(K)ein Platz für Kunst

Alles was nichts mit Münzen zu tun hat

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Re: Münzpräsentation in der Vitrine... KUNSTDISKUSSION

Beitrag von Perinawa » Di 07.05.24 08:05

Malte, hänge den thread doch einfach hier hinten an:

viewtopic.php?f=17&t=69091

Der Titel passt quasi wie die Faust auf's Auge, und dann ist hoffentlich auch jeder zufrieden. :wink:

Grüsse
Rainer
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Welche Kunst hängt in Eurem privaten Zuhause?

Beitrag von Lackland » Sa 11.05.24 18:16

Hallo Zusammen,

heute Abend um 19.30 Uhr kommt im Bayerischen Fernsehen die neueste Folge von ‚Kunst und Krempel‘:
https://www.br.de/br-fernsehen/sendunge ... index.html

Dort wird ein echter ‚Ernst Ludwig Kirchner‘ vorgestellt und mit bis zu 18.000 € bewertet. Aber ehrlich: Wert hin oder her - das Aquarell gefällt mir nicht! Ich würde es weder haben wollen, noch aufhängen.

Welche Kunst hängt bei Euch privat? Was gefällt Euch?

Viele Grüße

Lackland
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Quelle: www.br.de
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 18:21

Bei mir hängt fast nur "Kunst" im Niedrigpreissegment: Meist kleinere Kupferstiche, 2 kleine Aquarelle...

Dies und das, was einem so zuläuft, was einem auf dem Flohmarkt gefällt und erschwinglich ist...

Vielleicht fotografiere ich nachher eine Runde...
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Lackland » Sa 11.05.24 18:25

Numis-Student hat geschrieben:
Sa 11.05.24 18:21
Bei mir hängt fast nur "Kunst" im Niedrigpreissegment:
Vielleicht fotografiere ich nachher eine Runde...
Das wäre Klasse! Von mir kommt heute Abend diesbezüglich auch noch was!
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Arthur Schopenhauer » Sa 11.05.24 18:46

Bei mir hängt die "Dorflandschaft bei Morgenbeleuchtung" von Caspar David Friedrich im Nichtoriginal (als relativ hochwertiger Druck in Originalgröße).

Das Original habe ich der Alten Nationalgalerie Berlin belassen, aber immerhin auch einmal mit eigenen Augen gesehen. :lol:
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von weissmetall » Sa 11.05.24 18:47

Auch ein interessantes Thema.........gerade der Kirchner. Der Künstler selbst hat das, was du vorstellst lackland, als Skizze gezeichnet, trotz Kolorierung.
Er kann ja nichts dafür das der Kunstmarkt eine abartige Hure ist!
Er selbst hätte es wohl kaum hoch bewertet oder zum Verkauf gestellt. Seine großen Gemälde sind schon stark!

Brücke Kunst gefällt mir. Bin voreingenommen; ein entfernter Verwandter aus der Familie (väterlicherseits) ist Erich Heckel. Leider haben die Angehörigen von mir nix von ihm gesammelt, obwohl sie es gekonnt hätten (Fahrradkette und so :) ). Ich bin in die gleiche Schule in Chemnitz gegangen wie er, nur paar Jahre später.... :wink:
Bei mir hängt viel Fotografie aus der Zwischenkriegszeit, weil mütterlicherseits (mein Großonkel) Fotograf und Sammler war.
Der war mit Max Baur und Adalbert Defner (damals zeitweise Wernigerode) und in Dresden mit Genja Jonas und Walter Hahn unterwegs und befreundet. Alles relativ bekannte Lichtbildner in den 20er/30er Jahren.
Vom heute vergessenen Franz Kaplan (Expressionist) habe ich einiges hängen, sowie von Ehrhart Wagner, ebenfalls auf dem Kunstmarkt unbekannt (phantastischer Realist).
Na ja, ein weites Feld.....

Skurrile Gesellschaft (Die heilige Familie) - 1965 - Leimfarben Papier Holz - 1,5 x 1,8 m
Wagner.jpg
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:00

Fangen wir mal im Arbeitszimmer an...

