Der griechische Schaukasten

Griechische Münzen des Altertums

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 22:55

Philip II Tetrobol, Silber sieht kristallisiert aus unten auf Avers gibt es Absplitterung, darunter sieht es kristallisiert aus.
Was daran falsch sein soll, weiß ich nicht, gibt schönere Stücke ohne Frage nur sind die schöneren Stücke dafür häufig falsch.
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 23:00

Der Tetrobol aus Makedonien ist eines der Stücke das mir Probleme bereitet, vom Gefühl her echt nur gibt es auf der Vorderseite Oberfläschenprobleme deren Ursache ich nicht kenne und viele Kratzer. Ist das auf dem Avers : Delamination? Starke Korrosion? Verrosteter Stempel?
Die hätte ich auch aussortiert, selbst wenn die echt ist.
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 23:04

Gallienus, Oberfläche ist stark angegriffen womöglich stark gereinigt, ist so eine Münze für Krabbelkiste (10 Euro Münzen), nur habe ich im Druchschnitt halt deutlich über 10 Euro pro Stück bezahlt. Für Ca 120 Fälschungen/Münzen ca 3500 Euro. also ca 30 Euro pro Stück.
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Zuletzt geändert von Amentia am Do 02.12.21 09:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 23:07

Caracalla scharf gereinigt mit Eisenoxid oder Kupfer Verkrustungen.
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 23:08

Anderer Caracalla
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Mi 01.12.21 23:10

Philippus, der Kantenriss ist scharf und geht auf beiden Seite gleich weit und in einem Kantenriss sieht man grüne Kupferoxid Anhaftungen.
Sieht auf Bildern komisch aus unter Vergrößerung und in Hand überzeugend, was mich da stört ist der glatte Rand aber sonst passt alles.
Habe die in Hand bevor ich die eingestellt habe geprüft, Rand, Gewicht, Stil, Oberfläche mit Lupe und Mikroskop und verglichen mit mir zugänglichen Fälschungsdatenbanken und nichts gefunden. Nur sind 15, eine echte habe ich irgendwo veloren aus 120 Stücken doch ungewöhnliche viele echte Münzen. Dass da echte Stücke in einer Fälschungssammlung sind ist eigentlich normal, habe selbst immer noch das Problem, dass ich nur Stücke von deren Echtheit ich eigentlich fast zu 100% überzeugt bin raus nehme von den Fälschungen und drinnen bleiben dann einige Stücke im drei und vierstelligen Bereich wo ich schwanke zwischen echt und falsch, was mich und womöglich den Verdammer an denen stört rechtfertigt halt nicht zwingend eine Verdammung aber womöglich gibt es mir nicht bekannte Probleme die ich übersehe, die eine Verdammung rechtfertigen, daher sind die noch bei den Fälschungen.

In dem Fälschungslos mit den 30 Denaren war wohl auch der Caligula Denar echt sonst lässt sich der Preis 1300 mit Aufgeld ca 1600 nicht rechtfertigen für 30 Replikas aus Bulgarien. Macht ein Stückpreis von ungefähr 50 Euro.
Wert der einzelnen Fälschungen in dem Los zwischen 10 und 30 Euro. Da war jemand entweder sehr intelligent und hat einen echten Caligula oder dumm falls der Caligula auch falsch sein sollte und hat dann ca 1000 Euro über Wert bezahlt für die Fälschungen.

https://ha-europe.com/en/browse?aid=55& ... lid=224808
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von antoninus1 » Do 02.12.21 10:05

Beim Divus Antoninus passt der Portraitstil nicht, der ist sicher modern. Auch der Schrötling hat das flache Aussehen und die kleinen Schrötlingsrisse, die typisch für gepresste Fälschungen sind.
Gruß,
antoninus1

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Amentia » Do 02.12.21 10:15

Der Stil vom Divus Antoninus hat mich auch gestört nur scheint der Stil für die Prägeserie ok zu sein und der Rand inklusive Rest vom Gusszapfen bei 12 Uhr hat mich dann doch zu echt tendieren lassen, da da Rohlinge für Fälschungen heutzutage eigentlich anderes hergestellt werden ohne Gusskanäle. Konnte da auch keine stempelgleiche Fälschung finde. Nur eine echte vom gleichen Künstler Portrait ist fast identisch und Stil der Buchstaben z.B. D.
Auch sieht die in Hand nicht gepresst aus und anderer Revers, dass ein Fälscher 2 Avers- und Reversstempel für solch einen Münztyp macht wäre auch recht ungewöhlich. Die rot-braune Verfärbung sah überzeugend aus, mit Aceton ging die nicht weg aber mit Ammoniak und langer Einwirkzeit vielleicht war das Kupfer oder Silberchlorid.

gleicher Künstler Naumann Auction 40 Los 576

https://www.acsearch.info/search.html?id=2934444

Edit auf acsearch gibt es einige Münzen dieser Serie von diesem Künstler mit sehr ähnlichem Portrait und dem Strich vorne beim D.

