Сhemische Reinigung

Tipps zur Reinigung, Konservierung und Photographie von Münzen

Moderator: Homer J. Simpson

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mike h
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von mike h » Fr 05.02.21 17:04

Such mal unter "Azurit"
130 Köppe /201 (Kampmann)
1.) Ziel erreicht!

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Georg5
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » Fr 05.02.21 17:58

Guten Tag, Mike!
Die Richtung stimmt, aber was ist der ursprüngliche Grund...?
Ich habe einen zusätzlichen Hinweis auf der Münze selbst hinterlassen.
Ich habe vor ein paar Jahren eine interessante Münze gesehen... Ich schlage es nach und zeige es Ihnen, es wird ein Hinweis sein...
P.S. Ich muss nur die Erlaubnis des jetzigen Besitzers einholen...
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tilos
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von tilos » Fr 05.02.21 18:03

Wie bekannt, eines meiner Lieblingsminerale auf Münzen... :)

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Georg5
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » Fr 05.02.21 22:38

Guten Abend!
Ich habe noch zwei weitere Münzen zum Vergleich.
Verschiedene Oxide. Die erste Münze wurde mit Salzsäure gereinigt. Die zweite Münze wurde mit Thioharnstoff gereinigt. Reinigungszeit für die erste Münze - 45 Minuten, für die zweite 1 Stunde 30 Minuten. Rezepte für beide Verfahren habe ich in früheren Beiträgen geschrieben.
Mit freundlichen Grüßen, Georg.

№1
884.JPG
885.JPG
886.JPG
887.JPG

№2
880.JPG
881.JPG
882.JPG
883.JPG
Mollit viros otium

~wave~
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von ~wave~ » So 07.02.21 13:52

Guten Tag ...

... ich bin neu hier im Forum und vor ca. einem Jahr über das Thema Reinigung von Münzen hierauf gestoßen. Das Thema ist zum einen wahnsinnig interessant - auf der anderen Seite bin ich durch die vielen aufgezeigten Möglichkeiten auch "überfordert" und weiß nun gar nicht mehr was am besten wäre ...

In erster Linie geht es mir um die folgende Münze: AR Stater, Corinth - 400-375 BC - Pegasos / Athena - very fine, Pegasi I 318.

Ich hatte die Münze 2016 von einem bekannte Auktionshaus ersteigert - damals war die Münze rein und ohne Ablagerungen. In den letzten Jahren kamen die abgebildeten grünen Ablagerungen hinzu - ich möchte diese gern wieder entfernen ohne die Münze zu beschädigen.

Wie würdet Ihr vorgehen ?

Bilder: Zustand aktuell + Vergrößerung, Bild des Zustandes bei Kauf
001 klein.jpg
Nachtrag: eine mechanische Reinigung traue ich mir nicht zu - ich bin also auf der Suche die Münze irgendwie chemisch aber schonend von dem grünen Anhaftungen zu befreien. Perfekt wäre es natürlich die Münze anschließend gleich zu konservieren um nicht in ein paar Jahren wieder von vorn anfangen zu müssen ...
Dateianhänge
Athena.jpg
001 detail.jpg

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von tilos » So 07.02.21 15:52

Generell von Fotos her lässt sich natürlich eine chemische Substanz nur schwer bzw. unsicher identifizieren. Dem Aussehen nach erinnern die Ausblühungen an Kupferchlorid oder eine andere Kupfer-Chlor-...-Verbindung. Mögliche Ursachen: unsachgemäße Reinigung der Münze mit HCL oder Aufbewahrung in PVC-haltigen Folien oder anderweitigen Behältnissen.

Ob die Münze echt ist, kann ich nicht beurteilen, damit auch nicht auf den möglichen Kupfergehalt schließen.

Gruß
Tilos

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Zwerg » So 07.02.21 15:57

Wegen der Echtheit habe ich größere Bedenken.
Die Münze ist schrecklich geputzt, außerordenlich flau und hat "Gußlöcher".

So etwas sollte man vorsichtshalber nicht kaufen.
Das Auktionshaus ist bekannt (Savoca) - das sagt aber rein gar nichts

Grüße
Klaus
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Ein Leben ohne Feste ist ein langer Weg ohne Gasthäuser (Demokrit)

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von ~wave~ » So 07.02.21 20:44

Guten Abend und erst einmal vielen Dank für die bisherigen Antworten ! ...

