Die Bauten Roms - Danksagungen, Likes, Daumen rauf...

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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alex456
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Die Bauten Roms - Danksagungen, Likes, Daumen rauf...

Beitrag von alex456 » Fr 21.08.20 10:21

Hallo,
damit dieser Thread nicht für immer in den unergründlichen Tiefen dieses Forums verschwindet, habe ich mich entschlossen, wenigstens mal wieder einen kleinen Beitrag zu verfassen.
Als Grundlage hierfür dient mir ein Denar (siehe Abb. 1) aus der Anfangsphase meiner Sammelleidenschaft. Es handelt sich um einen Trajan Denar mit der Trajanssäule auf der Rückseite.
AV.jpg
Abb. 1 AV: MIR 425v
RV.jpg
Abb. 1 RV: MIR 425v
Um genau diese soll es im Folgenden auch gehen. Natürlich kann sich diese Betrachtung nur auf die rudimentärsten Grundlagen beschränken, da mir zum einen einfach die notwendige Literatur fehlt und zweitens dieses Bauwerk so komplex ist.
Die Säule war ein nicht unwesentlicher Bestandteil des 300 x 185 m großen Forum Traiani, das bis heute nur zu ca. 1/3 ausgegraben wurde.
Im groben kann man das Form in drei Hauptteile (siehe Abb. 2) von Süden nach Norden gliedern: Forumsplatz, mit einem monumentalen Reiterstandbild des Trajan (Der Sockel misst ca. 3,76m x 7,54m! Damit war das Standbild wohl doppelt so groß wie die Reiterstatue des Marcus Aurelius auf dem Kapitol.) (siehe Abb. 3), Basilika und Tempelareal. Letzters wurde allerdings noch nicht ergraben und bleibt bisher hypothetisch, da zu dieser Zeit wohl Tempel nicht mehr zwingender Bestandteil einer Forumsanlage waren.
Skizze.jpg
Abb. 2 Skizze des Forum Traiani:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trajansforum#/media/Datei:Plan_des_Trajansforum.jpg, letzter
Av.gif
Abb. 3 AV: MIR 394b
Rv.gif
Abb. 3 RV: 394b
Im Nordosten und Südwesten wurde der offen Forumsplatz von Portiken flankiert, daran schloss sich im Nordwesten die Basilica Ulpia an, von der es schöne Darstellungen auf Aurei gibt, die ich mir aber leider nicht leisten kann :-(. Die Schmalseiten der Basilica enden in halbkreisförmigen Apsiden und an der nördlichen Längsseite schließen sich eine Bibliothek an, die einen kleinen Platz umschließt, auf dem die Traianssäule steht (siehe Abb. 4) und den Besucher mit ihren Darstellungen aus den Dakischen Kriegen noch heute begeistert.
Traianssäule.jpg
Abb. 4 Traianssäule: https://de.wikipedia.org/wiki/Trajanss%C3%A4ule#/media/Datei:Trajans_column_from_SE.jpg, letzter Zugriff: 21.08.2020.
Die 35,10m hohe Säule und die Bibliothek konnte der Kaiser am 12. Mai 113 n. u. Z., also erst anderthalb Jahre nach der Eröffnung des Forums, der Öffentlichkeit übergeben. Laut Sockelinschrift wurde sie vom Senat und Volk Roms zu Ehren des Traian errichtet.
Die Säule steht auf einem Sockel, ist mit einem 200m langen Reliefband von weit über hundert Szenen der Dakerkriege in den Jahren 101/102 und 105/106 n. u. Z. umgeben und wird in 29,78m über dem Sockel, das entspricht 100 römischen Fuß, eine runde Chiffre für „Unermesslichkeit, von einer Statue des Kaisers gekrönt.
Den genauen Schmuck der Säule wiederzugeben sprengt den Rahmen dieser Darstellung. Wer sich aber dafür interessiert, dem sei der Aufsatz von Tonio Hölscher empfohlen, der die Grundlage meiner Ausführungen bildet und den ich natürlich in der Literatur angebe.
Auf Grundlage dieses Aufsatzes möchte ich hier nur kurz die Gliederung der Szenen wiedergeben.
Szene 1-30 1. Feldzug gegen die Daker: Vormarsch, von Viminacium ausgehend bis zum Sieg von Tapae, Ende an Sperrfestungen
Szene 31-47 Der dakische Gegenstoß im Winter 101-102 n. u. Z.: Die Römer in der Defensive, Invasion der Daker bis nach Moesien. Zurückschlagung der Daker bei Nikopolis und Adamklissi.
Szenen 48-77: 3. Feldzug Offensive bis ins Bergland von Orastie, ohne jedoch die Hauptstadt Sarmizegtusa einzunehmen. Vorläufiges Ende des Krieges.
Szene 78: Viktoria zw. zwei Tropaea
Szenen 79-100: Anmarsch Traians durch den Balkan zum Kriegsschauplatz.
Szenen 101-155: 5. Feldzug 106 n. u. Z.. Offensive, von Pontes – Drobeta ausgehende Eroberung aller dakischen Festungen, inklusive der Hauptstadt. Ende des Decebalus.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht von mir geben. Man sollte nur noch festhalten, dass der hier so heroisch dargestellte Sieg über die Daker aus heutiger Sicht einen Völkermord darstellt, der mit der nahezu vollständigen Vernichtung der dakischen Kultur endete. Das Gebiet musste nach diesem Krieg wiederbesiedelt werden, was man heute noch daran erkennen kann, dass das Rumänische eine romanische Sprache ist.

