Fälschungsgalerie

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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Numis-Student
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Beitrag von Numis-Student » Fr 23.10.09 14:12

ja bitte, DER Sesterz ist doch wirklich nicht mehr schön im Sinne von ästhetisch (im Sinne der Katalogbezeichnung auch nicht ;-) ).
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Numis-Student » Fr 23.10.09 14:13

Aber wenigstens ist er echt, und nicht mal verschnitzpfuscht :-D :-D :-D

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Submuntorium
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Beitrag von Submuntorium » Fr 23.10.09 14:56

Und man sollten nicht vergessen,dass es ein Pertinax ist!!!
viele grüße,
Submuntorium

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richard55-47
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Beitrag von richard55-47 » Fr 23.10.09 20:10

Numis-Student hat geschrieben:Aber wenigstens ist er echt, und nicht mal verschnitzpfuscht :-D :-D :-D
Ich kann mir gut vorstellen, dass die neuzeitlichen Metallschaffenden aus so einem Stück glatt das machen, was cash auf die Kralle bringt, wie man so in Schülerkreisen sagt.

Einen Perti hätte ich ganz gerne. Demnächst ist Weihnachten, schaun wir mal.
Bis dahin tut es auch mein neuester Nero Denar Rv. Salus, Dm 16,00, 3,40 Gramm. Nicht besonders gut erhalten, bei Nero wird das ja immer schnell teuer, aber für 39,50 € kann man nicht meckern. Der Iuppiter custor, den ich vor Jahren von einem Gladiator gekauft habe, hat mich 150,00 € gekostet. Das sind schon Unterschiede.

P.S.: Ist mir die Farbe nicht gut gelungen? Wer Lust hat, mir diese Münze als Aureus abzukaufen, möge mir eine PN - wegen der Steuer und wegen des KHK aus dem Hessischen - schicken. :P
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Beitrag von Numis-Student » Fr 23.10.09 21:19

richard55-47 hat geschrieben: Einen Perti hätte ich ganz gerne. Demnächst ist Weihnachten, schaun wir mal.
Also wenn du mit so einem Perti zufrieden bist: Die gibts manchmal in Wühlkisten oder Schrottlots. Meiner stammt aus einem Schrottlot von etwa 200 Bronzen und kostete umgerechnet 25 Cent :-D Desweiteren dabei: ich glaube 3 Galbas, ein paar Nervas und ein (echter) Cavino :-)
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von richard55-47 » Fr 23.10.09 21:28

Mit Cavino hast du mich kräftig ins Schleudern gebracht, aber ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen, siehe http://de.mimi.hu/numismatik/cavino.html.

Wühlkisten habe ich diverse durchforstet. Da ist mein nicht vorhandener Dachboden ergiebiger.

Meine durchaus ernst gemeinte Frage an fliegende Münzhändler (in der Hoffnung, dass die keine Ahnung haben) nach römischen Münzen löst nur einen Reflex aus: Mann, ist der bescheuert. Dass nicht die Leute mit den weißen Kitteln und den zuzubindenden Jacken aus dem Busch klettern, ist bisher Glücksache gewesen.
do ut des.

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Beitrag von Numis-Student » Fr 23.10.09 21:40

Was für fliegende Münzhändler halten ihre Kunden für bescheuert, wenn sie Münzen haben wollen ???
Dieses Lot stammte wohl aus einer Saalauktion, der Käufer wollte Metall-Analyysen damit durchführen, ist aber leider sehr plötzlich verstorben.

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Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 23.10.09 21:57

Numis-Student hat geschrieben:Was für fliegende Münzhändler halten ihre Kunden für bescheuert, wenn sie Münzen haben wollen ???
Na hör mal, echte römische Münzen, die sind doch superselten und superteuer, gibt's doch sicher nur in Museen, so 'ne Münze, die 2000 Jahre alt ist, muß doch auch mindestens 2000 Euro kosten... :silly: :roll:

Homer
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Beitrag von richard55-47 » Fr 23.10.09 22:00

Die von mir als fliegend bezeichneten Händler sind Beschicker diverser Flohmärkte, die ich abgeklappert habe. Die betrachten Interessenten von Römern als abgedreht.

