Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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T........s

Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Sa 22.01.22 19:03

dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:00
Den fand ich auch teuer.
Ja ich habe nur ein Vorgebet abgegeben und gehofft ein bisschen, dass die Römer etwas untergehen und vergessen werden und ich wie bei Jean Elsen ein Schnäppchen machen kann. War nicht so ... na ja - dann nicht.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:00
Ein bisschen hatte ich die Gallierin auf dem Denar von Saserna im Auge, aber auch die war teurer, als ich für sie bezahlen wollte.
Ja der ist mir auch aufgefallen - wie hoch ist denn der am Ende über die Theke gegangen? Weißt Du das gerade?

dictator perpetuus
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von dictator perpetuus » Sa 22.01.22 19:06

Timestheus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:03
Ja der ist mir auch aufgefallen - wie hoch ist denn der am Ende über die Theke gegangen? Weißt Du das gerade?
380, wobei das auch ein schönes Exemplar war.

T........s

Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Sa 22.01.22 19:08

Bei Stephen Album läuft auch gerade eine Live Auktion - allerdings war ich wegen 2 Lots zu faul mich extra anzumelden mit einem neuen Account. Daher habe ich nur Vorgebote abgegeben. Die bekomme ich eh niemals durch.

https://www.biddr.com/auctions/stevealb ... &l=2439774

https://www.biddr.com/auctions/stevealb ... &l=2439775

dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:06
380, wobei das auch ein schönes Exemplar war.
Ah ok - aber das war fast klar dann aktuell. Ich hatte es ja schon woanders geschrieben, Republikaner kaufen macht gerade nicht so viel Spaß - weil selbst nicht so seltene Exemplare kaum noch unter 200-300 Euro zu haben sind. Und wenn es nur ein bisschen ausgefallener wird - dann gehts schnell auf die 400, 500 und viel mehr noch hoch. Bei den Kaisern bekommt man aktuell einfach mehr fürs Geld - mehr Optik, weniger Geld. Natürlich nicht pauschal - aber man findet halt schöne & bezahlbare Exemplare... meine 2 Cent.

T........s

Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Sa 22.01.22 19:12

Sonntag ist wieder Auktionstag :)

Maison Frankreich
Zeus Niederlande
Savoca München

Die Franzosen haben paar sehr schöne Republikaner im Angebot - wo die Preise am Ende landen wird man sehen. Und Savoca hat diesmal auch das eine oder schöne Exemplar... praktisch das meine Freundin direkt zwischen Solidus und Savoca wohnt und die Münzen direkt am nächsten Tag immer abholen kann :)


----
Ach schade - aber war ja klar - habe die Otacilia Severa und den Galba bei Stephen Album natürlich nicht bekommen :(

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von dictator perpetuus » Sa 22.01.22 19:23

Timestheus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:08
Bei den Kaisern bekommt man aktuell einfach mehr fürs Geld - mehr Optik, weniger Geld.
Kommt immer drauf an. Severer und Soldatenkaiser sind tendenziell billiger als Adoptivkaiser, die sind tendenziell billiger als Flavier und die wiederum tendenziell billiger als die aus der julisch-claudischen Dynastie.
So ganz verstanden habe ich noch nicht, warum Denare aus der julisch-claudischen Dynastie so teuer sind und Asse dafür noch erschwinglich. OK, so ein Caligula-Denar ist recht selten, Claudius in silber ist auch nicht überall zu finden und der Tiberius ist halt die Bibelmünze. Auch gibt es gerade aus Spanien wunderschöne, teils seltene Denare des Augustus, aber warum die Lugdunum-Denare des Augustus so verhältnismäßig teuer sind, habe ich noch nicht verstanden.
Aber gerade die Münzen gegen Ende der Republik mit Caesar und den ganzen sich bekämpfenden Personen danach sind halt in den Augen der meisten Sammler historisch einfach spannender als irgendein Severer und ein Vespasian oder Traian steht viel mehr für den Glanz des römischen Reichs als irgendein Soldatenkaiser. Dazu finde ich, dass ein ordentlicher Seseterz aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert vom Stil her fast immer eine ganz andere Liga ist, also ein Claudius-Gothicus Antoninian. Auch die Republikmünzen können sich vom Stil her sehen lassen.

