50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
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50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Hallo zusammen,
ich habe mir kürzlich ein 50 Reichspfennig-Stück (1924 A, Jaeger 318) gegönnt, das aufgrund seiner Erhaltung (s-ss, Rand bearbeitet) relativ preisgünstig von der Münzhandlung Andreas Fenzl angeboten wurde. Nun hat aber ein befreundeter Edelmetallhändler, der sich das Stück einmal kurz aber genau angesehen hat, Zweifel an dessen Echtheit geäußert. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass ein Münzhändler wie Herr Fenzl wissentlich Fälschungen verkauft, da aber nunmal Zweifel geäußert wurden und von diesem Münztypen ohnehin viele Fälschungen kursieren, wollte ich einmal um eure Einschätzung bitten, da ich im Erkennen von Fälschungen leider nicht sehr gut bin. Zum besseren Vergleich mit einem Original habe ich der Münze im Folgenden ein 50 Rentenpfennig-Stück 1924 A gegenübergestellt, das ja technisch identisch sein sollte:
Gewicht: 5,12 g (Vergleichsstück: 5,0 g)
Durchmesser: 23,5 mm (Vergleichsstück: 23,7 mm)
Dicke: 1,8 mm (Vergleichsstück: 1,5 mm)
Hier die beiden Seiten mit Vergleichsstück (links): Hier Bilder des Rands. Oben das Vergleichsstück: Was meint ihr? Ein schlecht erhaltenes und manipuliertes Orginial oder eine Fälschung, bei der die Beschädgungen einfach nur ablenken bzw. ein höheres Alter vortäuschen sollen?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
ich habe mir kürzlich ein 50 Reichspfennig-Stück (1924 A, Jaeger 318) gegönnt, das aufgrund seiner Erhaltung (s-ss, Rand bearbeitet) relativ preisgünstig von der Münzhandlung Andreas Fenzl angeboten wurde. Nun hat aber ein befreundeter Edelmetallhändler, der sich das Stück einmal kurz aber genau angesehen hat, Zweifel an dessen Echtheit geäußert. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass ein Münzhändler wie Herr Fenzl wissentlich Fälschungen verkauft, da aber nunmal Zweifel geäußert wurden und von diesem Münztypen ohnehin viele Fälschungen kursieren, wollte ich einmal um eure Einschätzung bitten, da ich im Erkennen von Fälschungen leider nicht sehr gut bin. Zum besseren Vergleich mit einem Original habe ich der Münze im Folgenden ein 50 Rentenpfennig-Stück 1924 A gegenübergestellt, das ja technisch identisch sein sollte:
Gewicht: 5,12 g (Vergleichsstück: 5,0 g)
Durchmesser: 23,5 mm (Vergleichsstück: 23,7 mm)
Dicke: 1,8 mm (Vergleichsstück: 1,5 mm)
Hier die beiden Seiten mit Vergleichsstück (links): Hier Bilder des Rands. Oben das Vergleichsstück: Was meint ihr? Ein schlecht erhaltenes und manipuliertes Orginial oder eine Fälschung, bei der die Beschädgungen einfach nur ablenken bzw. ein höheres Alter vortäuschen sollen?
Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!
Zuletzt geändert von ABBAndy am Mo 29.01.24 14:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Hallo Andy,
ich fürchte, dass man die Echtheit nur anhand der Fotos nur sehr schwer beurteilen kann. Wäre es ein 50-RENTENpfennig-Stück, dann würde ich an der Echtheit nicht grossartig zweifeln. Dann wäre es für mich nur eine miserabel erhaltene Kursmünze. So aber läuten bei mir leider auch alle Alarmglocken!
Ich hätte diese Münze nicht gekauft! Zweifel werden immer bleiben und hübsch ist sie auch nicht. Sorry…
Viele Grüße
Lackland
ich fürchte, dass man die Echtheit nur anhand der Fotos nur sehr schwer beurteilen kann. Wäre es ein 50-RENTENpfennig-Stück, dann würde ich an der Echtheit nicht grossartig zweifeln. Dann wäre es für mich nur eine miserabel erhaltene Kursmünze. So aber läuten bei mir leider auch alle Alarmglocken!
Ich hätte diese Münze nicht gekauft! Zweifel werden immer bleiben und hübsch ist sie auch nicht. Sorry…
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Irgendwelche Meinungen von irgendwelchen Foristen (mich eingeschlossen
) bringen Dich nicht weiter.
Wenn Du Bedenken hast, setze Dich mit Herrn Fenzl in Verbindung oder einem Sachverständigen, der auf dieses Gebiet spezialisiert ist.
Damit kannst Du dann Zweifel ausräumen.
Grüße
Klaus

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Damit kannst Du dann Zweifel ausräumen.
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Man redet bei diesem Stück reflexartig schnell von Fälschungen. Ich halte das Stück für echt, für einen Guss stimmen die Maße zu gut überein, das Bild ist ok.
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Vielen lieben Dank für eure Einschätzungen und Kommentare so weit! Ich finde es immer wieder schön zu wissen, dass es hier Leute gibt, die gerne weiterhelfen, auch wenn ich nur alle paar Jahre mal im Forum unterwegs bin, meistens mit einer Frage, wenn ich selbst nicht (mehr) weiter weiß.
Nachdem ich mir das Stück heute nochmal genauer angesehen habe, tendiere ich auch eher dazu, es für echt zu halten und ich denke, es spricht auch nichts offensichtliches für eine Fälschung - sonst wäre das sicher jemandem hier aufgefallen. Zweifel werden nicht immer bleiben, denn ich kann das Stück ja auch einem Gutachter für eine Expertise vorlegen, wie Zwerg schon anmerkte. Das ziehe ich auch in Betracht, ich dachte nur vorher mal hier fragen, schadet ja nicht und tatsächlich fand ich eure Meinungen und Einschätzungen auch hilfreich.
Nur einen Punkt teile ich nicht. "Hübsch" ist ansichtssache und ich persönlich finde diese Münze trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres Zustands sogar sehr hübsch - oder wie Lackland selbst im Footer stehen hat: "Der Rost macht erst die Münze wert.".
Nachdem ich mir das Stück heute nochmal genauer angesehen habe, tendiere ich auch eher dazu, es für echt zu halten und ich denke, es spricht auch nichts offensichtliches für eine Fälschung - sonst wäre das sicher jemandem hier aufgefallen. Zweifel werden nicht immer bleiben, denn ich kann das Stück ja auch einem Gutachter für eine Expertise vorlegen, wie Zwerg schon anmerkte. Das ziehe ich auch in Betracht, ich dachte nur vorher mal hier fragen, schadet ja nicht und tatsächlich fand ich eure Meinungen und Einschätzungen auch hilfreich.

Nur einen Punkt teile ich nicht. "Hübsch" ist ansichtssache und ich persönlich finde diese Münze trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres Zustands sogar sehr hübsch - oder wie Lackland selbst im Footer stehen hat: "Der Rost macht erst die Münze wert.".

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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters!ABBAndy hat geschrieben: ↑Sa 13.01.24 01:41
Nur einen Punkt teile ich nicht. "Hübsch" ist ansichtssache und ich persönlich finde diese Münze trotz oder vielleicht sogar gerade wegen ihres Zustands sogar sehr hübsch - oder wie Lackland selbst im Footer stehen hat: "Der Rost macht erst die Münze wert.".![]()
Ich freue mich, dass Dir die Münze gefällt und drücke Dir die Daumen, dass sie wirklich echt ist!
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Bei einem 50 RENTENpfennigstück hätte ich ebenfalls an eine zeitgenössische Fälschung gedacht. Am besten wird es sein, Du legst Herrn Fenzl Deine Zweifel dar oder machst einfach ( falls MA - Kauf ) von Deinem Rückgaberecht Gebrauch.