Flohkisten auf Münzmessen habe ich auch schon durchwühlt. Da lagen Antiken drin, jede Menge. Für eine Unterlegscheibe wurden teils immer noch nette Preise verlangt. Von 25 Cent und so ist mir nichts in die Augen gefallen. Ein einziges Schrottlot habe ich in meiner Laufbahn gekauft. Das war auch Schrott. Die 10,00 € + Porto für 10 Münzen = im Schnitt 1,00 € - hätte ich besser meinem Enkel geschenkt.
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Beitrag von areich » Fr 23.10.09 22:18

Man findet nette Sachen in Grabbelkisten aber richtige Knaller selten.
Es ist auch mehr die Jagd, die zählt und Spaß macht. Wenn ich eine Münze für 5€ kaufe und für 9-10€ weiterverkaufe dann ist das kein sehr guter Stundenlohn aber darum geht es auch nicht. Ich habe Spaß gehabt und mir meine 'richtigen', d.h. nicht aus Grabbelkisten gefischten Münzen zumindest zu einem kleinen Teil finanziert. Partinax habe ich noch nicht gefunden (bzw. erkannt) aber Procopius, Flavius Victor, Magnus Maximus, Florianus.

Allerdings auf Börsen, auf Flohmärkten verlangen die manchmal tatsächlich
20€ für Münzen, für die ich keine 20 Cent bezahlen würde. Da gibt's dann auch nichts zu handeln.

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Beitrag von Numis-Student » Sa 24.10.09 00:43

Ja, die 25 Cent waren auch der Durchschnittspreis, ich musste halt das ganze Lot für 50 Euro nehmen, habe aber einige Münzen weitergegeben und daher meine Ausgaben wieder reingekriegt. So könnte ich sogar sagen, dass ich ihn gratis bekommen habe :-D . Also ich kenne üblicherweise Wühlkistenpreise von 5 oder 10 Euro, wenn Silber mit drin liegt, oft 20 oder 25 Euro pro Stück. Aber das sind dann schon Stücke, die wirklich nett sind und gefallen.
Ich kaufe sowohl auf Flohmärkten als auch auf Börsen.
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von chinamul » Sa 24.10.09 11:26

Die folgende Münze halte ich aus mehreren Gründen für eine Gußfälschung. Ich muß gestehen, daß ich mich von dem leider wenig aussagekräftigen Foto des Anbieters habe täuschen lassen. In der Hand zeigten sich dann aber sofort die Schwächen der von mir vermuteten Fälschung: Die Randschrägung war sichtbar durch Befeilen hergestellt worden, in erster Linie aber weist die Münze an mehreren Stellen - besonders an den Kranzschleifen - zahlreiche kupferne Buckel und Erhebungen auf, wie sie beim Prägen eigentlich so nicht entstehen können, es sei denn, man hätte ein Stempelpaar mit tief eingefressenen Rostnarben verwendet.
Wie seht Ihr die Sache?

Gruß

chinamul
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Nil tam difficile est, quin quaerendo investigari possit

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Beitrag von Numis-Student » Sa 24.10.09 11:32

Hallo Chinamul,
das sieht leider wirklich nach Gussfälschung aus. Ist auf 12h noch der Ansatz des Gusszapfens erkennbar ?
Schöne Grüße,
MR

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Beitrag von Stater » Sa 24.10.09 12:38

Könnte es vielleicht eine entpatinierte Prägung aus Alexandria sein?
Korrigiert mich bitte, aber ich glaube die Rohlinge waren dort gegossen.

Es wäre vielleicht nur eine Möglichkeit.

Gruß

Stater

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Beitrag von Numis-Student » Sa 24.10.09 12:50

Hallo Stater, klar, es ist ein Alexandriner, aber dort wurden die Schrötlinge mit Randschrägung gegossen, diese wurde nicht durch Feilen hergestellt. Dann wäre aber das Prägebild klarer, nicht so verschwommen.
Schöne Grüße,
MR

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