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Perinawa » Sa 22.01.22 19:33

dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:23

Kommt immer drauf an. Severer und Soldatenkaiser sind tendenziell billiger als Adoptivkaiser, die sind tendenziell billiger als Flavier und die wiederum tendenziell billiger als die aus der julisch-claudischen Dynastie.
So ganz verstanden habe ich noch nicht, warum Denare aus der julisch-claudischen Dynastie so teuer sind und Asse dafür noch erschwinglich. OK, so ein Caligula-Denar ist recht selten, Claudius in silber ist auch nicht überall zu finden und der Tiberius ist halt die Bibelmünze. Auch gibt es gerade aus Spanien wunderschöne, teils seltene Denare des Augustus, aber warum die Lugdunum-Denare des Augustus so verhältnismäßig teuer sind, habe ich noch nicht verstanden.
Aber gerade die Münzen gegen Ende der Republik mit Caesar und den ganzen sich bekämpfenden Personen danach sind halt in den Augen der meisten Sammler historisch einfach spannender als irgendein Severer und ein Vespasian oder Traian steht viel mehr für den Glanz des römischen Reichs als irgendein Soldatenkaiser. Dazu finde ich, dass ein ordentlicher Seseterz aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert vom Stil her fast immer eine ganz andere Liga ist, also ein Claudius-Gothicus Antoninian. Auch die Republikmünzen können sich vom Stil her sehen lassen.

Das habe ich auch mal gedacht. Mittlerweile sind richtig gute Severer auch richtig teuer. Für die letzten alexandrinischen Septimius- und Julchen-Denare hätte ich auch einen Caesarfanten in bester Erhaltung bekommen. :evil:

Alles, wo Caesar drauf steht, ist auch teuer, wenn auch nicht immer selten - jedenfalls meistens nicht.

Aber man sollte sich da nicht irritieren lassen. Ende Februar stehen bei einer Auktion mal fast 500 Repubikaner im Angebot. :D

Grüsse
Rainer
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Sa 22.01.22 19:41

dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:23
Auch die Republikmünzen können sich vom Stil her sehen lassen.
Ist natürlich alles immer Geschmacksache - ohne das jetzt abwertend zu meinen - aber ist ja gut, dass das jeder anders sieht - sonst würden ja alles das Gleiche sammeln :)
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:23
Dazu finde ich, dass ein ordentlicher Seseterz aus dem ersten oder zweiten Jahrhundert vom Stil her fast immer eine ganz andere Liga ist, also ein Claudius-Gothicus Antoninian.
Finde ich auch was das 1te und 2te Jahrhundert betrifft. So ein massiver Nero oder Domitian oder auch Hadrian - das macht mehr her als ein kleiner Denar. Nochmals - Geschmacksache - aber ich finde das subjektiv auch. Allerdings ändert sich das ab den Severer finde ich - da gibt es so ultra feine super tolle Porträt Darstellungen - fantastisch. Da dreht sich das Blatt wieder finde ich.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:23
So ganz verstanden habe ich noch nicht, warum Denare aus der julisch-claudischen Dynastie so teuer sind und Asse dafür noch erschwinglich.
Das hat mir mal jemand erklärt - also einer der vielen Gründe - das Silber ist zu der Zeit noch sehr hochwertig in den Münzen = weiche Münze. Die Denar sind einfach in den Zeiten ganz schnell abgeschrubbt und platt - weil einfach zu weich. Je mehr Billigmetall dazu gekommen ist in den späteren Jahrhunderten = härter = viel mehr Exemplare die viel besser die Jahrtausende überstanden haben. Gute Denar des 1. Jahrhunderts sind einfach rarer.
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:23
Augen der meisten Sammler historisch einfach spannender als irgendein Severer und ein Vespasian oder Traian
Also die Adoptivkaiser sind für mich einer der langweiligsten Epochen überhaupt. Traian ist sowas von langweilig, gefolgt von Hadrian und Marc Aurel mag ich nicht, weil er die Adoptivkaiserschaft nicht fortgeführt hat und der Mann mir zu viel Philosoph und mit sich beschäftigt war. Da sind mir die Flavier interessanter - weil Vespasian einfach ein recht guter und interessanter Kaiser war und Domitian einfach ein interessanter Fiesling war wie manch Anderer.

Aber was die Severer angeht - da solltest Dich mal einlesen. Die Adptivkaiser davor finde ich gähnend langweilig - da passiert ja fast gar nichts - und die Soldatenkaiser - die gaben sich die Klinke in die Hand.

Aber vor allem die Frauen der Severer - alle Iulias - dann die Intrigen, die Morde, Caracalla & Geta, der irre Elagabal und wie gesagt im Hintergrund die Frauen, welche die Fäden ziehen und sich die Augen auskratzen. Also sag nix gegen die Severer - die sind alles andere als uninteressant die Sippe.

Aber Geschmacksache wie immer ;)

T........s

Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » Sa 22.01.22 19:49

Das ja morgen bei Zeus mal eine historisch interessante Münze:
https://www.biddr.com/auctions/zeusnumi ... &l=2474697

Valerian I, Gallienus und Valerian II auf einer Seite. Nett. Interessant. Wenn man ein bisschen mehr erkennen könnte - könnte ich schwach werden.

