Was soll das?

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friedberg
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Re: Was soll das?

Beitrag von friedberg » Do 29.01.26 20:03

Hallo Numiscus,
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
ALLERDINGS kaufte der neue Eigentümer nicht für 3.200 Euro ein kleines rundes Stück Gold, sondern eine "Geschichte" bzw. dessen Geschichte.
Pardon aber Deine Aussage ist spekulativ. Da Du nicht der Käufer bist kennst Du auch nicht die Motivation des Käufers.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
Wie du treffend bemerkst, ist die Zuschreibung falsch, unbelegt und unseriös. Damit haben wir quasi bereits das wichtigste Verkaufsargument, dass auch zu Beginn der Beschreibung von Höhn aufgeführt wird, als illegitim entlarvt. Nun könnte man mit der Argumentation bereits an diesem Punkt aufhören, weil bereits das den Verkauf delegitimiert.
Das ist Deine Dir unbenommene eigene Meinung. Diese teile ich nicht.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
Aber okay, machen wir dennoch weiter. Die Einordnung "Jeton/Whistspiele" ist schon deshalb bedenklich, da behauptet wird, dass damit das untersagte Kommunizieren umgangen werden sollte. Bei im Spielbetrieb hatten die Jetons vornehmlich die Funktion einer "Spielwährung", die man gelegentlich mit Sinnsprüchen versehen konnte. Auch ein emblematischer Hintergrund ist naheliegend. Als kommunikatives Sprachmittel oder Geheimzeichen im Whist nicht belegt. Die Hauschild-Erwähnung verweist nur auf die deskriptive Literatur. Kann aber bei einem durchschnittlichen Käufer den Eindruck erwecken, dass das was da alles in der Beschreibung erwähnt wird, durch eine historische Fachpublikationen seine Bestätigung findet.
Fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Wenn Du anderer Meinung bist dann belege Deine obigen Aussagen
mit Literaturangaben die Deine Meinung bestätigen. Andernfalls ist das nur Deine eigene nicht belegte Meinung
und es steht für mich 50:50.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
Die Einordnung als "Von größter Seltenheit" ist ebenfalls illegitim, wenn ich diese nicht explizit erkläre. ... Zudem ist weder das Stück noch seine Artgenossen nachgewiesenermaßen "von außerordentlicher Seltenheit."
Die Angabe der Seltenheit ist eine subjektive Einschätzung der Firma HÖHN. Wenn Du oben schreibst, Zitat: "... nachgewiesenermaßen ..."
dann belege dies bitte auch ! Andernfalls handelt es sich bei Deiner Aussage ebenfalls nur um eine subjektive Einschätzung, mehr nicht.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
Schlussendlich ist die Klassifizierung als "ekzeptionales Belegexemplar der Medaillenkunst zur Zeit Friedrich Augusts des Starken" schon durch die allseits bekannten Medaillen "aus der Zeit August des Starken" widerlegt, die in technischer und künstlerischer Hinsicht Lichtjahre von diesem einfachen kleinen Jeton/ frivole Medaille entfernt sind. Auch hier wurde der Käufer mit eine illegitimen Einordnung geködert.
Fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Da es sich um eine subjektive Einschätzung handelt sehe ich den Punkt
nicht als illegitim an.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 16:07
Fazit: Die objektiv leicht zu verifizierenden Eigenschaften sind soweit korrekt. Die eigentlichen Verkaufsargumente - darum geht es ja - und somit auch die eigentlichen Gründe für den Käufer, sind im Wesentlichen belegbar unzutreffend. Der Käufer kaufte demnach einen nicht "außerordentlich selten vorkommenden kleinen goldenen Jeton" für 3.200 Euro.
Ich hatte eingangs ausdrücklich geschrieben das ich bitte "Preise" in der weiteren Unterhaltung ausklammere.
Deshalb um gerade keine weiteren nutzlosen Diskussionen um diesen Aspekt führen zu müssen.
Ich bitte Dich daher noch einmal das wir uns nur um den numismatischen Aspekt unterhalten.

Siehe oben, bitte belege Deine eigene Aussage zur Seltenheit. In welchen Sammlungen und Museen liegen Stücke ?
Andernfalls ist Deine eigene Aussage zur Seltenheit ebenfalls rein subjektiv.

