Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Griechische Münzen des Altertums

Moderator: Numis-Student

Altamura2
Beiträge: 3775
Registriert: So 10.06.12 20:08
Danksagung erhalten: 296 Mal

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Altamura2 » Do 03.06.21 11:46

In meinen Augen verarscht uns da jemand oder hat einen größeren Sprung in der Schüssel (oder beides, muss sich ja nicht gegenseitig ausschließen :D ).

Trolle füttern mag' ich nicht, ich bin jetzt hier raus :D .

Gruß

Altamura

Benutzeravatar
friedberg
Beiträge: 239
Registriert: Sa 12.06.04 23:03
Wohnort: Friedberg
Hat sich bedankt: 13 Mal
Danksagung erhalten: 86 Mal

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von friedberg » Do 03.06.21 13:23

@Holger B.

Botanische Zeichnungen von 1725 als Gegenbeweis zum jetzt Zeitlichen Vorkommen der Gemeinen Alraune
überzeugen nun wirklich nicht. Sorry aber da müssen Sie mit was besserem kommen um belegen zu können
das es sich bei Silphium und der Gemeinen Alraune um die gleiche Pflanze handelt.

Und es bewegt sich immer noch nix.

Aber ich finde es immer noch lustig. Könnten wir bitte vom Silphium wegkommen ?
Die Zuschauer im Kinosaal hier warten auf eine ganz neue Folge der Staffel. :black:

Benutzeravatar
Atalaya
Beiträge: 455
Registriert: Mo 20.01.20 10:47
Wohnort: nördl. Harzvorland
Hat sich bedankt: 388 Mal
Danksagung erhalten: 226 Mal

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Atalaya » Do 03.06.21 15:35

Um dem Ganzen hier mal einen konstruktiven Dreh zu geben, auch im Hinblick auf stille Mitleser, die vielleicht keinen großen numismatischen oder historischen Hintergrund haben:

Motive und Gestaltung griechischer Münzen - und auch aller anderen Münzen - erklärt man nicht mit irgendwelchen wild zusammengesuchten Textstellen. Das braucht man auch nicht, weil es genug andere materielle Hinterlassenschaften aus der Entstehungszeit der Münzen gibt, mit denen sie verglichen werden können.

Zum Beispiel sieht man bei entsprechendem Hintergrundwissen sofort, dass ein Münzentwurf in den 70ern des 20. Jh. entstanden ist. Dazu muss keine Prilblume oder Schlaghose darauf abgebildet sein, aber die Formen der Buchstaben, gewisse Stilelemente der Darstellung usw. gehören einfach in die Zeit.

Die Beschäftigung mit griechischen Münzen dauert nun schon ein paar hundert Jahre. Sie sind als Denkmälergattung in ihrer Gesamtheit ziemlich gut verstanden. Sowohl die auf ihnen verwendeten Motive, als auch deren Ausgestaltung entsprechen denen von anderen Objektgattungen, seien es bemalte Vasen, Skulpturen usw. Einzelne Motive und Ideen sind aus dem Orient übernommen.

Das bekannteste Beispiel hierfür ist sicher die freistehende, nackte, männliche Skulptur. Die Griechen haben diesen Typ, wahrscheinlich durch ionische Händler, in Ägypten kennen gelernt und sich als Statuentyp angeeignet. Das ist der sog. Kouros. Kennt man die stilistische Chronologie der Kouroistatuen, kann man - auch ohne wirklich Ahnung von Münzen zu haben - selbst einen 0,19 g‐Winzling ohne Probleme nur aufgrund der Art der Darstellung des Apollonköpfchens, sicher als ionisch und aus dem 6. Jh. v. erkennen und einordnen. D. h. die auf den Münzen dargestellten Figuren, Tiere und Gegenstände finden sich genauso dargestellt auch auf anderen Objekten, die Gestaltungsprinzipien sind ganz gleich. Der Löwe auf einer milesischen Vase sieht zwar ein bisschen anders aus, als ein Löwe aus Athen der selben Zeit, aber der Löwe auf der milesischen Münze ähnelt ihm ungemein.

Man benötigt für die Erklärung und Deutung griechischer Münzbilder einfach keine Texte, weder aus der Levante noch woanders her, weil sie sich nahtlos in die übrigen materiellen Hinterlassenschaften, sowohl zeitlich, als auch geographisch, einfügen.

So, danke fürs Lesen, ich bin hier auch raus.
"...und noch heute ist es in Neapel höchst ergötzlich, die Münzen mit dem Kopfe Murats friedlich neben denen mit dem Kopfe Ferdinands im Gebrauch zu sehen."
Ferdinand Gregorovius, 1853

Holger B.
Beiträge: 12
Registriert: Di 01.06.21 15:00

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Holger B. » Do 03.06.21 16:27

La Atalaya . eine spanische Gemeinde, Altamura. eine italienische Stadt und beide sülzen im Gleichklang.
Wieviel Konten hast du eigentlich hier im Forum?

Holger B.
Beiträge: 12
Registriert: Di 01.06.21 15:00

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Holger B. » Do 03.06.21 16:44

@zwerg
aimage(1).jpg
Künker Auktion

Benutzeravatar
Zwerg
Beiträge: 5125
Registriert: Fr 28.11.03 23:49
Wohnort: Wuppertal
Hat sich bedankt: 106 Mal
Danksagung erhalten: 429 Mal

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Zwerg » Do 03.06.21 17:11

Screenshot 2021-06-03 170916.jpg
:D
ΒIOΣ ΑΝЄΟΡΤAΣΤΟΣ ΜΑΚΡΗ ΟΔΟΣ ΑΠΑNΔΟKEYTOΣ
Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)

Holger B.
Beiträge: 12
Registriert: Di 01.06.21 15:00

Re: Die Tora und vorhellenische Münzbilder

Beitrag von Holger B. » Do 03.06.21 18:20

Na o.k. zwerg, hast auch recht

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste