Unverschämte Portokosten-Forderung

Interessante Auktionen zum Thema Münzen gesichtet?
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Albert von Pietengau
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Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Albert von Pietengau » Mi 07.05.14 11:57

Hallo,

nun erhielt ich vom selben französischen Auktionshaus, das vermutlich bis zum Limit meines Vorabgebots gegangen war -Rechnung (+25% Aufgeld) beglichen/Ware erhalten -, eine zweite Rechnung über 95 Euro Portokosten :!: :?:

In den AGB ist nichts davon zu lesen. Muss ich das bezahlen?

Vielen Dank für jede Antwort!

Gruß
AvP
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sigistenz
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von sigistenz » Mi 07.05.14 14:22

Welches frz Auktionshaus ist das denn? Doch wohl ein Irrtum, :oops: Kommafehler? Hast du das da mal reklamiert?
Sigi
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Albert von Pietengau
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Albert von Pietengau » Mi 07.05.14 21:12

Hallo Sigi,

die 95 habe ich gerundet. Hinter dem Komma standen noch zwei Zahlen.
Ich habe lange genug auf die Sendung gewartet und auch auf meine Email keine Antwort erhalten. Erst im Zuge eines Anrufs teilte mir dann mit, dass die Sendung an eben diesem Tag aufgegeben wurde. Jetzt können die warten, und das lange...

Es handelt sich um J.-D., Paris. Der volle Name lässt sich unter Sixbid oder Numisbids bei Interesse eruieren.

VG
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Locnar » Mi 07.05.14 21:27

hy, schick mir bitte mal den Händlernamen per PN
Gruß
Locnar

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Zwerg
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Zwerg » Mi 07.05.14 22:05

Die Firma ist Joron-Derem
und das Problem verstehe ich nicht.
Wenn ich im Ausland biete, erkundige ich ich mich im Vorfeld über die Kosten.
- The auctioneer is in no way held responsible for handling or storage. Buyers can obtain
information concerning the delivery and shipping of their purchases immediately after the
auction.
Vorher ist natürlich auch möglich.

Bei Heritage muß ich auch ca. 60 USD handling pro Rechnung zahlen
Porto wird immer teurer - und die Firmen berechnen nicht nur Porto sondern alle! Kosten.
Im Prinzip hat der Versand nichts mit dem Auktionsgeschäft zu tun.
Im Antiquitätenhandel wird dies oft an Speditionen ausgelagert - das ist dann richtig teuer.

Im Zweifel bietet man nicht oder schaltet einen vertrauten Händler ein.
Der berechnet ein paar Prozent, dafür wird dann aber möglicherweise der Kauf preiswerter.

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coin-catcher
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von coin-catcher » Mi 07.05.14 22:30

Naja,
aber wenn man sich die Auktionsbedingungen durchliest, dann steht doch da klar drin, dass die Abwicklung längern dauern kann:
The exportation licence formalities may take from 5 to 10 weeks,
Und da die Versandkosten nicht aufgeschlüsselt sind, hätte ich im Vorfeld nachgefragt, um böse Überraschungen zu vermeiden.
In meinen Augen völlig legitim, auch wenn die Versandkosten völlig überzogen erscheinen...
Vielleicht ist das deren Einheitspauschale - ich mein, ich möchte nicht, dass wenn ichn Artikel für 100k kaufe, dieser dann mit DHL mit ner Versicherung bis 500 Euro verschickt wird...

Ich freue mich eigentlich immer, wenn ich ausm Ausland für ein Einschreiben unter 10 Euro bleibe...gehe ich auf versicherten Versand, geht das meist nur via Express und dann wirds schnell teuer.

Gruß
cc

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Albert von Pietengau
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Albert von Pietengau » Mi 07.05.14 22:57

http://coins.ha.com/c/shipping.zx

Hier ist alles schön aufgeführt.