Gruß
Alex


Literatur
Asmus-Nünnerich, Annette, Er baute für das Volk!? Die stadtrömischen Bauten des Traian, in : Annette Nünnerich-Asmus (Hrsg.), Traian Ein Kaiser der Superlative am Beginn einer Umbruchzeit, Mainz a. R., 2002, S. 97-104.
Hölscher, Tonio, Bilder der Macht und Herrschaft, in : Annette Nünnerich-Asmus (Hrsg.), Traian Ein Kaiser der Superlative am Beginn einer Umbruchzeit, Mainz a. R., 2002, S. 127-136.

Abbildungsverzeichnis:
Abb. 1 Denar MIR 425v
Abb. 2 Denar MIR 394b
Abb. 3 Skizze des Forum Traiani:
https://de.wikipedia.org/wiki/Trajansfo ... sforum.jpg, letzter Zugriff: 21.08.2020.
Abb. 4 Traianssäule: https://de.wikipedia.org/wiki/Trajanss% ... rom_SE.jpg, letzter Zugriff: 21.08.2020.

Perinawa
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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Perinawa » Fr 21.08.20 13:36

Vielen Dank, Alex. Nee, der Trööt wird nicht einschlafen. Im Moment fehlt mir nur die Zeit.

Ach ja, diesen Denaren suche ich auch noch. Aber entweder ist er mir zu abgenudelt oder zu teuer.

Grüsse
Rainer
Manche Antworten sind zwar nicht nützlich, aber weniger schädlich als manche nützlichen.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von alex456 » Fr 21.08.20 15:56

Ja, die Zeit ist das größte Problem. Deswegen habe ich mir auch die Sichtung der Schriftquellen zum Forum erspart, da das dann nochmal richtig Zeit in Anspruch nimmt.
Außerdem lohnt der Aufwand eh nicht wirklich, wenn ich mir die Resonanz auf die Beiträge hier ansehe. Aber wenn ich mal die Muße habe, werde ich sie mir noch zu meinem eigenen Vergnügen raussuchen.
Ich freue mich jedenfalls auf deinen nächsten Beitrag!

Gruß
Alex

P.s. Ich habe auch noch eine Reihe „Bauwerke“. Mal sehen, wann ich wieder Zeit und Lust habe.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von mike h » Fr 21.08.20 19:18

Hallo Alex,
Zu Deinen Beiträgen bleibt halt wenig hinzuzufügen.
Außer Danke sagen.
Danke!

Martin
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Numis-Student » Fr 21.08.20 23:45

Hallo Alex,

es ist so, dass ein solcher Beitrag, der schon den Charakter und die Funktion eines Artikels in einem Lexikon zur römischen Numismatik hat, nämlich Wissensvermittlung, kaum mit angemessenen Reaktionen "belohnt" werden kann.
Wir können DANKE sagen, wir können ein Dankeschön anklicken, evtl. könnte noch jemand das Bild des Aureus beisteuern...

