Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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Mynter
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Mynter » Fr 18.02.22 09:56

Ein netter kleiner Flavier ist ins Haus geschneit.

Vespasian
Denar
VESTA

3,19 g

RIC 360
Kamp 20.68
P1100936 – Kopi.JPG
P1100935 – Kopi.JPG
Grüsse, Mynter

T........s

Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von T........s » Fr 18.02.22 12:40

Rückseite sehr schön detailliert... das findet man bei den Silberlinge aus der Zeit nicht so häufig - zentriert - alle Zeichen gut lesbar - und die Gottheit / Personifikation in den Details. Sehr schönes Exemplar. Glückwunsch.

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alex789
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 16:06

Hallo,
ob man die folgende Münze schön findet, das muss jeder für sich entscheiden. Selten ist sie auf alle Fälle. Daher denke ich, dass sie hier einen Platz verdient hat. Mir gefällt sie jedenfalls sehr, da die Rückseite historisch sehr interessant ist.

Gruß
Alex

Domitian
81-96 n. u. Z.
Denar, Rom, 85 n.u.Z.
Av. belorbeerte Büste mit Aegis n. r., IMP CAES DOMIT AVG GERM P M TR P IIII
Rv. Trauernde Germania sitzt auf Schild n. r., darunter gebrochender Speer, IMP VIIII COS XI CENS POTES P P
RIC 331
2,98g
Dateianhänge
av2.jpg
rv2.jpg

T........s

Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von T........s » Di 22.02.22 16:16

alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:06
ob man die folgende Münze schön findet, das muss jeder für sich entscheiden. Selten ist sie auf alle Fälle. Daher denke ich, dass sie hier einen Platz verdient hat.
Immer diese entschuldigen :) ... jede dieser Münzen hat eine Geschichte hinter sich. Wer weiß - vielleicht wurde eine EF++++++ Kabinett Münze geprägt, wanderte dann in einen Hort und hat nie was erlebt... während genau Dein Stück durch die Hände des Münzmeisters ging, dann einem Senator beim bezahlen eine Sklaven diente, vom Sklavenhändler in die Hände eines Legionärs kam und der am Abend vor der Schlacht in der Ferne weitab von Rom Deine Münze in Gedanken an die Heimat streichelt... und er dann am nächsten Tag in der Schlacht den Tod fand.

Also da finde ich Deine Münze jetzt interessanter als jedes Museumsstück :D
alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:06
Mir gefällt sie jedenfalls sehr, da die Rückseite historisch sehr interessant ist.
Und daher immer her mit all den schönen Münzen. "Sammelwert" definiert ja jeder anders, manche rein über die Schönheit. Aber historisch erlebt haben so viele Münzen so vieles. Für mich hat jede Münze eine Geschichte - die sie nur leider nie erzählen kann.


Daher Danke fürs zeigen der traurigen Germania... und in Gedenken an den Legionär ;)

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alex789
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 16:45

Danke!
Dann schiebe ich gleich noch diesen thematisch passenden Aureusabschlag nach:

Domitianus
81-96 n. u. Z.
Probeabschlag für den Aureus, Rom
Av. belorbeerte Büste n. r., IMP CAES DOMIT AVG GERM P M TR P X
Rv. Domitianus fährt in Triumphalquadriga n. l., GERMANICVS / COS XVI
Cf. RIC² 748
2,88 g (subaerat)

Interessant ist auch die Dopplung des Ehrennamens Germanicus.

Gruß
Alex
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IMG_7560.jpeg
IMG_7561.jpeg

T........s

Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von T........s » Di 22.02.22 17:03

alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:45
Dann schiebe ich gleich noch diesen thematisch passenden Aureusabschlag nach
Ich liebe ja diese Rückseiten Darstellungen die von der Masse sich abheben - fein, fein...
alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:45
Interessant ist auch die Dopplung des Ehrennamens Germanicus.
Weißt Du zufällig wieso die Doppelung?

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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 17:14

Danke dir! Der entsprechende Aureus hat die Av. Legende DOMITIANVS AVGVSTVS. Evtl. hat man den Fehler erkannt. Das würde erklären, warum man Probeabschläge gemacht hat. Oder aber man hat nur die Rückseite getestet und dazu einen schon vorhandenen Av. Stempel verwendet.
Aber die Frage ist halt auch noch, ob es sich nicht nur um eine Fälschung handelt, die innerhalb der Münzstätte hergestellt wurde.