Die eigentlichen Gründe warum der Käufer dieses Stück gekauft hat sind Dir nicht bekannt, reine Spekulation.

Ich empfinde es als nicht korrekt an der Firma HÖHN vorbei zu argumentieren bzw. diese nicht "mit ins Boot zu holen".
Du magst Deine Gründe haben Dich nicht mit der Frima HÖHN in Verbindung zu setzen.
Ich selbst bin dort Kunde und ich werde Firma HÖHN anschreiben, auf diese öffentliche Diskussion verweisen
und selbige um eine Stellungnahme hierzu bitten.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Was soll das?

Beitrag von friedberg » Do 29.01.26 20:19

Hallo,

Ergänzung, ich habe eben Firma HÖHN via email angeschrieben, auf diese Diskussion verwiesen
und um eine Stellungnahme gebeten.
Da die Firma HÖHN auf der aktuellen Berliner Messe vertreten ist kann eine Antwort länger dauern.
Sofern ich eine Antwort erhalte werde ich diese hier im Forum veröffentlichen.
Andernfalls warten wir ab ob Firma HÖHN direkt hier Stellung nimmt.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Was soll das?

Beitrag von Lackland » Do 29.01.26 20:27

Ich empfinde es als nicht korrekt an der Firma HÖHN vorbei zu argumentieren bzw. diese nicht "mit ins Boot zu holen".
Du magst Deine Gründe haben Dich nicht mit der Frima HÖHN in Verbindung zu setzen.
Ich selbst bin dort Kunde und ich werde Firma HÖHN anschreiben, auf diese öffentliche Diskussion verweisen
und selbige um eine Stellungnahme hierzu bitten.
Das ist eine gute Idee!

Und für den Preis kann die Firma Höhn ohnehin nichts! Jemand hat entsprechend geboten. Und Punkt. Wir wissen nicht, warum der Bieter so viel bezahlt hat… Er wird seine Gründe gehabt haben!!!

Viele Grüße

Lackland
„Nach dem Spiel kommen König und Bauer in dieselbe Schachtel.“

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Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 21:13

Hallo friedberg,
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:03
Pardon aber Deine Aussage ist spekulativ. Da Du nicht der Käufer bist kennst Du auch nicht die Motivation des Käufers.
In gewisser Weise ist meine Aussage natürlich eine Annahme, jedoch ist es lebensfern davon auszugehen, dass meine Aussage weit ab der Realität ist oder reines spekulatives Rätselraten. Objektiv betrachtet, ist davon auszugehen, dass der Käufer (oder das Käufer grundsätzlich) im numismatischen Fachhandel kein Bunt- oder Edelmetallplättchen um des Materialwerts Willen kaufen (bis auf marginale Ausnahmen wie Anleger), sondern Objekte mit Hintergrund. Sei es, um Sammlungen zu vervollständigen, Sammlungen zu beginnen und so weiter. Es ist also eine lebensnahe, geradezu sich aufdrängende Annahme, dass hier der Käufer nicht den Materialwert des Stückes begleichen wollte, sondern dessen historischen, numismatischen, dynastischen, funktionalen Hintergrund. Ergo: Es ist naiv, unrealistisch geradezu lebensfern anzunehmen, die Kaufmotivation hätte einen anderen, deutlich banaleren Hintergrund.
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:03
Das ist Deine Dir unbenommene eigene Meinung. Diese teile ich nicht.
Natürlich kannst du anderer Meinung sein. Du kannst auch ein Stück Kohle erwerben, wenn es dir als "Diamant" betitelt verkauft wird. Dennoch bleibt der Verkauf schon aufgrund der falschen Artikelbeschreibung bzw. Überschrift illegitim, da brauche ich gar nicht weiter in der Produktbeschreibung lesen - kannst du in jeder Rechtsliteratur zum Thema finden.
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:03
Fachliche Einschätzung der Firma HÖHN. Wenn Du anderer Meinung bist dann belege Deine obigen Aussagen
mit Literaturangaben die Deine Meinung bestätigen. Andernfalls ist das nur Deine eigene nicht belegte Meinung
und es steht für mich 50:50.
Suche bitte einfach mal nach German Whist, dessen Spielregeln, nach Jetons (ggf. 18. Jahrhundert), Emblematik, Allegorien in einer Suchmaschine deiner Wahl - bereits die ersten Treffen geben dir dezidiert Auskunft/Belege. Übrigens: Nicht ich habe die Geschichte im Zusammenhang Whist erzählt, sondern Höhn. Warum sollte ich also diese Geschichte widerlegen? Höhn müsste sie untermauern, am besten mit Quellen. Ich habe die Höhn-Einordnung bzgl. Whist als "bedenklich" und "nicht belegt" kritisiert. Und dass sie nicht belegt ist, zeigt die Artikelbeschreibung ohne Verweise auf Quellen und ohne auch nur ansatzweise diese Einordnung etwas genauer zu erklären.
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:03
Die Angabe der Seltenheit ist eine subjektive Einschätzung der Firma HÖHN. Wenn Du oben schreibst, Zitat: "... nachgewiesenermaßen ..."
dann belege dies bitte auch ! Andernfalls handelt es sich bei Deiner Aussage ebenfalls nur um eine subjektive Einschätzung, mehr nicht.
Die Nachweise findest du doch in diesem Thread. Zudem: Die Seltenheitsangaben sind nicht verpflichtend geregelt, es gibt aber branchentypische Anwendungsgebote oder Empfehlungen von Seltenheitsangaben. Bei "von größter Seltenheit" (quasi die Vorstufe von "Unikat") ist es branchenüblich, von einer unteren bis allenfalls mittleren einstelligen Anzahl auszugehen. Hinzu kommt, dass derartige Seltenheits-"Zertifizierungen" durch ergänzende Angaben transparent gemacht werden. Daher nutzen Anbieter erweitere Informationen wie "bisher nur ein Exemplar bekannt" oder "10 Stück seit 1708 nachgewiesen". Höhn sollte also bspw. formulieren: "Von größter Seltenheit. Nach unseren Recherchen sind bisher 6 Stück nachzuweisen".

