20409.html
Zitat FOCUS : „Bei einem Besuch auf der Münchner Münzmesse Numismata diskutieren größtenteils ältere Männer mit dicken Brillen Bücher mit Titeln wie „Münzen der römischen Kaiserzeit“. Andere suchen durch Lupen jahrhundertealte Münzen nach kleinsten Gebrauchsspuren ab. Wer hier Käufer für eine moderne Prägung mit buntem Hänsel-und-Gretel-Bildchen sucht, kann genauso gut Playboy-Magazine im Nonnenkonvent anpreisen.“

You made my day 😂
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Angesichts der Tatsache, dass die Menschheit nicht fähig ist, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, dürfen wir uns in Zukunft keine Fehler mehr leisten.
– Ernst Ferstl-

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Basti aus Berlin
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Re: Hilfe bei Münzen von Opa

Beitrag von Basti aus Berlin » Mi 08.03.23 17:40

Komme selbst aus Berlin. Wenn du willst, gucke ich es mir einmal an. Vom bisher Beschriebenen kann ich mir jedoch einiges vorstellen. Falls dir das zu intim ist, wende dich Laden hier:

https://www.berlinermuenzauktion.de/kontakt.html

Ist zwischen Charité und Oranienstraße. Weiß nicht, aus welchem Bezirk du kommst. Auf jeden Fall war dieser Laden auch schon vor 89 aktiv. Bei großen Fragen, wie zB gefälschten Münzen war ich dort und auch im Münzkabinett. Auf jeden Fall nice, dass du dich an ein Fachforum wendest und nicht wie viele bei Google recherchierst ;-)
»Bin mit allen Wassern gewaschen, wie Weltreiseschiffe«
(Felix Antoine Blume)

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