Aber auf eine Echtheits- oder Bestimmungsanfrage lässt sich mit 2 Zeilen schon etwas "gescheites" (=nützliches) beitragen.

Also bitte betrachte die Sache so, wie sie ist: Du hast mit viel Aufwand einen gut lesbaren, wissensvermittelnden Text verfasst, den viele Leute gern lesen, der aber ebenso wie ein guter Lexikonartikel nicht mit Dankesbriefen honoriert wird.

Schöne Grüße
MR

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von alex456 » Sa 22.08.20 09:13

Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von chevalier » Sa 22.08.20 11:28

alex456 hat geschrieben:
Sa 22.08.20 09:13
Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Amentia » Sa 22.08.20 12:21

alex456 hat geschrieben:
Sa 22.08.20 09:13
Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

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Ich finde auch, dass es angemessen gewürdigt werden sollte, wenn jemand viel Zeit und Arbeit in das Verfassen eines Beitrages steckt.
Denn Wertschätzung ist wichtig um Mitglieder und kommende Mitglieder dazu zu bringen sich aktiv hier zu beteiligen.
Für ein Dankeschön kann man sich nichts kaufen, aber es drückt Wertschätzung aus.
Nur ist es halt so, dass man häufig gar nicht sieht wie viel Zeit und Mühe andere für solch einen Beitrag investieren, außerdem kann auch eine Münzbestimmung oder eine ausführliche Echtheitseinschätzung sehr zeitintensiv (Stempelstudie etc) und teuer (Literatur) sein.

Dass man für das Einstellen von Münzen ein Dankeschön oder für "schöne Münze" finde ich auch nicht gut, wenn man objektiv den Zeitaufwand betrachtet den man für "schöne Münze" oder das hochladen von Bildern einer Münze baucht oder dem Verfassen eines ausführlichen Beitrages (historische Darstellung, Münzbestimmung mit ausfürhlicher Recherche oder Echtheitsbestimmung).
Nur ist jeder frei zu entscheiden für was er danke sagt und für was nicht und das ist auch gut so.
Hatte mir auch schon überlegt, ob ich hier die Beiträge eines bestimmten Zeitraumes durchgehen sollte (extrem oberflächliches Überfliegen) und für besonders gelungene Beiträge danke zu sagen damit die Dankesagungen für das Einstellen von Münzen oder für "schöne Münze" im Verhältnis nicht mehr so ins Gewicht fallen. Das Problem ist halt, dass mich historische Darstellungen nicht interessieren auch, wenn welche besonders gelungen sein mögen, daher habe ich bisher auch nicht danke gesagt für solche Beiträge, da ich diese nicht lese, ich interessiere mich halt überwiegend für Fälschungen, wofür sich hier halt sehr wenige interessieren, aber jeder ist verschieden und so auch die Interessen, wobei ich jetzt langsam zum Entschlüss gekommen bin, dass es wichtig ist Mitglieder angemessen zu motiveren, dass sie sich auch weiterhin aktiv beteiligen.
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von shanxi » Sa 22.08.20 12:29

Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Das gibt es bei https://www.cointalk.com/

Dort kann man gelungen Beiträge als "Featured Article" vorschlagen. Diese erscheinen dann auf der Startseite des Forums. Die Anzahl der "Featured Articles" die ein User hat werden auch in dessen Account vermerkt. Peter43, dort Jochen1, ist da ganz vorne mit dabei.

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von alex456 » Sa 22.08.20 12:34

Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
alex456 hat geschrieben:
Sa 22.08.20 09:13
Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

