Bestimmungshilfe Byzanz

Münzen des alten Byzanz

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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Wurzel » Mi 20.04.22 22:35

Siehe auch die Webseite der Ätiopischen Kirche in Deutschland :-)

https://www.ack-nrw.de/wir-ueber-uns/mi ... utschland/
http://www.wuppertaler-muenzfreunde.de/

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Basti aus Berlin
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Basti aus Berlin » Do 21.04.22 14:23

Habe eigentlich gedacht, dass unter den zahlreichen Usern mit Fokus Rom und Griechenland es detaillierte Antworten gibt. Wenn hier Münzen Antike reingestellt werden, gibt es sofort Einordnung. Und obwohl das nicht meine Nische ist, lese ich mir das Geschrieben gern hin und wieder durch.

Aber OK, dann muß ich mich an einen Sachverständigen wenden.
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Zwerg » Do 21.04.22 14:27

Du bist Dir bewusst, was das kostet!
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Basti aus Berlin » Do 21.04.22 14:38

Ich habe schon Teilbände vom RIC und mehrfach Davenports vermittelt. Bei ersterem sogar die erneuerte Version von 1994, bei zweiten die Version Frankfurt. Da hätte ich mich auch fürstlich entlohnen lassen können. Die gehen je in den dreistelligen Bereich. Fast geschlossene Sammlung Deutsch Ostafrika mit dem 2er.

Ich gucke eher durch die soziale statt Raffgierperspektive.
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Zwerg » Do 21.04.22 15:57

Basti - das Problem ist nicht, daß keiner die Münzen bestimmen will, sondern ganz einfach, daß man dies in einem vertretbaren Rahmen einfach nicht kann!
Du kannst uns die Ergebnisse eines Sachverständigen dann gerne hier mitteilen.
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Basti aus Berlin » Do 21.04.22 16:40

Dann noch mal von vorn: Selbst für die ganzen Wettiner Länder, welche ein Zeitfenster von nur 1000 Jahren haben, gibt es viel Literatur und Sachcerständige. Rom genauso. USA noch mehr. Selbst England/Indien und China werden hier bedient. Hätte nicht gedacht, dass dieses Genre so extrem schwierig ist. Und keine Sorge, nicht schnippisch gemeint. Dachte die Romexperten können das aus dem FF, weil sie ja halt - und da schließt sich der Kreis - Referenzen und akademischen Hintergrund in Richtung Rom haben. Wie zB der Chefadmin halt. Echt krass ... man lernt nie aus ...
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Wurzel » Do 21.04.22 16:58

Hallo Basti,

du irrst dich im Bezug auf den Hintergrund der vieler Sammler, ich zum Beispiel bin von Beruf Krankenpfleger und habe mir mein Wissen zum Thema Byzanz hier im Forum aus der Literatur und entsprechenden Seiten im Internet angeeignet und teile aus diesem Grund gerne mein Wissen hier.

Es gibt reichlich Forenmitglieder die auch einen beruflichen Hintergund zur Münzsammlung haben, teilweise als Händler, teilweise als Authoren. Aber der überwiegende Teil sind Hobbynumismatiker

Deswegen habe ich zum Beispiel von römischen Münzen und Mittelater kaum Kenntnisse, mein Schwerpunkt liegt halt bei Byzanz und hier eher im Bereich vor der Skyphatenprägung. Es kann durchaus sein das ein Sammler der sich mit den Skyphaten mehr beschäftigt auch mehr sagen kann als ich.

Ich hatte mich zu dem Thema überhaupt nur geäußert weil du so gedrängt hast, ansonsten schweige ich dazu, aufgrund meiner fehlenden Kentnisse, lieber, ich wollte dich aber auch nicht gänzlich ohne Antwort stehen lassen und mich bemüht dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Von deiner Reaktion habe ich mich, ehrlich gesagt ein wenig angegriffen gefühlt, aber beschlossen nicht darauf zu reagieren, weil 1. die reine Schriftsprache unvollkommen zur Kommunikation ist, da hier wichtige Elemente wie Mimik und Tonlage, fehlen und 2. ein Streit wenig Sinn gemacht hätte. Schön das Du nochmal betont hast, das du es nicht schnippisch meinst, das hilft mir bei der Einordnung deiner Äußerungen.

