CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

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edsc
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CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von edsc » Sa 28.06.25 14:37

In Anbetracht der zuletzt für dieses Buch erzielten Preisen bei Auktionen erschein mir dieses Angebot noch recht human: https://www.zvab.com/servlet/BookDetail ... 2231416618
Vielleicht hat jemand Interesse. Wenn ich den nicht schon hätte, hätte ich ihn zu dem Preis selbst genommen.

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QVINTVS
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Re: CNA I bei ZVAB

Beitrag von QVINTVS » Mo 30.06.25 11:01

Zu teuer, da ginge ich in eine Bibliothek und würde ihn mir einscannen/kopiern und ggf. ausdrucken und selbst binden.
Viele Grüße

QVINTVS

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CNA I für 540 € !!!???

Beitrag von QVINTVS » Do 01.01.26 16:20

Grüßt euch,

es kann natürlich jede Person für sich selbst entscheiden, wieviel sie für ein Buch ausgegeben möchte. Allerdings halte ich diesen Preis für absolut überzogen. In einer guten (Uni-)Bibliothek kann der CNA I einscannt werden. Für echte Sammelnde dieses Gebiets empfiehlt es sich eine eigene Bilddatenbank anzulegen und die Beschreibungen anzupassen. Teilweise sind die Abbildungen sehr schlecht. Der CNA I ist zwar noch das Standartwerk, aber auch schon in die Jahre gekommen und gehört überarbeitet.

https://www.ebay.de/itm/227151466807?it ... SwZehpUosD
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Re: CNA I für 540 € !!!???

Beitrag von Andechser » Do 01.01.26 20:29

Hallo QVINTVS,
beim CNA Mittelalter muss man immer unterscheiden von welchem Sammelgebiet man spricht. Für Tirol oder den Grazer Pfennig gibt es natürlich aktuellere Standardwerke, aber z.B. für den Friesacher Pfennig ist der CNA noch unersetzlich und mit einer eigenen Fotodatenbank kommt man als Spezialsammler in dem Bereich leider kaum zu Rande. Für mich sind für den Friesacher Raum neben dem CNA aktuell eigentlich nur die sogar noch älteren Aufsätze von Luschin von Ebengreuth und von Baumgartner sowie der Katalog von Pogacnik relevant. Davon abgesehen gibt es natürlich zu Teilaspekten immer spannende Forscungsergebnisse, die aber über Jahrzehnte und viele Zeitschriften verteilt sind.
So extrem überzogen ist der Preis nicht. Der Band wird durchaus für bis zu 400€, selten 450€ zugeschlagen und da muss man dann noch Aufgeld und Umsatzsteuer draufrechnen.

Beste Grüße
Andechser

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CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von Numis-Student » Do 01.01.26 22:27

Ja, der CNA I gilt als vergriffen und nach wie vor als Standardwerk.
Dies führt dazu, dass er regelmäßig zu teuren Preisen gehandelt, aber auch auktioniert wird:

https://onebid.de/de/libri-e-manoscritt ... pa/2434840 (480€ plus Gebühren)

https://bertolamifineart.bidinside.com/ ... riacorum-/
(500€ plus Gebühren)

Wer den Titel also deutlich günstiger haben will, wird entweder sehr lange den Markt beobachten müssen und es immer wieder versuchen, in Auktionen mit einem "Abstaubergebot" Erfolg zu haben, oder eben den Weg über Fernleihe, Kopieren und Binden zu probieren.

Schöne Grüße
MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: CNA I für 540 € !!!???

Beitrag von QVINTVS » Fr 02.01.26 19:17

Andechser hat geschrieben:
Do 01.01.26 20:29
Hallo QVINTVS,
beim CNA Mittelalter muss man immer unterscheiden von welchem Sammelgebiet man spricht. Für Tirol oder den Grazer Pfennig gibt es natürlich aktuellere Standardwerke, aber z.B. für den Friesacher Pfennig ist der CNA noch unersetzlich und mit einer eigenen Fotodatenbank kommt man als Spezialsammler in dem Bereich leider kaum zu Rande. Für mich sind für den Friesacher Raum neben dem CNA aktuell eigentlich nur die sogar noch älteren Aufsätze von Luschin von Ebengreuth und von Baumgartner sowie der Katalog von Pogacnik relevant. Davon abgesehen gibt es natürlich zu Teilaspekten immer spannende Forscungsergebnisse, die aber über Jahrzehnte und viele Zeitschriften verteilt sind.
So extrem überzogen ist der Preis nicht. Der Band wird durchaus für bis zu 400€, selten 450€ zugeschlagen und da muss man dann noch Aufgeld und Umsatzsteuer draufrechnen.