Zu deinen anderen Punkt: Wenn die Klassifizierung "ekzeptionales Belegexemplar der Medaillenkunst zur Zeit Friedrich Augusts des Starken" für dich etwas mit "fachlicher" Einschätzung zutun hat, dann kann auch ein Autohändler einen Trabant als Porsche "fachlich" einschätzen. Ganz abgesehen von den dann nicht nachvollziehbaren "fachlichen" Kenntnissen, ist das bereits objektiv falsch. Die Belege ergeben sich bereits anhand der Medaillenproduktion "aus der Zeit August des Starken". Aber du möchtest es so sehen, dass nach dem subjektiven Geschmack der Firma Höhn, dieses kleine Goldstück zur ersten Riege der damaligen Medaillenerzeugnisse gehört. Sorry, einfach lächerlich und eben objektiv falsch! Dieser Denkansatz sowie viele weitere Ansätze, die du als subjektive Geschmackssache dem Ermessen des Verkäufers zubilligst, werden dir spätestens bei einer juristischen Auseinandersetzung durch Gutachten etc. um die Ohren fliegen. Angefangen von der Zuschreibung an August/ Coselzeit bis zur "ekzeptionalen Medaillenkunst" und "außerordentlichen größten Seltenheit".

Gruß
Numiscus
Zuletzt geändert von Numiscus am Do 29.01.26 21:41, insgesamt 2-mal geändert.

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Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Do 29.01.26 21:19

Lackland hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:27
Und für den Preis kann die Firma Höhn ohnehin nichts! Jemand hat entsprechend geboten.
Was ist das denn wieder für eine seltsame Aussage? Schau doch einfach mal die Auktion an! Höhn hat das Stück sogar höher als den Verkaufserlös bewertet "Schätzpreis: 3.500 Euro". Es gibt Beiträge, dann kann man nur noch kopfschüttelnd an der Menschheit zweifeln ;-)
Zuletzt geändert von Numiscus am Do 29.01.26 21:30, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Was soll das?

Beitrag von Lackland » Do 29.01.26 21:24

Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:19
Lackland hat geschrieben:
Do 29.01.26 20:27
Und für den Preis kann die Firma Höhn ohnehin nichts! Jemand hat entsprechend geboten.
Was ist dass denn wieder für eine seltsame Aussage? Schau doch einfach mal die Auktion an! Höhn hat das Stück sogar höher als den Verkaufserlös bewertet "Schätzpreis: 3.500 Euro". Es gibt Beiträge, dann kann man nur noch kopfschüttelnd an der Menschheit zweifeln ;-)
Ok, jetzt gehen mir wirklich die Argumente aus. Du hast gewonnen.
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Re: Was soll das?

