Hadrian

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

Moderator: Homer J. Simpson

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tilos
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Hadrian

Beitrag von tilos » Fr 11.01.08 16:58

Der letzte Römer für heute, bin zu folgendem Ergebnis gekommen:

Hadrianus
117-138
As AE 27 / 11,3g
Av.: belorb. Kopf n. r.
HADRIANVS AVGVSTVS
Rv.: Salus steht vor Altar hält Zepter u. füttert eine Schlange
SALVS...STI
i.F. S C
i.A.:COSIII

Um welche Münzstätte handelt es sich?

Gruß
Tilos
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had rv a.jpg
had av a.jpg

curtislclay
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Beitrag von curtislclay » Fr 11.01.08 17:07

Um Rom.

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tilos
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Beitrag von tilos » Fr 11.01.08 17:18

curtislclay hat geschrieben:Um Rom.
Danke nach Amerika!

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Fr 11.01.08 22:48

Ist das Foto so unglücklich, oder könnte es sich um einen Guß handeln??

Homer
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drakenumi1
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Beitrag von drakenumi1 » Sa 12.01.08 13:02

Unglückliches Foto? Nein. Es läßt sehr gut allseitig Korrosionsnarben erkennen.
Guß? Auch dafür sehe ich keine Symptome. Ist in diesem Zustand natürlich auch schwer auszumachen. Wäre aber für diesen Typ/Zustand sehr unwahrscheinlich.

Grüße von

drakenumi1
Man kann, was man will, und wenn man sagt, man kann nicht, dann will man auch nicht.
(Baltzer von Platen/a. Rügen)

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tilos
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Beitrag von tilos » Sa 12.01.08 17:52

drakenumi1 hat geschrieben:Unglückliches Foto? Nein. Es läßt sehr gut allseitig Korrosionsnarben erkennen.
Guß? Auch dafür sehe ich keine Symptome. Ist in diesem Zustand natürlich auch schwer auszumachen. Wäre aber für diesen Typ/Zustand sehr unwahrscheinlich.

Grüße von

drakenumi1
Danke drakenumi! Wenn ich schneller gewesen wäre, hätte das meine Antwort sein können! Es ist in der Tat nur Korrosion.

Aber auch an homer Dank für die kritische Betrachtung. Es ist immer ganz wichtig für die Wahrheitsfindung wenn in jede Richtung mitgedacht wird. Man selbst ist ja auch gelegentlich etwas betriebsblind.

Wenn ich davon ausgehe, dass die Schrötlinge i.d.R. ja gegossen wurden, wird man bei korrodierten Münzen immer wieder auch gusstypische Strukturen, z.B. aufkorrodierte Lunker, finden. Selbst an der Oberfläche nur gering abgenutzter Münzen habe ich schon solcherart "Löcher" gesehen. Diese "Feststellungen" sind zugleich als Frage in die Runde zu verstehen! Gerne lasse ich mich auch eines anderen belehren.

Beste Grüße

Tilos

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 12.01.08 18:43

Dazu möchte ich noch kurz sagen:

Wenn ich eine solche Frage in die Runde stelle, ist das auch als echte Frage gemeint und nicht als getarnte Feststellung ("die ist doch falsch!!!"); wenn ich eine Münze wirklich für falsch halte, sage ich das. Was in diesem Falle meinen Zweifel erweckte, ist der Abschnitt am Rand von 1-3 Uhr auf der Rs., wo es aussieht, als könnte der Rand abgeschliffen sein, wie man es oft bei Gußmünzen findet. Das wäre allerdings schon eine sehr fette Feilspur, deswegen vermute ich eben, daß es sich um einen Fotoeffekt handelt.

Viele Grüße,

Homer
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tilos
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Beitrag von tilos » Sa 12.01.08 19:30

Homer J. Simpson hat geschrieben:Dazu möchte ich noch kurz sagen:

Wenn ich eine solche Frage in die Runde stelle, ist das auch als echte Frage gemeint und nicht als getarnte Feststellung ("die ist doch falsch!!!"); wenn ich eine Münze wirklich für falsch halte, sage ich das. Was in diesem Falle meinen Zweifel erweckte, ist der Abschnitt am Rand von 1-3 Uhr auf der Rs., wo es aussieht, als könnte der Rand abgeschliffen sein, wie man es oft bei Gußmünzen findet. Das wäre allerdings schon eine sehr fette Feilspur, deswegen vermute ich eben, daß es sich um einen Fotoeffekt handelt.

Viele Grüße,

Homer

Das ist - glaube ich zumindest - auch nicht missverstanden worden. Für mich kann ich dafür schon mal die Hand ins Feuer legen.