Gruß
Alex

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Homer J. Simpson
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 22.02.22 17:22

alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:06
Hallo,
ob man die folgende Münze schön findet, das muss jeder für sich entscheiden. Selten ist sie auf alle Fälle. Daher denke ich, dass sie hier einen Platz verdient hat. Mir gefällt sie jedenfalls sehr, da die Rückseite historisch sehr interessant ist.
Diese Münze! Also so was! Nein, die hat hier gar keinen Platz verdient! ;-)

Und weißt Du, warum? Weil das hier der Julio-Claudier-Thread ist und dieses Stück besser bei den Flaviern aufgehoben wäre. :-)

Homer
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alex789
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Re: Julisch-Claudische Dynastie

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 17:25

Da hab ich voll gepennt! Kannst du die beiden Münzen bitte in die richtige Ecke verschieben! Danke!

Gruß
Alex

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 22.02.22 17:48

Ist erledigt!

Homer
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 17:52

Vielen lieben Dank!

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 22.02.22 18:08

Ich habe immer etwas Bammel, wenn ich so was mache; so oft mache ich es ja nicht, und ich befürchte, ich könnte wichtige Beiträge für immer zum Orkus jagen. Schön, daß es geklappt hat.

Homer
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Di 22.02.22 20:06

alex789 hat geschrieben:
Di 22.02.22 16:45
Dann schiebe ich gleich noch diesen thematisch passenden Aureusabschlag nach:
Hallo,

"Aureusabschlag" klingt für mich ein wenig zu sehr nach einer offiziellen Prägung in dem Sinne
das sie in der Stadt römischen Münze erfolgt sein könnte.

Der Avers führt ja TR P X auf. Dieses "Amt" hatte Domitian in den Jahren 90 n.Chr. / 91 n.Chr.
Wohingehend der Revers COS XVI angibt. Das betrifft dann die Jahre 92 n.Chr. - 94 n.Chr.

Sicherlich nur ein geringer zeitlicher Abstand aber warum hätte man einen "Probeabschlag"
vor Ort nicht mit den passenden originalen Stempeln durchführen sollen ?
Selbstverständlich, vielleicht lag ein alter Avers Stempel aus dem/n Vorjahr/en gerade
griffbereit in einer Ecke herum allerdings spricht da die Ausführung und Qualität der Darstellung
Avers doch eher gegen einen offiziellen Stempel.

https://www.acsearch.info/search.html?id=7970485

Ich werfe daher mal in den Raum das ich das Stück für eine Fälschung aus der Zeit halte
die in keinem Zusammenhang mit der offiziellen Stadt römischen Münze steht.

Das alles soll das Stück nicht schlecht machen, auch eine "private" Fälschung aus der Zeit
ist ja durchaus geldgeschichtlich von Interesse !

RIC II 1² Domitian 748 & 749 kommen dann als Vorlage für den Revers in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von alex789 » Di 22.02.22 20:27

Hallo,
danke für deine Anmerkungen! Ich verstehe aber nicht, warum die Qualität des Av. gegen einen offizielle Stempel sprechen sollte. Stil und Ausführung stehen, meiner Meinung nach, den „normalen“ offiziellen Stempeln in nichts nach.
Der Rv. Stempel ist qualitativ auch auf dem Niveau der offiziellen Aurei, wie ich finde.
Gibt es noch weitere Meinungen?

Gruß
Alex

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Di 22.02.22 21:02

Ich ziehe immer die in meinen Augen zu bedenkende Möglichkeit in Betracht, dass offizielle Stempel in die "falschen" Hände gekommen sind. Bei der Bezeichnung "Abschlag vom Aureus" bin ich allerdings auch bei friedberg's Meinung. Das klingt so, als hätte man generell (offiziell) erst mal ein paar Denare mit den Aureusstempeln geprägt, bevor man sich ans Gold traute. Und da fehlt mir einfach der Glauben. Wenn der Stempel tatsächlich verhunzt war, und man dies erst nach der Prägung bemerkte, hätte man das Gold ohne weiteres wieder einschmelzen können.

Grüsse
Rainer
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