Und die hier aus nicht ohne - Commodus und Anius Verus:
https://www.biddr.com/auctions/zeusnumi ... &l=2474749

Letzterer starb an Komplikationen einer Operation am Ohr, als ein Stück Tumor entfernt werden sollte. Damit war dann Commodus die Nachfolge Marc Aurel sicher.


Und wieso gefällt mir die hier?
https://www.biddr.com/auctions/zeusnumi ... &l=2474692

Manchmal fragt man sich schon - wieso finde ich die jetzt interessant? Hm... ich komme nicht drauf.

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von dictator perpetuus » Sa 22.01.22 20:22

Och streitet doch lieber per PN...
Timestheus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 19:41
Das hat mir mal jemand erklärt - also einer der vielen Gründe - das Silber ist zu der Zeit noch sehr hochwertig in den Münzen = weiche Münze. Die Denar sind einfach in den Zeiten ganz schnell abgeschrubbt und platt - weil einfach zu weich. Je mehr Billigmetall dazu gekommen ist in den späteren Jahrhunderten = härter = viel mehr Exemplare die viel besser die Jahrtausende überstanden haben. Gute Denar des 1. Jahrhunderts sind einfach rarer.
Bei Nero gebe ich dir recht, da sehen die Denare meist sehr abgerubbelt aus und gute sind selten. Ähnlich ist das auch mit den Legionsdenaren von M.Antonius.
Aber die Lugdunum-Denare von Augustus und Tiberus gibt es auch in guter Erhaltung wie Sand am Meer und selbst ranzige, die deutlich schlechter erhalten sind als mein Augustus 36€-Münzmeister-As oder mein 35€ Lugdunum-Semis von Tiberius, bringen noch dreistellige Beträge. Und für 100-200€ oder manchmal auch darunter bekommt man regelmäßig richtig schöne Asse (auch wenn die Reversdarstellung bei Augustus und Tiberius oft etwas langweilig ist).

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Numis-Student » Sa 22.01.22 20:29

So, sorry, bevor das hier überkocht aus kleinen Anlässen...

PAUSE !
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Numis-Student » So 23.01.22 15:13

Ich hoffe, diese Pause hat gereicht, dass sich alle wieder etwas beruhigt haben, einmal darüber geschlafen haben und ein bisschen frische Luft geschnappt haben...

Ich bitte zukünftig darum, dass hier dentweder Fragen rund um die Auktionen geklärt werden, und andererseits Interessenbekundungen für kommende Auktionen nur soweit, dass man sagt, dass man bei der kommenden Leu-Auktion mitsteigern will, oder bei den Republikanern bei Hirsch. Die genauen Nummern und gegebenfalls Preise bitte zukünftig per PN klären.
Selbstverständlich können auch weiterhin frisch ersteigerte Stücke gezeigt und kommentiert werden.

Bitte bleibt friedlich !

MR
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von T........s » So 23.01.22 15:40

dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 20:22
Aber die Lugdunum-Denare von Augustus und Tiberus gibt es auch in guter Erhaltung wie Sand am Meer
Also da bitte ich Dich mir dann Bescheid zu geben, wenn Du einen guten und günstigen Augustus Denar siehst :) ... ich sehe nur Stücke die aktuell um die 600, 800 oder 1500 Euro über die Theke gehen. Ich "musste" mir ja so eine Provinz Bronze des Augustus kaufen - weil ich nichts gefunden habe wofür ich bereit gewesen wäre mehr als 1000 Euro auszugeben. Für nen Kaiser, mit dem ich nichts anfangen kann nebenbei - aber dessen Kopf ich gerne hätte.


----
Heute Mittag war ja mit Maison Pruvost Numismatique ein Auktionshaus am Start, das einige interessante Republikaner am Start hatte. Abbekommen habe ich aber selbst bei der Auswahl gar nichts. Dieses Exemplar war wieder stellvertretend.

https://www.biddr.com/auctions/pruvost- ... &l=2441583

Als ich im Oktober angefangen habe bei Auktionshäuser mich umzuschauen lagen Dioskuren Denare (EF) aus der Zeit um 200 v.Chr. so bei guten 500-600 Euro. Dann Ende des letzten Jahres die ersten Exemplare, welche die 1000 Euro gerissen haben. Dann Anfang des Jahres selbst die 1500 Euro. Aber der toppte heute alles mit seinen 2.800 Euro!

Ja das ist eine seltene Variation. Und ja der Zustand ist sehr gut - bei Roma erreichte ein nicht ganz so gutes Exemplar vor rund 20 Tagen 700 GBP. Aber fast 3.000 Euro ist schon eine Hausnummer.