"... unsachgemäße Reinigung ..." Das würde ich nicht ausschließen - zumal ich bereits früher einmal von zu starker / chemischer Reinigung in Zusammenhang mit dem genannten Auktionshaus gelesen habe ... (darf man das hier im Forum nennen ?) ... Bei der Masse an versteigerten Münzen vielleicht auch kein Wunder - das wird wohl nicht anders gehen ... Nur um sicherzugehen mit "HCL" ist Salzsäure gemeint oder ?

@Klaus - was ist mit "flau" gemeint ?

Ich muss gestehen, dass dies eigentlich überhaupt nicht mein Sammelgebiet war / ist ... Die Münze hatte mir vom Stil her beidseitig einfach sehr, sehr gut gefallen ... Ich werde mich in den nächsten Tagen einmal mehr mit dem Stück auseinandersetzen und die Bedenken von Klaus ernst nehmen ... es wäre Schade wenn man einem bekannten Auktionshaus hier nicht vertrauen kann ... Ich würde mich gern zeitnah hierzu noch einmal melden wollen ...

Gruß, Mike ...

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Georg5
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » So 07.02.21 21:32

~wave~ hat geschrieben:
So 07.02.21 13:52
Guten Tag ...
Guten Tag, Mike!
Zunächst einmal möchte ich vor mechanischen Eingriffen warnen. Sie sollten sich zunächst an einfacheren Münzen versuchen und sehen, was dabei herauskommt. Jeder fängt irgendwann einmal an. Es gibt nichts Kompliziertes beim Reinigen von Münzen und Sie werden gut zurechtkommen. Aber Sie müssen etwas Übung bekommen.
Was ist mit dieser Münze?
Ihre Münze besteht aus einem relativ weichen Metall (in Bezug auf die mechanische Reinigung). Aber Ihre Münze ist ein Metall, für das Sie praktische Reinigungschemikalien abholen können. Daher ist die Auswahl in jedem Fall eindeutig.
Bitte beachten Sie: Bis Sie gelernt haben, wie man richtig aufträgt, dürfen Sie keine harten Lappen, Schwämme, Zahnbürsten usw. verwenden. Reiben Sie auf keinen Fall etwas. Spülen Sie unter einem kleinen Wasserstrahl ab. Dann - ein sanftes "Eintauchen" mit einem weichen Tuch !!!
Rezepte: Davon gibt es in der Tat sehr viele. Ich würde zum Beispiel 0,3 % Essig ausprobieren. Achten Sie darauf, alle 15 Minuten zu kontrollieren und zu spülen.
In Kunststoff-"Haltern" kann dies bei einigen Münzen nach 10-12 Monaten beginnen. Wenn es aufgrund von minderwertigem Waschen der Auktion passiert ist - ist es schon schlimmer (welche Flüssigkeiten dort verwendet wurden, wie die Münze vor dem Waschen aussah - weiß niemand).
Die Hauptsache ist, dass es keine "Brühe" in der Legierung der Münze gab. Ich weiß nicht, wie man es richtig nennen, ist dies nicht vollständig geschmolzen (in den Prozess der Erwärmung der Legierung der Münze) recht große "Kupferklumpen" - bis Zehntel mm. Dann kann es nach der chemischen Reinigung zu "Mikro - Gruben" kommen. Äußerlich wird nicht viel zu sehen sein, aber bei der Analyse unter dem Mikroskop werden sie auffallen.

Mit freundlichen Grüßen, Georg
Mollit viros otium

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » Di 09.02.21 18:58

Und dann ist ein "Wasserbad"-Test vorgeschrieben. Und dann ist es möglich, die "Bronzepest" zu behandeln. Und dann wird hoffentlich alles wieder gut!
Mollit viros otium

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von tilos » Di 09.02.21 20:12

~wave~ hat geschrieben:
So 07.02.21 20:44
Guten Abend und erst einmal vielen Dank für die bisherigen Antworten ! ...

"... Nur um sicherzugehen mit "HCL" ist Salzsäure gemeint oder ? ...
Gruß, Mike ...
Ja, auch Chlorwasserstoffsäure genannt.

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » Sa 20.02.21 01:02

Guten Tag!

Liebe Kollegen, verzeihen Sie bitte, ich möchte Sie um Rat fragen.