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Dass man für das Einstellen von Münzen ein Dankeschön oder für "schöne Münze" finde ich auch nicht gut, wenn man objektiv den Zeitaufwand betrachtet den man für "schöne Münze" oder das hochladen von Bildern einer Münze baucht oder dem Verfassen eines ausführlichen Beitrages (historische Darstellung, Münzbestimmung mit ausfürhlicher Recherche oder Echtheitsbestimmung).
Nur ist jeder frei zu entscheiden für was er danke sagt und für was nicht und das ist auch gut so.
Hatte mir auch schon überlegt, ob ich hier die Beiträge eines bestimmten Zeitraumes durchgehen sollte (extrem oberflächliches Überfliegen) und für besonders gelungene Beiträge danke zu sagen damit die Dankesagungen für das Einstellen von Münzen oder für "schöne Münze" im Verhältnis nicht mehr so ins Gewicht fallen. Das Problem ist halt, dass mich historische Darstellungen nicht interessieren auch, wenn welche besonders gelungen sein mögen, daher habe ich bisher auch nicht danke gesagt für solche Beiträge, da ich diese nicht lese, ich interessiere mich halt überwiegend für Fälschungen, wofür sich hier halt sehr wenige interessieren, aber jeder ist verschieden und so auch die Interessen, wobei ich jetzt langsam zum Entschlüss gekommen bin, dass es wichtig ist Mitglieder angemessen zu motiveren, dass sie sich auch weiterhin aktiv beteiligen.
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Ich stimme du vollkommen zu! Aber Du hast natürlich recht, wenn du schreibst, dass ein solches System kaum umzusetzen ist. Da muss sich jeder selbst bemühen.
Ich muss mich da auch an die eigene Nase fassen, wenn ich z. B. daran denke, wie selten ich deine Fälschungsbeiträge mit einem „Dankeschön“ honoriere.
Aber Einsicht ist ja der erste Schritt zur Besserung.

Gruß
Alex

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von alex456 » Sa 22.08.20 12:36

shanxi hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:29
Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
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Finde ich eine gute Idee! Und Peter43 hätte das hier definitiv auch als einer der Ersten verdient!

Gruß
Alex

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.08.20 12:37

shanxi hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:29
Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Peter43, dort Jochen1, ist da ganz vorne mit dabei.
Zu recht, ist er doch auch einer derjenigen, die äußerst umfangreiche, wissenschaftlich fundierte Beiträge inklusive Quellenverzeichnis verfassen. Mit Literaturstudium, Suche nach Vergleichsbildern u.a. schreiben sich diese Artikel auch nicht in kurzer Zeit... Er wird sicher mehrere Stunden, wenn nicht sogar Tage damit verbringen, an einem solchen Artikel zu feilen.

MR

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.08.20 13:16

Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21

Foren und somit auch dieses leben von aktiven Mitgliedern, welche interessante Beiträge verfassen und dadurch andere Mitglieder und Besucher zum Besuch des Forums motivieren (,welche dann hoffentlich auch aktive Mitglieder werden), und im besten Fall werden auch andere dazu animiert selbst solche Beiträge zu verfassen und dann prosperiert ein Forum.
Ich finde auch, dass es angemessen gewürdigt werden sollte, wenn jemand viel Zeit und Arbeit in das Verfassen eines Beitrages steckt.
Denn Wertschätzung ist wichtig um Mitglieder und kommende Mitglieder dazu zu bringen sich aktiv hier zu beteiligen.
Für ein Dankeschön kann man sich nichts kaufen, aber es drückt Wertschätzung aus.
Nur ist es halt so, dass man häufig gar nicht sieht wie viel Zeit und Mühe andere für solch einen Beitrag investieren, außerdem kann auch eine Münzbestimmung oder eine ausführliche Echtheitseinschätzung sehr zeitintensiv (Stempelstudie etc) und teuer (Literatur) sein.

Dass man für das Einstellen von Münzen ein Dankeschön oder für "schöne Münze" finde ich auch nicht gut, wenn man objektiv den Zeitaufwand betrachtet den man für "schöne Münze" oder das hochladen von Bildern einer Münze baucht oder dem Verfassen eines ausführlichen Beitrages (historische Darstellung, Münzbestimmung mit ausfürhlicher Recherche oder Echtheitsbestimmung).
Nur ist jeder frei zu entscheiden für was er danke sagt und für was nicht und das ist auch gut so.
Hatte mir auch schon überlegt, ob ich hier die Beiträge eines bestimmten Zeitraumes durchgehen sollte (extrem oberflächliches Überfliegen) und für besonders gelungene Beiträge danke zu sagen damit die Dankesagungen für das Einstellen von Münzen oder für "schöne Münze" im Verhältnis nicht mehr so ins Gewicht fallen. Das Problem ist halt, dass mich historische Darstellungen nicht interessieren auch, wenn welche besonders gelungen sein mögen, daher habe ich bisher auch nicht danke gesagt für solche Beiträge, da ich diese nicht lese, ich interessiere mich halt überwiegend für Fälschungen, wofür sich hier halt sehr wenige interessieren, aber jeder ist verschieden und so auch die Interessen, wobei ich jetzt langsam zum Entschlüss gekommen bin, dass es wichtig ist Mitglieder angemessen zu motiveren, dass sie sich auch weiterhin aktiv beteiligen.
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Ich finde, dass ein geklicktes "Dankeschön" bei umfangreichen Hintergrundartikeln, bei Bestimmungen, bei Fälschungseinschätzung/Fälschungswarnung aber auch bei schönen Münzen gerechtfertigt ist.