Eine tolle Fotografie einer tollen Barockmedaille (leider habe ich die Medaille nicht gekauft :? ), ein Nachruf (?) auf einen österr. Medailleur (müsste erst nachsehen, auf wen: Wolfgang Pichl) und seit meiner Diplomarbeit hängt irgendwo in Schreibtischnähe ein Foto von Karl Pink (Begründer des Wiener Aufbaus, Lehrmeister von Göbl, der der Lehrmeister von W. Szaivert war, der dann mein Lehrmeister und Betreuer meiner Diplomarbeit war ;-) ).

An der anderen Wand eine alte Spardose in Bildform mit dem Motiv des alten 1000-Gulden-Scheins, ein Flohmarktkauf in den 1990ern in NL) und ein gerahmter Flottenhunderter...

MR
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:04

Weiter geht es ins (erste) Wohnzimmer...

Ein kleiner Stich (ich glaube, Stahlstich, aus den 1840ern ?), dann eine gerahmte Glasscheibe aus einer alten Hauseingangstür...

Über dem Gasofen hatte ich einen großen Haken in der Wand, der nur mit Gewalt zu entfernen gewesen wäre... also durfte er bleiben, nur was hängt man direkt über den Ofen ? Irgendwann fand sich auf dem Flohmarkt ein recht aufwendiger Eisenguss-Dekoteller.

Ansonsten habe ich da noch ein Aquarell eines Nachbarn aus meiner deutschen Heimat hängen.

(2 Familienfotos erspare ich Euch ;-) )
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:11

Wenn es ein erstes Wohnzimmer gibt, muss es auch ein zweites Wohnzimmer geben :mrgreen:

Da gibt es eine Ansicht von Alt-Ottakring (ein Geschenk meines damaligen Vermieters vom Büro), zwei weitere alte Stiche, eine billige Reproduktion auf Sperrholz vom Bücherwurm von Spitzweg, 2 Erbschaftsbilder von Oma, und auf dem Bücherregal stehen noch ein paar "Dekoteile", ein kunstvoll geätztes Historismusfenster und ein bisschen "Wiener Geschichte".
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:14

Dann habe ich noch im Vorzimmer ein bisschen was...

Als "Kind des Ruhrgebietes" brauche ich ein bisschen Hochofen-Nostalgie :D

Ansonsten nochmal ein bisschen "Wiener Geschichte" und... ich glaube selbsterklärend :wink:
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:16

Und dann gibt es noch diverses, was herumliegt, teilweise in hässlichen Rahmen, oder ohne Rahmen...
Die typischen Projekte (passende Rahmen finden, Passepartout schneiden lassen, rahmen, aufhängen...) :roll:

Und dann gibt es noch ein paar Sachen, von denen ich momentan glaube ich keine Fotos habe...

Hier noch ein bisschen Info zu den Kupferstichen:

Zuerst einige "römische" Herrscherportraits nach Gemmen aus der Sammlung Barberini:

Julius Caesar, Didius Julianus, Septimius Severus, Elagabal, Lucius Verus, Tiberius, Commodus und Sabina (alle aus einem Band von 1746).

Dann eine schöne Münztafel von Merian um 1700.

Und dann noch Marcus Aurelius und Lucius Verus, wenn ich das richtig sehe, von 1641.
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Numis-Student » Sa 11.05.24 19:26

irgendwie fehlt da noch etwas :?

Es handelt sich bei diesen Tafeln um Stahlstiche aus dem Werk "Die Kunstwerke der Völker des Alterthums" von Carl August Menzel, erschienen um 1840.


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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von weissmetall » Sa 11.05.24 19:37

Numis-Student, nicht schlecht - man merkt allerdings das du beruflich schnell und viele Artikel und Leute bearbeiten musst, damit die Kunden die Tür baldigst von draußen zumachen im Auktionshaus. :wink:
Erinnert mich an die Restaurants in US, die häufigste Frage ist dort "anything else?", damit die Tische wieder frei werden.
Fiel mir bloss so ein, kann täuschen.............

Mich würde schon interessieren wo die China Grafik (Stahlstich) mit dem Träger spielt (Stadt) und wer sie gemacht hat? Abmessungen, welcher Graveur/Künstler?