Und was den Rest angeht der Republikaner... viele Lose kamen mit 80-100 Euro live und dann gingen die Bietergefechte los und endeten selbst bei VF Stücken oft nicht vor 300-400 Euro. Die "spinnen die (Republikaner) Römer" zur Zeit :)


silber_antoninian_marcus_antonius_gordianus.jpg
Gordien III (238-244), Antoninien, 240, Rome, Av. IMP GORDIANV PIVS FEL AVG, Buste radié, drapé et cuirassé à droite, Rv. P M TR P II COS P P, l'Empereur Gordien, debout à gauche, devant un autel allumé, tenant une patère et un sceptre court, Billon, SUP, 3.67 g, 22.5 mm, RIC 68 – Cohen 216, Belle monnaie bien centrée.

Ach ja - und den kleinen süßen Gordian III konnte ich mir wenigstens bei Maison für 35 Euro schnappen :)

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Mynter » So 23.01.22 16:41

Timestheus hat geschrieben:
So 23.01.22 15:40
dictator perpetuus hat geschrieben:
Sa 22.01.22 20:22
Aber die Lugdunum-Denare von Augustus und Tiberus gibt es auch in guter Erhaltung wie Sand am Meer
Also da bitte ich Dich mir dann Bescheid zu geben, wenn Du einen guten und günstigen Augustus Denar siehst :) ... ich sehe nur Stücke die aktuell um die 600, 800 oder 1500 Euro über die Theke gehen. Ich "musste" mir ja so eine Provinz Bronze des Augustus kaufen - weil ich nichts gefunden habe wofür ich bereit gewesen wäre mehr als 1000 Euro auszugeben. Für nen Kaiser, mit dem ich nichts anfangen kann nebenbei - aber dessen Kopf ich gerne hätte.


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Heute Mittag war ja mit Maison Pruvost Numismatique ein Auktionshaus am Start, das einige interessante Republikaner am Start hatte. Abbekommen habe ich aber selbst bei der Auswahl gar nichts. Dieses Exemplar war wieder stellvertretend.

https://www.biddr.com/auctions/pruvost- ... &l=2441583

Als ich im Oktober angefangen habe bei Auktionshäuser mich umzuschauen lagen Dioskuren Denare (EF) aus der Zeit um 200 v.Chr. so bei guten 500-600 Euro. Dann Ende des letzten Jahres die ersten Exemplare, welche die 1000 Euro gerissen haben. Dann Anfang des Jahres selbst die 1500 Euro. Aber der toppte heute alles mit seinen 2.800 Euro!

Ja das ist eine seltene Variation. Und ja der Zustand ist sehr gut - bei Roma erreichte ein nicht ganz so gutes Exemplar vor rund 20 Tagen 700 GBP. Aber fast 3.000 Euro ist schon eine Hausnummer.

Und was den Rest angeht der Republikaner... viele Lose kamen mit 80-100 Euro live und dann gingen die Bietergefechte los und endeten selbst bei VF Stücken oft nicht vor 300-400 Euro. Die "spinnen die (Republikaner) Römer" zur Zeit :)



silber_antoninian_marcus_antonius_gordianus.jpg
Gordien III (238-244), Antoninien, 240, Rome, Av. IMP GORDIANV PIVS FEL AVG, Buste radié, drapé et cuirassé à droite, Rv. P M TR P II COS P P, l'Empereur Gordien, debout à gauche, devant un autel allumé, tenant une patère et un sceptre court, Billon, SUP, 3.67 g, 22.5 mm, RIC 68 – Cohen 216, Belle monnaie bien centrée.

Ach ja - und den kleinen süßen Gordian III konnte ich mir wenigstens bei Maison für 35 Euro schnappen :)
Ich fürchte, bei Gaius /Lucius und dem Zinsgroschen kommt man nicht preiswert zu einem wirklich guten Stück. Ich habe mehrere Jahre gebraucht ,um für beide Typen Exemplare zu finden die gut aussehen ohne völlig überteuert zu sein. Früher oder später taucht da immer mal was auf.
Grüsse, Mynter

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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Perinawa » So 23.01.22 16:45

https://www.biddr.com/auctions/pruvost- ... &l=2441621

Halte ich nicht für überteuert... ein wirklich gutes Portrait!

Grüsse
Rainer
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Re: Auktionsbesprechungen (Auktionshäuser)

Beitrag von Numis-Student » So 23.01.22 17:07

Wie ihr ja wisst, bin ich mehr Börsenkäufer als Auktionskäufer, und mit ein bisschen Geduld (so in beiden Fällen etwa 20 Jahre) finden (fanden ?) sich akzeptable Beispiele.

Im Anhang mein gut zentrierter Augustus auf großem Schrötling (2013 / 100 €), und hier mein schönes Tiberius-Potrait. viewtopic.php?f=6&t=35131&hilit=Sample&start=45#p458898

Schöne Grüße
MR
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aug1 (1).jpg
aug1 (1).jpg (15.46 KiB) 275 mal betrachtet
aug2 (1).jpg
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Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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