Diese Hintergrundartikel sind vom Aufwand eindeutig die schwierigsten, darum versuche ich, neben einer Danksagung per Klick auch in einer geschriebenen Antwort Dank auszudrücken. Das ist in meinen Augen erstens persönlicher, aber auch noch eine höhere Wertschätzung.

Amentia habe ich mehrfach mitgeteilt, für wie wichtig und lehrreich ich seine Beiträge mit Vergleichsbildern, Verweisen auf Stempelgleichheiten und Erkennungsmerkmale halte. Daher gibt es zumindest jedes Mal eine Danksagung; es käme mir sinnlos vor, jeden seiner Beiträge mit dem inhaltlich identen Dreizeiler zu kommentieren, dass der Beitrag wichtig und hilfreich ist ;-) Auch da sehe ich ja, wie viel Zeit in der Suche nach "Geschwisterchen" steckt.

Bei Bestimmungen auch fremder Anfragen lasse ich gerne eine Danksagung da, weil ich es jedes Mal mit Wohlwollen sehe, wie viel Hilfsbereitschaft und Fachkompetenz in allen numismatischen Bereichen hier versammelt ist. Die geschriebene Dankesantwort sehe ich in diesem Fall eher als "moralische Verpflichtung" des Fragestellers... Aber ich will zumindest zeigen, dass die Bestimmungsarbeit auch von anderen Lesern geschätzt wird. In der Regel ist es ja so, dass mir entweder die Zeit fehlt oder ich bei bestimmten Gebieten auch nicht genug Wissen habe, um selber etwas zur Bestimmung beitragen zu können.

Auch bei "nur-mal-herzeigen" lasse ich oft Danksagungen da, denn auch diese haben ja eine belebende Wirkung auf das Gesamtgeschehen im Forum, es lockt Leser, es motiviert, mit eigenen Münzen zu vergleichen, Fragen zu stellen, evtl. selber andere Münzen zu Vergleichszwecken zu fotografieren und einzustellen. Ausserdem ist es seit einigen Jahren (Kulturgutschutz) nicht mehr so selbstverständlich wie früher, seine neuen Münzen öffentlich zu zeigen.

Ein Forum wie dieses lebt einerseits von den hochwertigen "Geschichts- und Hintergrundbeiträgen", aber es muss auch für junge Neumitglieder/Neusammler die Möglichkeit geben, einfach stolz die erste/ fünfte/ neunzehnte Neuerwerbung zu zeigen, ohne das ein historischer Fachartikel beigefügt werden muss. Genauso wichtig ist meines Erachtens auch die Beratung bei den ersten Käufen, wie die "Einschätzung von Ebay- und anderen Angeboten" mit inzwischen fast 100 Seiten zeigt.

Als Beispiel möchte ich Chinamul anführen: er hat immer gerne schöne Stücke gezeigt, hat umfangreichste Erklärungen liefern können, aber war auch im Smalltalk mit dabei. Es ist sehr schade, dass er nicht mehr ins Forum kommt, ein neuer Laptop sollte doch irgendwie möglich sein... Aber: so schade seine Abwesenheit ist: wir sollten nicht nur jammern, dass er weg ist, sondern wir sollten sehen, dass wir auch jetzt wieder eine ganze Reihe (noch) unerfahrene Jungsammler bei den Römern haben (jschmit, stilgard, dictator perpetuus fallen mir spontan ein). Wenn wir diese gut betreuen, diese Sammler bei ihrer neuen Leidenschaft bleiben, dann haben wir die Chance, dass diese in 5 oder 15 Jahren so tief in ihrem Spezialgebiet eingearbeitet sind, dass diese dann auch wieder tolle Hintergrundartikel liefern.

