Brandenburg
- mimach
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Re: Brandenburg
Toller Nachweis.
An deinen Auswertungen kann man erkennen, in welche instabile Lage Brandenburg im ausgehenden 14. Jahrhundert geraten ist.
Ein ordentlicher Wertverlust je Pfennig.
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Mitglied im Verein für Münzkunde Nürnberg
"Wir laden herzlich zu unseren Stammtischen und Vorträgen im Germanischen Nationalmuseum ein!"
https://www.vfm-nbg.de/
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- olricus
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Re: Brandenburg
Passend zum Tread zur Bestimmung einer Münze mit einer Hand zeige ich mal
mein Stück von Brandenburg als Vergleich:
Brandenburg, unbestimmter Denar einer bischöflichen Prägung ca.1375-1380,
VS nach Bahrfeld Bischof mit zwei Krummstäben,
RS Hand, nach anderen Quellen auch bischoflicher Handschuh,
0,37 Gramm, 14 mm, Bahrfeld I/750, Dannenberg 281
mein Stück von Brandenburg als Vergleich:
Brandenburg, unbestimmter Denar einer bischöflichen Prägung ca.1375-1380,
VS nach Bahrfeld Bischof mit zwei Krummstäben,
RS Hand, nach anderen Quellen auch bischoflicher Handschuh,
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- olricus
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Re: Brandenburg
Ich zeige hier mal einen alten Brandenburger Groschen mit einen interessanten
Stempelfehler, der Bahrfeld auch schon bekannt war:
Brandenburg, Kurfürst Joachim I., Groschen 1517, Prägestätte Berlin, Münzmeister Andreas Boldicke,
2,55 Gramm, ca. 26 mm, Bahrfeld 200aa.
Zur damaligen Zeit wurde die Zahl 7 als kopfstendes V geprägt, so auch bei 1517,
bei meinen Stück hat der Stempelschneider die zweite 1 vergessen, beim Vergleich
mit den anderen Berliner Groschen von 1517 gibt es nur diese Möglichkeit, siehe Bahrfeld.
Stempelfehler, der Bahrfeld auch schon bekannt war:
Brandenburg, Kurfürst Joachim I., Groschen 1517, Prägestätte Berlin, Münzmeister Andreas Boldicke,
2,55 Gramm, ca. 26 mm, Bahrfeld 200aa.
Zur damaligen Zeit wurde die Zahl 7 als kopfstendes V geprägt, so auch bei 1517,
bei meinen Stück hat der Stempelschneider die zweite 1 vergessen, beim Vergleich
mit den anderen Berliner Groschen von 1517 gibt es nur diese Möglichkeit, siehe Bahrfeld.
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Re: Brandenburg
Ob diese Zahl tatsächlich im ursprünglichen Sinn "vergessen" wurde bezweifle ich. Der Eisengraber war mit dem Platz zu verschwenderisch und hatte keinen Platz mehr für einen Buchstaben oder eine Zahl. Dann hat er sich für den "Zehner" entschieden. Die Leute wußten ja, dass sich in einem der 1510er Jahre lebten.
Viele Grüße
QVINTVS
Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.
Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)
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QVINTVS
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- olricus
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Re: Brandenburg
Hallo QVINTVS,
vielen Dank für Deinen Hinweis, es kann natürlich auch sein, dass der Stempelschneider
die 1 wegen Platzmangel weggelassen hat, es wäre sehr knapp geworden.
So ordne ich das Stück unter "Stempelfehler" ein, ob wissentlich oder aus Versehen
könnte er uns nur selbst sagen, Bahrfeld äußert sich nicht dazu.
Im Anhang zeige ich mal alle 28 Varianten des Groschens 1517 mit Münzzeichen Stern
aus dem Katalog von Bahrfeld, Nr. 200:
vielen Dank für Deinen Hinweis, es kann natürlich auch sein, dass der Stempelschneider
die 1 wegen Platzmangel weggelassen hat, es wäre sehr knapp geworden.
So ordne ich das Stück unter "Stempelfehler" ein, ob wissentlich oder aus Versehen
könnte er uns nur selbst sagen, Bahrfeld äußert sich nicht dazu.