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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Perinawa » Sa 11.05.24 19:40

Lackland hat geschrieben:
Sa 11.05.24 18:16
Welche Kunst hängt bei Euch privat? Was gefällt Euch?
Mir gefällt zum Glück das, was gerade auf dem Kunstmarkt nicht sonderlich gefragt ist... bis auf den Ausnahmekünstler Dali.

Ich sammele grundsätzlich Originale oder zumindest handsignierte Litho's. Die allermeisten Bilder an meinen Wänden stammen von unbekannten Künstlern in unterschiedlichen Techniken, also Öl, Gouache, Acryl, Kohle u.a. querbeet. Ein Bild muss mich "anspringen", und das können auch die unterschiedlichsten Stilrichtungen sein. Deutliche Tendenz: Expressionismus. Interessant finde ich auch die Neue Sachlichkeit, die verschollene Generation, die Berliner Boheme, die Jungen Wilden u.ä.

Lieblingskünstler: Strawalde, Arno Breker u.a.

Dann sammele ich noch regionale Künstler, vorwiegend die sog. "Eifelmaler". Der Vater meines Galeristen war mit einigen persönlich bekannt, u.a. mit Josef Steib und Clemens Prüssen. Wunschtraum: Ein schickes Bild von Fritz von Wille, aber bitte kein "Maar- oder Ginsterbild".

Lieblingskünstler aus der Region: Max Wenzlaff und Jo Strahn (beide stammen aus Düren), Josef Steib, Hacky Ritzerfeld, Karl von Monschau; und mit etwas Abstand die Landschaftsmaler wie Degode, Prüssen u.a.
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Re: (K)ein Platz für Kunst

Beitrag von Lackland » Sa 11.05.24 20:12

Mein persönlicher Anspruch ist es ebenfalls, nur Originale zu hängen. Wobei ich Radierungen und Stiche auch zu den Originalen rechne. Kunstdrucke etc. sind bei mir aber nicht zu finden.

Ich hänge auch was mir gefällt. Ich bin nicht auf irgendwelche Stile beschränkt. Allerdings hängen bei mir neben einigen Familienfotos - mit nur einer Ausnahme - ausschließlich Flohmarktfunde der letzten 40 Jahre! Bei Interesse stelle ich sie nach und nach hier vor.

Heute aber erst einmal die Ausnahme! Das Bild, das ich heute zeige, habe ich von meinem verstorbenen Chef geerbt.
Es hängt heute an einem Ehrenplatz in meinem Büro.

Mein erster Chef, ein Bankdirektor, ging exakt mit dem Beginn meiner Ausbildung in den Ruhestand. Da wir aber sofort einen guten Draht zueinander hatten, blieben wir bis zu seinem Tod vor ein paar Jahren, freundschaftlich verbunden. Als sein Arzt ihm sagte, er hätte nur noch wenige Wochen, vielleicht nur Tage zu leben, bat er mich zu sich und eröffnete mir, er wolle mir zum Abschied noch etwas schenken. Ich solle mir irgendetwas zum Andenken an ihn aus seinem Haushalt aussuchen. Ich wollte nicht als ‚Erbschleicher‘ auftreten und wählte mir lediglich einen historischen Bildband aus seiner Bibliothek.
Aber er zeigte mir auch noch seine wirklichen Schätze. Darunter das vorgestellte Bild. Dazu erzähle er mir unter Tränen, er sei Leutnant im 2. Weltkrieg gewesen und hätte, an der Ostfront liegend, in brenzliger Lage völlig überraschend an Weihnachten 1943 Urlaub bekommen. Sein bester Freund an der Front - angeblich ein bekannter Kunstmaler - gab ihm dann spontan seine neueste Arbeit mit nach Hause. Als er dann im Januar 1944 wieder einrückte, fand er seine Einheit nicht mehr vor. Alle - auch der Maler - waren in der Zwischenzeit gefallen!

Mein Chef verstarb dann tatsächlich wenige Tage später. Vorher hatte er aber noch sein Testament ergänzt und mir das Bild vererbt!

Ich konnte übrigens bis heute nicht herausfinden, wer der Kunstmaler war. Mein Chef hat zwar Kriegstagebuch geführt und das Tagebuch ist auch bis heute erhalten und würde sicherlich meine Fragen beantworten, aber seine Tochter verweigert leider die Einsichtnahme.

Viele Grüße

Lackland
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