Beitrag von KarlAntonMartini » Do 29.01.26 21:42

Du solltest Dein profundes Wissen über diese Stücke in einem Fachartikel publizieren, das würde den interessierten Sammlern helfen und auch den Händlern, die damit ihre Beschreibungen verbessern könnten. Grüße KarlAntonMartini
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Re: Was soll das?

Beitrag von friedberg » Do 29.01.26 21:59

Hallo Numiscus,
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:13
In gewisser Weise ist meine Aussage natürlich eine Annahme, ...
Es hätte vollumfänglich gereicht wenn Du nach: "eine Annahme," Deinen Satz beendet hättest.
Alles was folgt ist schlicht Deine spekulative (ja ich liebe das Wort 8) ) Annahme, mehr aber auch nicht.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:13
Suche bitte einfach mal nach German Whist, dessen Spielregeln, nach Jetons (ggf. 18. Jahrhundert), Emblematik, Allegorien in einer Suchmaschine deiner Wahl - bereits die ersten Treffen geben dir dezidiert Auskunft/Belege. Übrigens: Nicht ich habe die Geschichte im Zusammenhang Whist erzählt, sondern Höhn. Warum sollte ich also diese Geschichte widerlegen? Höhn müsste sie untermauern, am besten mit Quellen. Ich habe die Höhn-Einordnung bzgl. Whist als "bedenklich" und "nicht belegt" kritisiert. Und dass sie nicht belegt ist, zeigt die Artikelbeschreibung ohne Verweise auf Quellen und ohne auch nur ansatzweise diese Einordnung etwas genauer zu erklären.
Es handelt sich um die Beschreibung eines Auktionsloses und nicht um eine fach-numismatischen Abhandlung
über diese fraglichen Stücke. Wieviel Text, Quellenangaben und Verweise auf Fachartikel zum Stück sollte Firma HÖHN
denn bitte bei der Beschreibung eines Auktionsloses aufführen ?
Warum Du die "Geschichte" widerlegen musst ? Weil Du diese "Geschichte" in Zweifel ziehst.
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:13
Natürlich kannst du anderer Meinung sein.
Ich bedanke mich ausdrücklich 8)
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:13
Die Nachweise findest du doch in diesem Thread.
Das sind doch keine Nachweise :lol: Das ist lediglich ein äußerst kleiner absolut nicht repräsentativer Einblick.
In der numismatischen Fachliteratur werden Seltenheitsangaben mit Vorkommen in Sammlungen / Museen eingeschätzt.
Ich wiederhole meine Bitte. Wenn Du die Seltenheitsangabe der Firma HÖHN in Zweifel ziehst dann belege Deine Aussage.
In welchen Sammlungen und Museen liegen wie viele Stücke ? Andernfalls ist Deine Aussage zur Seltenheit rein spekulativ, ja ich liebe das Wort 8)
Numiscus hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:13
Zu deinen anderen Punkt: ... Sorry, einfach lächerlich und eben objektiv falsch!
Bei allem gebotenem Respekt, bisher habe ich Dich und Deine Aussagen / Meinungen auch nicht als LÄCHERLICH bezeichnet 8)
Ich bitte höflichst darum das wir uns gegenseitig mit Respekt behandeln.
Solltest Du dahingehend anderer Meinung sein ... nun ja ... ich habe in all den Jahren viele kommen
und auch viele wieder gehen sehen.

