Bitte um Bestimmungshilfe

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Siebziger » So 07.02.21 21:19

Liebes Münzforum, ich konnte vor einiger Zeit rund 80 römische Münzen erwerben. Es sind alte Sondenfunde aus Äckern um Eining und Pförring. Eine ganze Reihe konnte ich bereits selber bestimmen. Bei meinen Problemstücken hoffe ich auf eure Unterstützung (wo möglich). Ich möchte heute nacheinander 6 Münzen einstellen, mit der Bitte um Bestimmungshilfe.
Könnte es sich bei Nr. 1 um einen zeitgenössischen Rohling für eine Sesterz-Fälschung handeln? Durchmesser 30 mm, Gewicht 17,69 g
Vielen Dank
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6 b (398x400).jpg

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Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Siebziger » So 07.02.21 21:34

Für Nr. 1 nun die richtige 2 Seite
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6 a (383x400) (373x390).jpg

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didius
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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von didius » Mo 08.02.21 07:23

Ich glaube nicht, dass das was römisches ist

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Siebziger » Mo 08.02.21 23:29

Ich möchte noch hinzu fügen, dass das Objekt einen Eisenkern hat, der vermutlich mit Messingblech überzogen ist.
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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Georg5 » Di 09.02.21 00:09

Siebziger hat geschrieben:
Mo 08.02.21 23:29
... dass das Objekt einen Eisenkern hat...
Es haftet am Magneten?
Mollit viros otium

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Siebziger » Di 09.02.21 00:14

Ja, bleibt am Magneten hängen.

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von tilos » Di 09.02.21 11:05

Es gibt zwar einige Nachweise für subferrate Sesterzen, aber im konkreten Fall keinen belastbaren Umstand, dass es sich hier um einen entsprechenden Rohling handeln könnte.

Gruß
Tilos

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von justus » Di 09.02.21 11:47

Es könnte sich theoretisch um einen subferraten Rohling handeln. Wie der folgende Versuch von M. Pfister zeigt, wurde die sauberen geschmiedeten Schrötlinge mit einer aus Kupferspänen, Wasser und Borax bestehenden Paste überschmolzen.
https://www.khm.at/fr/erfahren/forschun ... ertechnik/
Mir ist nicht bekannt, dass in den Legionslagern von Pförring oder Eining am Donaulimes subferrate Bronzen gefunden worden wären. Oder irre ich mich da?
mit freundlichem Gruß

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Sulcipius » Di 09.02.21 14:53

Grüß´Euch!
Nach längerer Abwesenheit möchte ich mich wieder einmal zu Worte melden.
Das Thema "Subferrate Sesterzen", ist ein sehr spannendes Gebiet.
Sollte es sich bei dem gezeigten Metallstück tatsächlich um einen Rohling handeln, dann wäre das sicher ein ganz toller und sicher nicht alltäglicher Fund

Ich möchte Euch gerne meinen Subferraten Sesterz zeigen, der das Bildnis des Marcus Aurelius zeigt, gefunden wurde das Stück in der Nähe von Carnuntum
MarcAurel-Subferrat.jpg
Beste Grüße
sulcipius
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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von tilos » Di 09.02.21 17:19


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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Beitrag von Siebziger » Di 09.02.21 22:03

Hallo didius, Georg5, tilos, justus, Sulcipius, Es ist für mich wahnsinnig interessant, was ich durch das Einstellen dieses Rohlings für eine eventuelle Sesterz-Fälschung alles erfahre. Beim Durchschmökern hab ich gesehen, dass sich bei meinem Objekt der Überzug genauso vom Eisenkern abhebt, wie bei der Abbildung von quisquam am 13.06.08. Hier nochmal die genauen Daten: Durchmesser von 30,23 - 30,84 mm, Dicke von 3,48 - 3,81 mm, Gewicht 17,69 g. Ich hab auch einen Vindeliker ¼ Stater aus Manching - Kupferkern mit Goldüberzug. Da konnte ich nachlesen, dass diese "Fälschungen" selten bei Weihefunden vorkamen. Man hatte also etwas Respekt vor der Gottheit, aber das Volk konnte man ruhig betrügen.
Herzlichen Dank für die vielen Infos
Siebziger

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