ja das mit "War Aureolus 'wirklich' ein Usurpator?" ist ein bißchen "Streit um des Kaisers Bart." (Hier den des Aureolus, von dem wir mangels Münzbildern nicht wissen, ob er einen hatte



Im übrigen schrieb ich ja oben, daß allein das VORHANDENSEIN des Offizinzeichens auf (ansonsten schlecht erhaltenen oder knappem Schrötling geprägten) Münzen des Postumus ein sicheres Indiz für Mailand ist - stimmt: es gibt auch "Aureolus"-Prägungen ohne. Dann macht's nur noch der Stil oder "(A)EQVIT(VM)" am Rv-Legendenende. Siehe gleich die erste Münze im o.g. Link.
Ich muß mal suchen gehen, dann kann ich hier auch ein Foto einstellen. Eine meiner "an sich" sogar besterhaltenen Münzen des "Aureolus" ist jedenfalls genauso ein Kandidat, wo mir diese Faustregel sofort zum Erkennen geholfen hat: Auf dem Rv. des knappen und ovalen Schrötlings ist zum Standardtyp "nach rechts schreitender Mars" nur noch "VIRTVS ..." zu lesen (auch das lediglich ansatzweise). Das könnte zunächst auch der bildgleiche Kölner Typ "VIRTVS AVG" sein - wäre da nicht das groß und dick im Abschnitt stehende "T", woraufhin klar wird: Die Legende ist zu "VIRTVS [EQVIT]" zu ergänzen und es ist ein Mailänder Antoninian unter Aureolus.

Dann ist da auch noch der andere wichtige Unterschied: In Mailand fehlt in der Averslegende oft (aber nicht immer!) das "C" nach "IMP" sowie das "PF" vor "AVG". Doch auch hier: Bei sehr knappem oder dezentriertem Schrötling kommt man damit nicht immer weiter...