Bisher habe ich für Ausland-Sendungen nie mehr als 15$ bezahlt. 60$ halte ich bereits für reichlich überzogen, ist aber vergleichsweise immer noch günstig. :P

Dann kommt noch hinzu, dass der Brakteat in einem großen Plastikbeutel ankam und m. E. Nicht ausreichend geschützt war. Kann ja sein, dass diese signalgelben Beutel knicksicher behandelt werden, aber dafür fast 100€ zu kassieren; noch dazu innerhalb der EU...

Über die lange Wartezeit will ich auch gar nicht meckern; hatte ich nur so nebenbei bemerkt.

Das "Lehrgeld" werde ich wohl früher oder SPÄTER bezahlen müssen. :mad:

Danke für die rege Teilnahme!

AvP
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von klunch » Do 08.05.14 00:35

Dumm gelaufen, aber ich fürchte, die Forderung ist rechtens. Zwar zeugt es von einer zweifelhaften Geschäftsmoral, mit offensichtlich überzogenen Versandkosten pro Transaktion noch etwas hinzuverdienen zu wollen, aber es ist noch nicht sittenwidrig, sondern der Versand ist "nur" sehr kostspielig und die Zusammensetzung der berechneten Kosten intransparent und schlecht kommuniziert. Das ist zu wenig, um sich mit Aussicht auf Erfolg mit einem größeren Auktionshaus richtig anzulegen, so ist mein Eindruck.

Wie habe ich heute in einem anderen Zusammenhang im Radio gehört: "Diese Frage sollte man nicht unter moralischen Gesichtspunkten entscheiden, sondern unter rein juristischen." Dieses Statement kann man im übertragenen Sinne auch für diesen Sachverhalt gelten lassen, auch wenn es im konkreten Fall etwas ist, was man nur ungern hört.

Gruß klunch
Lernen, lernen und nochmals lernen.

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Purzel
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Purzel » Do 08.05.14 12:01

Nach meinen Erfahrungen ist das Porto von FR nach DE ungefähr doppelt so teuer als das von DE nach FR.

Ein weiteres Problem sind versicherte Sendungen-> das geht dann richtig ins Geld.

Deswegen finde ich es ja so ehm toll( :mad: ), das PCGS kein Büro in Dtl unterhält.

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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von indiacoins » Do 08.05.14 16:59

Hallo Albert.
Mit 15 USD Versandkosten kommst du im Ausland nicht weit und wenn, dann auch nie versichert.
Ab 30 USD Versandkosten versendet z.B Aramex erst versichert. Anders sind noch teurer.
Dazu können dann noch zusätzliche Kosten kommen, wenn man ausserhalb der EU gekauft hat, wie z.B Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und eine satte Verzollungsgebühr bis 45 Euro je nach Versanddienstleister.
Oftmals gibt es viele andere Dinge zwischen Sender und Empfänger, an die man vorher nicht denkt.
Wenn das Auktionshaus Paypal als Zahlungsmöglichkeit anbietet, dannn haben die wahrscheinlich auch noch diesen Fall mit einkalkuliert. Da können schon happige Gebühren ( Kosten der Geldübermittlung) zusammenkommen. Da hatte ich auch schon traurige Käufer, die unbedingt doch mit Paypal zahlen wollten und dann plötzlich 3-4 Euro mehr bezahlen mußten.
Eventuell könntest du da mal nachfragen, ob es bei Banküberweisung etwas günstiger wird?

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coin-catcher
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von coin-catcher » So 11.05.14 13:39

Purzel hat geschrieben:[...]

Deswegen finde ich es ja so ehm toll( :mad: ), das PCGS kein Büro in Dtl unterhält.
Dafür hast doch die NGC...und ob PCGS oder NGC ist doch wurscht...
beiden stufen auch Fakes als echte Stücke ein... ich sage da nur Kopeken Oberbefehlshaber Ost...