Ich persönlich versuche, ohne Ansehen des Verfassers immer zumindest eine Danksagung für jeden der oben thematisierten Beiträge dazulassen, um den Verfassern etwas Motivation zu geben, weiter hier aktiv das Forenleben zu gestalten.

Schöne Grüße
MR

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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von chevalier » Sa 22.08.20 16:45

Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
alex456 hat geschrieben:
Sa 22.08.20 09:13
Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

Gruß
Alex
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Ich sehe auch mit Sorge, dass sich das Forum langsam aber sicher vom "Numismatikforum"- zum "Münzschaukasten" entwickelt. Leidtragende sind dann Mitglieder wie z. B. Peter43 und andere, deren über das reine Münzenzeigen hinausgehende Beiträge nicht mehr das Interesse finden, das ihnen eigentlich gebührt.

P.S. So einfach kann man das Problem lösen! Peter43 (90) :angel:
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Re: Die Bauten Roms auf römischen Münzen

Beitrag von Amentia » Sa 22.08.20 17:12

chevalier hat geschrieben:
Sa 22.08.20 16:45
Amentia hat geschrieben:
Sa 22.08.20 12:21
alex456 hat geschrieben:
Sa 22.08.20 09:13
Dankesbriefe will ja auch niemand! ;-) Es ist nur so, dass oft die zwei Sekunden neue Münze Einstellaktion Jubelstürme auslöst, während aufwendigere Beiträge meist untergehen. Aber das wird sich wohl eh nicht ändern lassen, wie alle Dinge, die mit persönlichen Vorlieben/Antipathien zu tun haben.

Gruß
Alex
Ich wäre dafür, dass man da vielleicht irgendetwas findet um besonders gelungene Beiträge besonders zu würdigen z.B. indem man sie irgendwie hervorhebt z.B. farbig oder markiert. Dann wissen Mitglieder, dass der Beitrag besonders gelungen ist und daher wert gelesen zu werden und der Verfasser fühlt sich wertgeschätzt.
Ich sehe auch mit Sorge, dass sich das Forum langsam aber sicher vom "Numismatikforum"- zum "Münzschaukasten" entwickelt. Leidtragende sind dann Mitglieder wie z. B. Peter43, justus und andere, deren über das reine Münzenzeigen hinausgehende Beiträge nicht mehr das Interesse finden, das ihnen eigentlich gebührt.
Cointalk.com ist z.B. so ein Schaukasten, also jemand zeigt eine Münze und kopiert die Münzbeschreibung vom Verkäufer oder Auktionshaus und hübscht das durch "copy and paste" mit von Informationen von Wikipedia auf :)
Und egal wie hässliche die Münzen sind man bekommt likes und oder Komplimente fürs zeigen.
Ich hasse Schleimer, welche nur Münzen loben und nur Positives schreiben um gemocht zu werden.
Wenn ich heruntergekommene Münzen sehen will schaue ich auf Ebay und wenn ich schöne sehen will in Auktionen oder in Museumssammlungen.
Und ja es gibt dort auch qualitätvolle Beiträge nur stammen diese dann in der Regel von Mitgliedern welche auch hier oder im Fovum aktiv sind !

Was ich toll finde und da habe ich auch großen Respekt davor, dass einige Mitglieder hier und im Forvm in Ihren Beiträgen auch wirklich Neues ans Licht bringen und dafür mit antiken Quellen arbeiten.
Auch Darstellungen können wirklich toll sein wenn sie gut geschrieben sind, sind halt nicht so schwierig wie wenn man eine neue Fragestellung behandelt,welche bisher halt noch nicht oder nur in der Literatur angeschnitten wurde und damit bei 0 mit antiken Quellen anfangen muss.
Da kann man sich auch schnell vertun.
Zuletzt geändert von Amentia am Sa 22.08.20 17:25, insgesamt 1-mal geändert.

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