https://www.acsearch.info/search.html?t ... sd&order=0

Bild Avers meiner Münze vs Naumann
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Vergleich Avers.jpg

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von antoninus1 » So 05.12.21 12:28

Hier eine Neuerwerbung, die mich sehr freut, weil es mir endlich gelungen ist, eine alexandrinische Kleopatra zu bekommen, die gut ausgeprägt ist und bei der man die Gesichtszüge sehr gut erkennen kann. Wie gerade in der Römerabteilung gelesen, dürfte ja dieses Portrait ihr am ähnlichsten sein (im Gegensatz zu den Mark Antonischen Portraits auf Denaren und Tetradrachmen :) )
Wenn man sich anstrengt, kann man auch ihren Namen auf dem Revers lesen.
Kleopatra.jpg
Bronze 27 mm (Alexandria, 50-31 v.Chr.)
Av.: Drap. Büste m. Tänie n. r.
Rv.: Adler n.l., davor Füllhorn, dahinter Π
ΚΛΕoΠΑΤΡΑC ΒΑCΙΛΙCCΗC
Svoronos 1871
20,57 g
Gruß,
antoninus1

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Homer J. Simpson » So 05.12.21 13:59

Sehr hübsch, wirklich überdurchschnittlich, und den Namen kann ich sogar mit nur wenig Mühe lesen. Glückwunsch!

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Altamura2 » Mo 06.12.21 09:18

antoninus1 hat geschrieben:
So 05.12.21 12:28
... weil es mir endlich gelungen ist, eine alexandrinische Kleopatra zu bekommen, die gut ausgeprägt ist und bei der man die Gesichtszüge sehr gut erkennen kann ...
Die ist interessant, Du hast ja auch gleich das größere 80-Drachmen-Nominal erwischt :D .
antoninus1 hat geschrieben:
So 05.12.21 12:28
... dürfte ja dieses Portrait ihr am ähnlichsten sein ...
Aber wie ähnlich, wissen wir immer noch nicht :? .

Einen netten Artikel zur ptolemäischen Münzprägung von Thomas Faucher hab' ich eben auch noch gefunden (aber noch nicht gelesen :| ), "La chimie de la pièce - fabrication, composition et provenance des monnaies d’Alexandrie", in Marco Beretta, Philippe Bromblet, Thomas Calligaro und Jean-Yves Empereur (Hrsg.), "Chimie et Alexandrie dans l’Antiquité", 2020:
http://www.mediachimie.org/sites/defaul ... e_p225.pdf
der sein Thema anhand dieser Kleopatra-Münzen entwickelt. Ist auf Französisch, kann man aber durch einen Übersetzer jagen :D .

Einen Beitrag zu Kleopatra auf Münzen der BnF gibt es auch noch:
https://gallica.bnf.fr/blog/14042015/cl ... de=desktop

Gruß

Altamura

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von antoninus1 » Mo 06.12.21 21:15

Ja, wie ähnlich wissen wir immer noch nicht, aber damit kann ich leben :)

Das Stück in der BNF ist ja eine silberne Drachme 8O . Ich wusste gar nicht, dass es die auch gibt. Vielleicht finde ich ja mal eine unerkannte :)
Gruß,
antoninus1

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von numis-sven2 » Mo 06.12.21 22:26

Die Kleopatra VII AR-Drachmen sind wirkliche Highlights. Es gibt lediglich einen Typ, von welchem Svoronos insgesamt 7 Exemplare kannte. Eines auch in Berlin (aktuell ausgestellt): https://ikmk.smb.museum/object?lang=de&id=18238383

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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 06.12.21 23:14

Ähm --- Highlight, von der Seltenheit und der historischen Bedeutung bestimmt; ästhetisch würde ich da fast zu sagen wagen, ich kenne NOCH schönere Münzen. ;-)

Homer
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Re: Der griechische Schaukasten

Beitrag von Altamura2 » Di 07.12.21 09:19

numis-sven2 hat geschrieben:
Mo 06.12.21 22:26
... Es gibt lediglich einen Typ, von welchem Svoronos insgesamt 7 Exemplare kannte. Eines auch in Berlin ...
Wenn man ein wenig sucht, dann findet man sogar noch mehr:
Das BM in London hat eine: https://www.britishmuseum.org/collectio ... 57-0822-46
das Museum of Fine Arts in Boston: https://collections.mfa.org/objects/163 ... AE8A8FBEB7 (1901 für 22.142,63 $ erworben 8O )
die BnF hat sogar zwei: https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b8509077n - https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/btv1b85090782

Dann gibt es mit derselben Darstellung auch noch Tetradrachmen aus Ascalon: https://www.britishmuseum.org/collectio ... 875-1102-3
von denen Svoronos insgesamt nur drei Exemplare in verschiedenen Varianten kannte (1883-85, womit der Plural "Tetradrachmen" dann schon fast übertrieben erscheint :D ).

Gruß

Altamura

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