Wenn ich Teilflächen oder ganze Münzen beschreibe, mache ich das auf meine Art und Weise und nicht immer korrekt. Können Sie mir bitte bei den Begriffen helfen. Ich verstehe, dass diese nicht vollständig sind Münzen (ich dachte, dass die Hälfte würde verdoppeln, was Sie sehen können)..... Aber dennoch, wie würden Sie diese Münzen beschreiben: Zustand, mögliche Lagerungsbedingungen, Patina, mögliche Eingriffe (Restaurierung, "Trimmen", etc.). Mir ist klar, dass ich im Forum nur sehr kleine Fotos posten kann und außerdem bin ich ein schlechter Fotograf, aber ich habe versucht, es so gut wie möglich zu machen ...
Ich sollte auch sagen, dass diese Anfrage traditionell eine ebenso traditionelle "numismatische" Herausforderung beinhaltet.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

Mit freundlichen Grüßen, Georg

P.S.: Numismatik ist eine Krankheit. Ich hoffe, dass in einer heiteren und ein wenig spielerischen Form diese unsere allgemeine Krankheit positiver und gesättigter verlaufen wird :D

Münze 1
P2190040-1.jpg

Münze 2
P2190037-1.jpg

Münze 3
P2190038-1.jpg

Münze 4
P2190039-1.jpg

Münze 5
P2190041-1.jpg
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » So 21.02.21 22:58

Guten Abend!
Okay, da dieses Thema nicht interessant ist, schließen wir es... :drinking:

Mit freundlichen Grüßen, Georg

Als Beispiel: Münze 4
200818172740700.jpg
P2190127.JPG
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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von QVINTVS » Mo 22.02.21 08:31

Sieht interessant aus. Aber ich hätte keine Ahnung wie ich bei so einer Münze vorgehen sollte.
Viele Grüße

QVINTVS

Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen,
und wer sie aufzuheben versteht,
hat ein Vermögen.

Jean Anouilh (franz. Dramatiker, 1910 - 87)

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Re: Сhemische Reinigung

Beitrag von Georg5 » Mo 22.02.21 19:25

QVINTVS hat geschrieben:
Mo 22.02.21 08:31
Sieht interessant aus. Aber ich hätte keine Ahnung wie ich bei so einer Münze vorgehen sollte.
Guten Tag!
Es ist wie eine Probe...
Aber ich möchte Folgendes fragen: Würden Sie sagen können, dass diese Münze eine "künstliche" Patina hat, ohne Fotos vom ursprünglichen Zustand der Münze zu sehen? Und was kann man auch über andere Münzen sagen, die ich oben gezeigt habe?
Ich entschuldige mich für die unklare Computerübersetzung...
Mit freundlichen Grüßen George

P.S. Was ist der Grund für all dies:
Dies ist nur die bescheidene Meinung eines "ewigen Anfängers", die falsch sein kann...
Die Anzahl der antiken Münzen auf dem Markt vor dreißig Jahren und heute unterscheidet sich um einen Faktor von etwa zehn oder mehr... Woher kommen all diese Münzen? Nach der Beschreibung aus den Auktionskatalogen stammen alle diese Münzen aus alten europäischen Sammlungen... Der Käufer stimmt mit seinem Geldbeutel ab, deshalb sind die Verkäufer sehr pingelig, was das Fehlen jeglicher Bodenspuren auf den von ihnen angebotenen Münzen angeht. Was für Bilder werden in Katalogen angegeben - Sie wissen schon...
Goldmünzen sind am einfachsten zu restaurieren und am schwierigsten in der Bewertung der Polarität. Silbermünzen (natürlich nicht alle, aber viele) werden zu Metall veredelt. Und viele sind dann auch noch patiniert. Bronze... Und die Situation ist nicht besser. Die technologische und chemische Entwicklung steht nicht still. Dieses oder jenes Oxid in fast beliebiger Dicke künstlich zu erzeugen, ist im Prinzip kein großes Problem mehr....
Inwieweit kann ein Sammler eine Münze mit künstlicher chemischer Patina von einer Münze mit echter Patina unterscheiden? Es ist doch das gleiche Oxid, nur dass es auf der Münze nicht in zwei Jahrtausenden, sondern in einer Woche gewachsen ist .... Das ist auch der Grund, warum ich einige Münzen gegeben und gebeten habe, sie zu beschreiben...
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