LG

Michael
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Basti aus Berlin » Do 21.04.22 17:09

Wurzel hat geschrieben:
Do 21.04.22 16:58
Hallo Basti,

du irrst dich im Bezug auf den Hintergrund der vieler Sammler, ich zum Beispiel bin von Beruf Krankenpfleger und habe mir mein Wissen zum Thema Byzanz hier im Forum aus der Literatur und entsprechenden Seiten im Internet angeeignet und teile aus diesem Grund gerne mein Wissen hier.

Es gibt reichlich Forenmitglieder die auch einen beruflichen Hintergund zur Münzsammlung haben, teilweise als Händler, teilweise als Authoren. Aber der überwiegende Teil sind Hobbynumismatiker

Deswegen habe ich zum Beispiel von römischen Münzen und Mittelater kaum Kenntnisse, mein Schwerpunkt liegt halt bei Byzanz und hier eher im Bereich vor der Skyphatenprägung. Es kann durchaus sein das ein Sammler der sich mit den Skyphaten mehr beschäftigt auch mehr sagen kann als ich.

Ich hatte mich zu dem Thema überhaupt nur geäußert weil du so gedrängt hast, ansonsten schweige ich dazu, aufgrund meiner fehlenden Kentnisse, lieber, ich wollte dich aber auch nicht gänzlich ohne Antwort stehen lassen und mich bemüht dabei auf sachlicher Ebene zu bleiben.

Von deiner Reaktion habe ich mich, ehrlich gesagt ein wenig angegriffen gefühlt, aber beschlossen nicht darauf zu reagieren, weil 1. die reine Schriftsprache unvollkommen zur Kommunikation ist, da hier wichtige Elemente wie Mimik und Tonlage, fehlen und 2. ein Streit wenig Sinn gemacht hätte. Schön das Du nochmal betont hast, das du es nicht schnippisch meinst, das hilft mir bei der Einordnung deiner Äußerungen.

LG

Michael
Du, danke der Ehrlichkeit. Deinen Beruf weiß ich sehr zu schätzen, weil ich lange Zeit Epilepsie hatte. Und beim Job als Krankenpfleger du, wie Erzieher ich, gilt Reden und Schreiben gar nichts. Mimik und Gestik gelten für uns beide 'mehr als tausend Worte'. Respekt dir =)

Und zum Thema Schreiben: Mit Hellem in der Hand sich abends zurücklehnen und hier Sachen lesen oder im Davenport Bilder angcken ... für mich abschalten =D
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von antoninus1 » Do 21.04.22 18:49

Basti aus Berlin hat geschrieben:
Do 21.04.22 14:23
Habe eigentlich gedacht, dass unter den zahlreichen Usern mit Fokus Rom und Griechenland es detaillierte Antworten gibt. Wenn hier Münzen Antike reingestellt werden, gibt es sofort Einordnung.
...
Wenn jemand Rom oder Griechenland sammelt, heißt das noch gar nicht, dass er zu Byzanz etwas sagen kann. Das ist ein vollkommen eigenes Gebiet und für die meisten Sammler antiker und mittelalterlicher Münzen schwer zugänglich und auch ehrlich gesagt unattraktiv.
Das ist eher etwas für Wissenschaftler als für uns Sammler, die auch etwas Ästhetisches auf dem Tablett haben wollen.
Der Schwerpunkt hier liegt halt auf den ersten beiden Gebieten, deshalb kann da oft schnell geholfen werden, auch wenn die Münzen schlecht erhalten sind. Diese Gebiete sind viel zugänglicher als Byzanz.
Ansonsten hat Wurzel oben schön anschaulich gemacht, was die Bestimmung Deiner Münzen so schwierig bis unmöglich macht.
Hier erwartest Du einfach etwas zuviel.
Gruß,
antoninus1

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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von antoninus1 » Do 21.04.22 18:50

Zwerg hat geschrieben:
Do 21.04.22 14:27
Du bist Dir bewusst, was das kostet!
Was würde ein Sachverständiger denn voraussichtlich machen?
Pro Münze berechnen, nach Gesamtaufwand, oder ablehnen?
Gruß,
antoninus1

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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Basti aus Berlin » Do 21.04.22 19:15

Hier muß man ja leider immer überbetonen, dass nichts sarkastisch, ironisch, zynisch oder gekünzelt ist.

