erst einmal herzlichen Dank an heripo für das Verschieben meiner vermaledeiten Münze, die immer noch ihrer Bestimmung harrt.
Zu Beginn meiner dilettantischen Sammelleidenschaft für antike Münzen
(dilettantisch i. S. v. "leidenschaftlich") vor einigen Jahren und bei der kritischen Überprüfung meiner bescheidenen Sammlung jetzt fiel mir folgender Denar in die Hände, erworben aus einem bekannten HH-Auktionshaus! Ich zitiere die Beschreibung:
Caracalla, 198-217
AR Denar TRP IIII=201, Rom Belorb. Büste r. Rs. Trophäe zwischen 2 Gefangenen. Hybrid, Rs. von Septimius Severus. Sehr selten, ss/vz,
Seaby 172 a
Heute weiss ich, dass es keine Hybrid-Prägung sein kann, dazu müßte es lauten: TRP X, die wäre dann von Septimius Severus!

Fast möchte ich bei einem solchen Faux-pas aus HH ausrufen: Trau keiner Münze, die Du nicht selbst gefälscht hast.

Aber trotz meines fortgeschrittenen Alters hält mich niemand davon ab, schlauer zu werden!!

Außerdem erfreue ich mich gerade an einem "Paduaner", der des Kaisers Hadrian Lieblingsknäblein zeigt. Schöner Stil, ausdrucksvolles Porträt , eine Münze mit einem gewissen Charme, die den Ärger über den Caracalla-Denar ein wenig ausbügelt.
Welche Erfahrungen habt Ihr mit Münzbeschreibungen der verschiedenen Auktionshäusern gemacht? Recherchiert Ihr die für euch interessanten Münzen nochmals selbst?
fragt
Tinapatina