Mit freundlichen Grüßen
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Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Fr 30.01.26 11:42

Hallo friedberg,
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:59
Es hätte vollumfänglich gereicht wenn Du nach: "eine Annahme," Deinen Satz beendet hättest.
Alles was folgt ist schlicht Deine spekulative (ja ich liebe das Wort ) Annahme, mehr aber auch nicht.
Nunja, da bist du aber leider auf dem Holzweg. Es handelt sich um eine fundierte Annahme und nicht um eine spekulative. Warum? Ganz einfach: Eine spekulative Annahme beschreibt eine Annahme mit fehlender Datengrundlage, wohingegen meine fundierte Annahme auf einem empirischen Fundament basiert, da sie bspw. das Wesen des Sammelns (im Gegensatz zum reinen Investieren) korrekt beschreibt. Der Käufer hat also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, gestützt auf empirische Fakten, das Stück nicht wegen dessen Materialwerts erworben, sondern wegen seines numismatischen Interesses. Die Datengrundlage hierfür basiert u.a. auf dem beobachtbaren Verhalten von Millionen von Sammlern und den Inhalten von Auktionskatalogen, meine Annahme ist also empirisch untermauert. Wäre sie rein spekulativ, wie von dir behauptet, hätte ich bspw. schreiben müssen: "Der Käufer kaufte das Stück nur, weil er glaubte, dass morgen Außerirdische dieses als Währung akzeptieren." Diese Aussage hat keine empirische Grundlage und ist damit eine offensichtlich rein spekulative Behauptung.
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:59
Es handelt sich um die Beschreibung eines Auktionsloses und nicht um eine fach-numismatischen Abhandlung über diese fraglichen Stücke. Wieviel Text, Quellenangaben und Verweise auf Fachartikel zum Stück sollte Firma HÖHN denn bitte bei der Beschreibung eines Auktionsloses aufführen ?
Ich kann deinem argumentativen Ansatz leider nicht folgen. Wo bitte habe ich die Notwendigkeit einer numismatischen Abhandlung in einer Auktionsbeschreibung gefordert. Es geht doch um eine ganz simple Angelegenheit: Wenn ich als Fachhändler einem numismatischen Objekte gewisse Eigenschaften oder Hintergründe (historische, funktionale etc.) zuordne, dann bin ich doch gehalten, diese fundiert zu begründen/ zu belegen. Das ist doch super einfach. Deinem Ansatz folgend reicht es offensichtlich, dass sich ein Fachhändler etwas ausdenken kann bzw. irgendeine Geschichte vom Hörensagen nachplappert ohne auch nur ansatzweise dieses zu begründen, darzulegen oder nachzuweisen - denn dann würde es ja "in eine Abhandlung mit einer unbestimmten Anzahl an Quellenangaben / Verweisen etc." ausarten. Mit Verlaub, das ist Unfug. Muss ich jetzt nach all den vielen Äußerungen tatsächlich dezidiert darlegen, was in eine Auktionsbeschreibung rein soll? Das ergibt sich doch aus dem bisher geäußerten.
friedberg hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:59
Das sind doch keine Nachweise Das ist lediglich ein äußerst kleiner absolut nicht repräsentativer Einblick.
In der numismatischen Fachliteratur werden Seltenheitsangaben mit Vorkommen in Sammlungen / Museen eingeschätzt.
Ich wiederhole meine Bitte. Wenn Du die Seltenheitsangabe der Firma HÖHN in Zweifel ziehst dann belege Deine Aussage.
In welchen Sammlungen und Museen liegen wie viele Stücke ? Andernfalls ist Deine Aussage zur Seltenheit rein spekulativ, ja ich liebe das Wort
Zunächst einmal sollte bei der Seltenheit zwischen "Verfügbarkeit" und "Vorkommen" differenziert werden. Die Verfügbarkeit schließt alle Exemplare aus, die unveräußerlich dem Markt bspw. als Bestandteil einer öffentlichen Sammlung, Museum etc. dauerhaft entzogen sind. Das Vorkommen wiederum schließt diese ein. So bildet also das "Vorkommen" alle nachgewiesene / erfassten Stücke ab, während die "Verfügbarkeit" lediglich die erwerbbaren Exemplare abbildet. Wenn ich also als Fachhändler die Behauptung in die Welt setze, ein numismatisches Objekt ist von "größter, außerordentlicher Seltenheit", bin ich gehalten, dieses faktisch zu untermauern/zu belegen. Das kann aus subjektiver Sicht geschehen, indem der Fachhändler bspw. ausführt: "...unserer Auffassung nach existieren von dieser Medaille lediglich 8 Stück, davon 4 Exemplare in staatlichen Museen und Sammlungen und weitere 4 in privaten Sammlungen, belegt durch Auktionsverzeichnisse seit 1964, was diese äußerst selten macht". Alles andere ist halt einfach nur nach dem Motto: "...so viele dürfte es davon nicht geben, hab kaum welche gesehen in der letzten Zeit, muss außerordentlich selten sein - mindestens von größter Seltenheit...". Das sind doch Verkaufsargumente mit der Kristallkugel. Auch hier gilt empirisch: Bei einer Vielzahl / Mehrzahl von Sammlern bewirkt ein entsprechendes Seltenheits-Zertifikat die Bereitwilligkeit, mehr zu zahlen, als wenn das Stück in ein Massenvorkommen einzuordnen ist. Ein Blick in Auktionsverzeichnisse (teils kostenpflichtig) und die richtige Suche wird dir die Existenz von einer Anzahl an diesem Objekt belegen, die jenseits einer unteren einstelligen Anzahl liegt.