Beste Grüße
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Grüß dich Andechser,

mir geht es um die Relation, die ich persönlich für deutlich zu hoch halte. Aber das ist vielleicht auch eine Gefühlssache und in diesem Punkt bin ich eindeutig "Schwabe". Für ein neues numismatisch-wissenschaftliches Fachbuch, das eine solide Grundlage hat und ein Fachgebiet umfassend neu und kritisch erschießt, halte ich 100 € für durchaus angemessen. Auch die Abbildungen müssen dabei gut sein. Wenn dieses Buch dann vergriffen ist kann ich mir 200 € gerade noch vorstellen - echtes Standartwerk. Das 5-fache halte ich nicht für angemessen. Dabei hätte ich Hemmungen mit dem Buch zu arbeiten, Ergänzungen vorzunehmen, Korrekturen zu vermerken usw. Deswegen würde ich mir lieber eine echte "Arbeitskopie" anlegen mit der ich real und ohne schlechtes Gewissen arbeiten könnte. Mir sind in einem solchen Fall die Informationen wichtiger, als das Originalbuch in Händen zu halten.
Viele Grüße

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Re: CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von Andechser » Fr 02.01.26 19:24

Da stimme ich dir zu. Mir wäre der Preis auch zu hoch, aber wenn man einen Band regelmäßig braucht, muss man eben in den sauren Apfel beißen und mir sind Fachbücher, die ihren Wert halten oder sogar im Wert steigen lieber, als die die zunächst nur 50€ Kosten und wenige Jahre später bekommst du diese Standardwerke schon für unter 10€ nachgeworfen. Es ist halt wie bei den Münzen auch. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis.

Beste Grüße
Andechser

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Re: CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von edsc » Fr 02.01.26 21:42

Ich denke, es hängt davon ab, aus welcher Perspektive man darauf schaut. Über 500 Euro für ein Buch zu zahlen, um „nur“ damit zu arbeiten, ist natürlich absurd. Es gibt aber Liebhaber, die ihre Münzensammlung mit einschlägiger Literatur belegen bzw. vervollständigen wollen und entsprechend hohe Preise dafür zahlen. Diese Bücher (natürlich im Original!) sind dann quasi Bestandteil der Münzensammlung. Sie stehen zwar meist nur im Regal und werden kaum – und wenn, dann nur sehr vorsichtig – benutzt. Aber sie müssen einfach da sein. Zum eigentlichen Arbeiten reicht natürlich auch eine Kopie oder ein Nachdruck. So haben einige Bücher - darunter der CNA I - einen Kultstatus erreicht und werden nur noch zu Liebhaberpreisen gehandelt.

Daher ist auch die Preisentwicklung bei solchen Büchern, ähnlich wie bei Münzen, oft überraschend. Ein weiteres Beispiel dafür, neben CNA I, ist Davenports „German Talers 1500–1600“. Dieses Buch erzielt bei Auktionen ebenfalls regelmäßig Preise von weit über 200 Euro. Kein Mensch weiß warum.

Rekordverdächtig für CNA I ist übrigens der Zuschlag bei der diesjährigen Künker-Literaturauktion: 650 € zzgl. Aufgeld.
Zuletzt geändert von edsc am Sa 03.01.26 15:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Andechser (Fr 02.01.26 22:05) • QVINTVS (Fr 02.01.26 22:09)

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Re: CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von QVINTVS » Fr 02.01.26 22:10

Ich werd verrückt! 650 + Aufgeld!
Viele Grüße

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Re: CNA I / Corpus Nummorum Austriacorum Bd. I.

Beitrag von edsc » Fr 02.01.26 22:16

edsc hat geschrieben:
Fr 02.01.26 21:42
...

Rekordverdächtig für CNA I ist übrigens der Zuschlag bei der diesjährigen Künker-Literaturauktion: 650 € zzgl. Aufgeld.
uuups... jetzt muss ich ja "letztjährigen" schreiben.

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