Und ich weiß nicht, ob ich jemals so einer Münze generell vertrauen könnte - da schicke ich dann ggf. ne seltene stgl Münze mit hässlicher Patina ein und die bieten beide zusätzlich nen "Restaurations- bzw. Reinigungsservice" an...dann hast hinterher als unwissender Käufer ne seltene, gereinigte Münze gekauft - top, könnte mir nichts Schöneres vorstellen :evil:
Ich hoffe nur, dass das Münzgrading ne Modeerscheinung ist und bleibt...Kann von mir auch drüben auf der anderen Seite vom Teich bleiben :mrgreen:

So zurück zum eigentlichen Thema - wenn man im Ausland kauft, würde ich, wenn möglich, mit EMS versenden lassen.
Da zahle ich zwar richtig Geld für ne Sendung, aber dafür ist die versichert (wenn alles richtig angegeben) und die sind recht fix.
Das wird von vielen Postanbietern im Ausland auch mitangeboten:
www.ems.post/

Viele Grüße
cc

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sigistenz
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von sigistenz » So 11.05.14 21:35

Ganz Deiner Meinung, was die Grading Companies angeht. Oft genug werden Fälschungen in echte Münzen verzaubert. Leider kann man inzwischen nicht mehr von einer ModeErscheinung sprechen - dafür hält das Phänomen sich schon zu lange, inzwischen allgemein akzeptiert, wenn nicht sogar begrüsst. Mich ärgert, dass Münzen durch dieses Einsargen künstlich verteuert werden.
Rausgeschmissenes Geld für den, der das Stück haben will und die teure Verpackung mit bezahlen soll :mad: Ich jedenfalls würde die Münze befreien und in meine Tabletts einordnen.
Aber pardon - ich möchte den thread nicht verbiegen, schliesslich geht es um Portokosten.
Mir sind überhöhte Portokosten noch nicht begegnet - ich erfrage die Portokosten, wenn sie nicht angegeben werden, vor dem Gebot.
Sigi
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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Purzel » Mo 12.05.14 09:58

Dafür hast doch die NGC...und ob PCGS oder NGC ist doch wurscht...
Nicht wirklich, mir persönlich sagt PCGS mehr zu, weil man da mehr von der Münze sieht und diese teilweise auch mit hinterlegten Fotos online vergleichen kann.
Dann kommt es natürlich darauf an:
Ich habe z.B. diese hier graden lassen -> für mich dient das zum Werterhalt.

Mit etwas Pech bei ebay(schlechte Bilder/ungünstige Zeit) könnte man da mal schnell geldmäßig einbüssen, so ist die Erhaltung festgeschrieben und gerade im ausländischen ebay ist PR-6irgendwas ein gängiger Suchbegriff.
Außerdem kann die Münze dadurch nicht schlechter werden, wem schonmal eine runtergefallen ist versteht vielleicht wovon ich rede...

Was die Fälschungen angeht, ja das gibt es, man denke mal an die Kopeken 1916 Oberbefehlshaber Ost, die sozusagen durchgerutscht sind.
Die Chinesen fälschen komplett mit Slab.
Hier müssen langfristig bessere Sicherheitsmerkmale ran, vielleicht auch eletronisch mit eingebautem Chip(der sich vorzugsweise beim Öffnen zerstört)
Dateianhänge
5m1927pp.JPG

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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von pottina » Mo 12.05.14 10:50

Münzen die ich nicht anfassen und genau ansschauen kann machen MIR keinen Spaß. :roll:

Das ist als ob ich durchs Schaufenster schaue oder im Internet stöbere. :mrgreen:

Außerdem hört man ja öfters, dass man Münzen nur oft genug graden lassen muß um den gewünschen Erhaltungszustand bescheinigt zu bekommen.
Durch Plastig oder ähnliches Material kann man das schlecht bis überhaupt nicht prüfen.

Aber eigentlich gehört das nicht hier hin.

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Re: Unverschämte Portokosten-Forderung

Beitrag von Purzel » Mo 12.05.14 11:11

Wer PP's mit bloßen Händen betatscht, ist nach meiner Ansicht selbst dran schuld wenn die dann hinterher nur noch die Hälfte wert sind.
So viel Spaß machen die Münzen dann auch nicht mehr...

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