Gruß
Numiscus

PS: Sei bitte nicht so empfindlich und werte bereits Worte wie "lächerlich" als respektverletzend. Klingt "possenhaft" denn besser? ;-)

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Re: Was soll das?

Beitrag von Numiscus » Fr 30.01.26 12:00

KarlAntonMartini hat geschrieben:
Do 29.01.26 21:42
Du solltest Dein profundes Wissen über diese Stücke in einem Fachartikel publizieren, das würde den interessierten Sammlern helfen und auch den Händlern, die damit ihre Beschreibungen verbessern könnten. Grüße KarlAntonMartini
Das mag nicht abwegig sein, allerdings erlaubt das Fehlen von profunden Informationsquellen den Händlern nicht, dieses dann durch eigenes "Wissen" zu ersetzen in dem Geschichten erfunden, ausgeschmückt, ergänzt, bereinigt oder nachgeplappert werden. Insofern muss der Anbieter ehrlich genug sein und fehlendes Wissen durch eine entsprechende Kennzeichnung oder durch Weglassen darzulegen.
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doktor (Fr 30.01.26 13:17)

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Re: Was soll das?

Beitrag von pingu » Fr 30.01.26 13:16

Hallo,

ist ja wie im Kindergarten hier. Zitate und ellenlanges geschwafel dazu.
Alle müssen tun was du willst, du tust aber so, als ob du alles weist, nur belegen willst (kannst) du nichts.
Wo sind deine Quellen - alles nur nebulos - steht im Thred - nur wo? - es ist kein Literaturzitat von dir zu lesen, keine Angabe wo die vielen Stücke sein sollen und wo sie verkauft wurden!
Versuch dich nicht rauszuwinden, genaue Angaben wurden angefragt, jetzt heißt es Liefern!

Das Einfachste für dich und als kleiner Anfang:
Stück benennen und Zitat dazu, wo und wann gefunden - du kennst die Stücke laut eigener Aussage alle! - also wird es dir ja möglich sein die paar Stücke aufzuschreiben, kannst auch bei 8 aufhören, denn das ist im gehobenen einstelligen Bereich!
Den Händler willst du hier nicht dabei haben, du hast mehrfach geschrieben das du dich nicht mit ihm auseinandersetzen willst - also lass das jetzt mal raus und liefere Fakten! Nicht nur heißen Brei, der für mich momentan eher kaum lauwarm ist. Halbwissen und Vermutungen - wo sind deine Beweise für dein Geschriebenes? Auf jeden Fall nicht hier im Thred.

Noch einmal da du immer noch nicht verstanden hast was alle hier wollen: belegbare, nachlesbare F A K T E N - keine Annahmen oder Vermutungen und Verweise in den Nebel.

Lass es, hier alteingesessene Mitglieder, die sich schon lange bewiesen haben ins lächerliche ziehen zu wollen. Nicht schreiben was andere tun müssten Liefere endlich selbst ab ! Lass uns Unwissende endlich teilhaben an deinem fundierten Wissen, auf das wir "sehend" werden.

Für alle anderen: Wenn hier nichts fundiertes mehr kommt als allgemeines Gelaber: bitte, bitte DONT FEED THE TROLL !

Grüße und einen schönen Tag
pingu
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Wer sein Geld mit Konsum verschwendet, wird die wahren Freuden eines Numismatikers nie kennenlernen....

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Re: Was soll das?