Deine Beobachtung ist i.Ü. zutreffend. Genau an der Stelle ist eine deutliche Feilspur. Jedoch gebe ich zu bedenken, dass meiner Beobachtung nach viele der größeren Bronzen deutliche und oft noch umfassendere Feilspuren an den Rändern aufweisen. In Anbetracht dessen, dass dies aber auch an Bronzen mit unbeschädigter Edelpatina zu beobachten ist, habe ich das bislang nicht für ein Fälschungsmerkmal gehalten. Mit Leichtigkeit lassen sich ja diese deutlichen Feilriefen durch Benutzung eines feinen Schleifsteines, -papiers o. -mittels vermeiden.
Im konkreten Fall spricht ja auch der eher geringe Marktwert der Münze - bessere Stücke werden schon zwischen 50 bis 100 Euro verauktioniert - gegen eine aus meiner Sicht vergleichsweise aufwendige Gussfälschung.

Aber das ist nur meine subjektive Meinung und nicht der Weisheit letzter Schluss.

Also vielen Dank nochmal für Deine gute Beobachtungsgabe und die wichtigen Hinweise!

Beste Grüße
Tilos


:Mein Exemplar entstammt einer Restesammlung (?50 Stück), die ich nach der Wende für wenige hundert DM in einem Auktionshaus gekauft hatte. Es waren aber auch einige größere Bronzen und Denare darunter, viele Stücke die heute in gleicher Erhaltung für über 100 EUR verkauft werden. Z.T. Stücke, die ich hier im Forum schon nachbestimmen lassen habe.

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Homer J. Simpson
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Beitrag von Homer J. Simpson » Sa 12.01.08 20:00

Interessanterweise habe ich gerade ein solches Stück erworben, wo ich mich frage "Welcher Idiot macht so was?". Es handelt sich um einen wirklich schönen Maximinus-Sesterz, den Zustand würde ich - bei einigen kleinen Ablagerungen - als "besser als sehr schön" bezeichnen, mit weitgehend intakter grüner Patina, und an der Echtheit habe ich keinen Zweifel. Nun hat diese Münze am Rand zwei wirklich große Stellen (von 2:30 bis 5:30 und von 8:30 bis 10 Uhr, von der Vorderseite gesehen) an denen der Rand vor nicht allzu langer Zeit abgefeilt wurde. Hat jemand von Euch irgendeine Idee, was derjenige Mensch im Sinn gehabt haben könnte?

Viele Grüße,

Homer
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Beitrag von antoninus1 » Sa 12.01.08 20:48

Vielleicht hat etwas Messing durchgeschimmert. Weiterkratzen tun dann die Idioten, die glauben, jetzt reich zu sein, weil sie eine Goldmünze gefunden haben.
Ich habe einen Sesterz, der auch angekratzt ist. Der Händler sagte, dass der Finder, von dem er ihn gekauft hatte, das getan hatte, um zu prüfen, ob es eine Goldmünze sein könnte :x
Gruß,
antoninus1

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quisquam
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Beitrag von quisquam » Sa 12.01.08 20:50

Um die Bestimmung des Hadrian zu komplettieren:
Rückseitenlegende ist SALVS AVGVSTI
Prägezeitraum nach RIC: late 125 - early 128 (nach Hadrians Rückkehr von einer mehrjährigen Reise durch die Provinzen, aber noch vor der Annahme des Ehrentitels Pater Patriae)
Literaturzitate: RIC II 678c; Cohen 1357; BMC 1349; Hill 277; Kampmann 32.242

Was die Verunstaltung des Maximinus angeht habe ich keine Idee. Ich hoffe die Münze war korrekt beschrieben, denn wenn man nur nach Fotos kauft hat man keine Chance solche Fehler zu erkennen. :mad:

Grüße, Stefan
Eigentlich sammle ich nicht Münzen, sondern das Wissen darüber.

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tilos
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Beitrag von tilos » Do 17.01.08 16:39

quisquam hat geschrieben:Um die Bestimmung des Hadrian zu komplettieren:
Rückseitenlegende ist SALVS AVGVSTI
Prägezeitraum nach RIC: late 125 - early 128 (nach Hadrians Rückkehr von einer mehrjährigen Reise durch die Provinzen, aber noch vor der Annahme des Ehrentitels Pater Patriae)
Literaturzitate: RIC II 678c; Cohen 1357; BMC 1349; Hill 277; Kampmann 32.242...
Grüße, Stefan
Ich danke Dir für die Ergänzungen und interessanten Hintergrundinformationen. Habe diese Angaben mit aufgenommen.

Beste Grüße
Tilos

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