Eure Antworten machen mich echt baff. Das hätte ich mir nie im Leben träumen lassen, dass die Nische Byzanz so kompliziert ist. Echt heavy ...

Fast jede Nische wird hier dargestellt. Hier sind tolle Leute, welche sich in Inden, Ostasien (vor den Europäern), teils sogar Islam und Kelten auskennen. Aber das Zeitfenster 491–1453 ist zu schwierig?

Noch mal der naive Basti: Kelten sind Imitationen und nur Bilder / Islam hat Bilderverbot / Indien vor den Engländern ist extrem zersplittert ... aber all das ist erschlossen? Hä? Das hätte ich mir nie im Leben denken lassen. Dabei sind doch bei Auktionen von Künker oder bei MA-Shops dauernd byzantinische Sachen. Genauso wie Kreuzfahrer, Georgien, Armenien usw.

Hätt ich nie im Leben gedacht, dass das scheinbar so kompliziert ist.
Zuletzt geändert von Basti aus Berlin am Fr 22.04.22 13:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Bestimmungshilfe Byzanz

Beitrag von Wurzel » Do 21.04.22 21:42

Basti aus Berlin hat geschrieben:
Do 21.04.22 19:15

Fast jede Nische wird hier dargestellt. Hier sind tolle Leute, welche sich in Inden, Ostasien (vor den Europäern), teils sogar Islam und Kelten auskennen. Aber das Zeitfenster 491–1453 ist zu schwierig?
Bis zum Beginn der Skyphatenprägung geht es eigentlich recht gut, das Gebiet Byzanz ist sicherlich auch erschlossen, es gibt diverse Veröffentlichungen. Hervorzuheben ist Hier der Hahn, welcher allderings auch nur Früh bis Mittelbyzanz behandelt.
Das Museum Dumbarton Oaks hat seine Sammlung komplett wissenschaftlich bearbeitet veröffentlich, darunter auch Schüsselmünzen.
und viele andere Veröffentlichung, darunter das Sammlernachschlagewerk von David Sear und von Dr. Urs Sommer. Letzter ist übrigen von Hause aus Philosoph und kein Numismatiker und vor allem ein sehr freundlicher sympathischer Mensch.

Herr Stephan Joppich hatte das Buch "Die Billonskyphaten der Komnenen und Angeloi und ihre zeitgenössischen Imitationen 1092-1215" im eigenverlag herausgegeben und sich darin mit einem Teil der Skyphatenprägungen beschäftigt.
Herr Joppich ist in diesem Bereich meines Wissens nicht mehr tätig, das Buch ist leider auch nicht mehr erhältlich. Ich habe den Band von 2007 (mit Widmung) und versucht dir deine Münzen daraus zu bestimmen, allerdings sprengt der Zeitaufwand echt meinen Rahmen, wie gesagt diese Phase der byzantinischen Numismatik liegt mir nicht.

Hier findest Du einen Link zu den digitalen versionen des DOC es sind mehrere Bände:

viewtopic.php?f=47&t=58457

Die ersten billion Skyphaten tauchen tatsächlich etwa ab 1100 auf.

Das oströmische Reich (byzantinisches) hatte nach dem Untergang Westroms fast 1000 Jahre bestand ist aber durch sehr turbulente Phasen mit höhen und tiefen gegangen deine Münzen stammen ungefähr aus den letzten 350 Jahren , und ja für diese Münzen braucht man nocheinmal eoin anderes Spezialwissen als für die anderen Byzantiner.

Hier übrigens mal ein toll erhaöltenes und ausgeprägtes Exemplar:

viewtopic.php?f=47&t=57168

LG

Michael
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