Beitrag von doktor » Fr 30.01.26 13:40

Numiscus schreibt: "Das mag nicht abwegig sein, allerdings erlaubt das Fehlen von profunden Informationsquellen den Händlern nicht, dieses dann durch eigenes "Wissen" zu ersetzen in dem Geschichten erfunden, ausgeschmückt, ergänzt, bereinigt oder nachgeplappert werden. Insofern muss der Anbieter ehrlich genug sein und fehlendes Wissen durch eine entsprechende Kennzeichnung oder durch Weglassen darzulegen".
Wo Numiscus Recht hat, hat er meiner Ansicht nach Recht ! Warum sollte ich ihm sein Wort im Mund umdrehn ? -

Eigentlich sollten wir Numiscus ziemlich dankbar dafür sein, dass er hier ein wirklich wichtiges Anliegen leidenschaftlich und argumentativ differenziert vor der Gemeinde vertritt. Ich finde die Diskussion interessant und konstruktiv. Wenig bis nichts kann ich hingegen mit so Sprüchen wie: "Do not feed the troll" anfangen. Wenn die Argumente oder der Atem ausgehen, dann kommen solche Floskeln. Ich finde, Numiscus macht sich um die Sache verdient. Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alle das so sehen oder auch nicht wollen. -

Der Diskurs setzt eine ziemliche Aufmerksamkeit voraus. :!:

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Atalaya
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Re: Was soll das?

Beitrag von Atalaya » Fr 30.01.26 13:58

Es ist ihm doch schon alles Sinnvolle mehrfach erwidert worden. Lasst Euch doch nicht immer wieder zu Reaktionen hinreissen. Es geht doch nur um die Aufmerksamkeit.

Don't feed the troll.
Et tant pis pour ceux qui s′étonnent // Et que les autres me pardonnent // Mais les enfants ce sont les mêmes // À Paris ou à Göttingen.
Barbara, 1964.

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Re: Was soll das?

Beitrag von pingu » Fr 30.01.26 14:03

Hallo,

diese Aussage von Numiscus ist durchaus richtig, nur ist Sie als Antwort auf die Bitte durch KAM (zitieren erspare ich mir - nachlesen!) leider an der Fragestellung vorbei und lenkt wieder nur ab, ohne das Angefragte auch nur im Geringsten zu beantworten. Bei dir hat es auch wie beabsichtigt sofort funktioniert. :wink:
Ein geschicktes Spiel um nichts konkretes schreiben zu müssen, ohne auch nur etwas Wissen preisgeben zu müssen. Genau dieses Verhalten wird unter Anderem in Foren nun einmal als "trollen" angesehen.
Einfach konkret Antworten ist hier wesentlich zielführender - wir sitzen schließlich nicht am Stammtisch bei einem Bier und sehen den Gegenüber bei seinen Aussagen schmunzeln oder bei manchen Aussagen schmerzhaft den Mundwinkel verziehen... .

Seine Meinug vertreten kann hier jeder, allerdings sollte man den A... in der Hose haben, seine Aussagen auf Nachfragen auch zu belegen. Jedwede Beweisführung ist Numiscus uns (trotz mehrfacher Aufforderung) jedoch bisher schuldig geblieben (er kann z.B. mit der Häufigkeit der Stücke anfangen, das sollte für ihn sehr einfach sein).
Ich finde, da kann man auch einmal fordern, dem Interesse der Leserschaft nachzugeben und nicht immer wieder darum herum zu schreiben... .

Grüße pingu
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Re: Was soll das?

Beitrag von friedberg » Fr 30.01.26 14:54

Hallo Numiscus,
Numiscus hat geschrieben:
Fr 30.01.26 11:42
PS: Sei bitte nicht so empfindlich und werte bereits Worte wie "lächerlich" als respektverletzend. Klingt "possenhaft" denn besser? ;-)
eine einfache Entschuldigung von Dir hätte mir bereits vollkommen gereicht. Ich hätte "es" umgehend vergessen und gut.
Die Tatsache das Du eine solche Entschuldigung nicht aussprichst sondern nun lediglich von "lächerlich" auf "possenhaft"
über gehst zeigt mir auf das Du gar kein Interesse an einer respektvollen fachlichen Diskussion mit mir hast.

In Folge dessen besteht für mich nunmehr auch kein Grund mehr weiter auf Dich und Deine Ansichten einzugehen.

Gruß

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