Im Anhang zeige ich mal alle 28 Varianten des Groschens 1517 mit Münzzeichen Stern
aus dem Katalog von Bahrfeld, Nr. 200:
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Re: Brandenburg
Vielen Dank fürs Zeigen und die Abbildungen. Erst jetzt habe ich BERLIN auf dem Groschen gelesen.
Viele Grüße
QVINTVS
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Re: Brandenburg
Ich zeige hier mal meine letzte Neuerwerbung aus Brandenburg:
Denar aus der Zeit der bayerischen Markgrafen 1323 -1373, Bahrfeld 691 (unbestimmt),
Dannenberg 254, er weist das Stück dem letzten Wittelsbacher Otto VIII. zu (1360-1373).
16,0 mm, 0,64 Gramm.
Der Verkäufer versicherte, dass das Stück aus dem Nachlass von Dr. Hans-Dieter Dannenberg
stammt, der vor einiger Zeit bei der Fa. Höhn in Leipzig versteigert wurde.
Die meisten Wittelsbacher Denare aus Dannenbergs Nachlass stammen aus dem Fund von
der Klippmühle 1929.
Entsprechende Vermerke von Dannenberg finden sich auf der mitglieferten Münztüte, aber
die dortigen Angaben zu Gewicht und Durchmesser stimmen mit der Münze nicht überein,
siehe Anhang.
Eine Anfrage beim Verkäufer bestätigte, dass nach der Versteigerung bei Höhn schon mehrere
Vertauschungen von Tüte und Münze aufgetaucht sind.
Für mich aber trotzden ein schönes Stück für die Sammlung
Eine Frage noch, gibt es den Katalog von Dannenberg aufrufbar im Netz bzw. ist er noch
kaüflich zu erwerben ?
Grüße von olricus
Denar aus der Zeit der bayerischen Markgrafen 1323 -1373, Bahrfeld 691 (unbestimmt),
Dannenberg 254, er weist das Stück dem letzten Wittelsbacher Otto VIII. zu (1360-1373).
16,0 mm, 0,64 Gramm.
Der Verkäufer versicherte, dass das Stück aus dem Nachlass von Dr. Hans-Dieter Dannenberg
stammt, der vor einiger Zeit bei der Fa. Höhn in Leipzig versteigert wurde.
Die meisten Wittelsbacher Denare aus Dannenbergs Nachlass stammen aus dem Fund von
der Klippmühle 1929.
Entsprechende Vermerke von Dannenberg finden sich auf der mitglieferten Münztüte, aber
die dortigen Angaben zu Gewicht und Durchmesser stimmen mit der Münze nicht überein,
siehe Anhang.
Eine Anfrage beim Verkäufer bestätigte, dass nach der Versteigerung bei Höhn schon mehrere
Vertauschungen von Tüte und Münze aufgetaucht sind.
Für mich aber trotzden ein schönes Stück für die Sammlung
kaüflich zu erwerben ?
Grüße von olricus
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- mimach (Sa 24.01.26 21:43) • Chippi (Sa 24.01.26 21:45) • Arthur Schopenhauer (Sa 24.01.26 22:02)
- mimach
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Re: Brandenburg
Hallo olricus,
schönes Exemplar.
Ich hatte damals ein Exemplar aus der Sammlung bei Höhn ersteigert.
"Höhn, 101. Saalauktion - Mai 2023, Los 1252 / Nr. 5"
15,97 mm
0,67 g
Du findest den Katalog nur noch antiquarisch.
Die Nachträge wurden damals separat veröffentlicht.
Es gab einige Korrekturen, vor allem bei den späteren Prägungen.
Schreib mir, ich kann dir da helfen.
Gruß
Christian
schönes Exemplar.
Ich hatte damals ein Exemplar aus der Sammlung bei Höhn ersteigert.
"Höhn, 101. Saalauktion - Mai 2023, Los 1252 / Nr. 5"
15,97 mm
0,67 g
Du findest den Katalog nur noch antiquarisch.
Die Nachträge wurden damals separat veröffentlicht.
Es gab einige Korrekturen, vor allem bei den späteren Prägungen.
Schreib mir, ich kann dir da helfen.
Gruß
Christian
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