Grüsse, Mynter
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Hallo zusammen!
Ich dachte, ich gebe euch ein Update zu dieser Münze, da ich inzwischen mit dem Händler gesprochen und sie einem Gutachter vorgelegt habe. Um es kurz zu machen: sie ist höchstwahrscheinlich echt.
Und wer möchte, hier die ausführliche Variante: Der Händler garantiert die Echtheit uneingeschränkt, er sagt, er habe sie aus einem Nachlass erworben und selbst überprüft. Der Gutachter, ich hatte sie Herrn Franquinet geschickt, hält sie ebenfalls für echt, kann das aufgrund des tark beschädigten Rands aber nicht mehr belegen, also auch nicht schriftlich geben. Ich habe mir das Stück daher selbst nochmal sehr genau angesehen und festgestellt, dass die Randkerben an den am besten erhaltenen Stellen mit den Randkerben meines 50 Rentenpfennig-Vergleichsstücks in Größe und Abstand identisch sind. Mit viel Mühe lassen sich insgesamt noch etwa 110 Kerben erkennen, der übrige, stärker beschädigte Teil des Rands bietet ausreichend Platz um etwa 30 weitere Kerben zu ergänzen, sodass auch die Randgestaltung gut mit den 140 Kerben eines Originals überein geht. Der etwas zu geringe Durchmesser und die etwas zu große Dicke lassen sich durch Behämmern des Rands erklären, was auch mit den Beschädigungen des Rands überein geht. Misst man die Dicke der Münze in der Mitte, übergeht also den bearbeiteten Rand bei der Messung, misst sie ebenfalls 1,5 mm, wie das 50 Rentenpfennig-Stück. Daher bleibt also unterm Strich, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein Original handelt, das zu einem späteren Zeitpunkt stark beschädigt wurde. Die Beschädigungen machen es zwar unmöglich, die letzten Zweifel auszuräumen - und so werden Restzweifel tatsächlich immer bleiben, da hatte Lackland dann offenbar doch Recht - aber sie sind m. E. so gering, dass ich das Stück behalten werde.
Danke nochmal für eure Einschätzungen und Meinungen.
Ich dachte, ich gebe euch ein Update zu dieser Münze, da ich inzwischen mit dem Händler gesprochen und sie einem Gutachter vorgelegt habe. Um es kurz zu machen: sie ist höchstwahrscheinlich echt.
Und wer möchte, hier die ausführliche Variante: Der Händler garantiert die Echtheit uneingeschränkt, er sagt, er habe sie aus einem Nachlass erworben und selbst überprüft. Der Gutachter, ich hatte sie Herrn Franquinet geschickt, hält sie ebenfalls für echt, kann das aufgrund des tark beschädigten Rands aber nicht mehr belegen, also auch nicht schriftlich geben. Ich habe mir das Stück daher selbst nochmal sehr genau angesehen und festgestellt, dass die Randkerben an den am besten erhaltenen Stellen mit den Randkerben meines 50 Rentenpfennig-Vergleichsstücks in Größe und Abstand identisch sind. Mit viel Mühe lassen sich insgesamt noch etwa 110 Kerben erkennen, der übrige, stärker beschädigte Teil des Rands bietet ausreichend Platz um etwa 30 weitere Kerben zu ergänzen, sodass auch die Randgestaltung gut mit den 140 Kerben eines Originals überein geht. Der etwas zu geringe Durchmesser und die etwas zu große Dicke lassen sich durch Behämmern des Rands erklären, was auch mit den Beschädigungen des Rands überein geht. Misst man die Dicke der Münze in der Mitte, übergeht also den bearbeiteten Rand bei der Messung, misst sie ebenfalls 1,5 mm, wie das 50 Rentenpfennig-Stück. Daher bleibt also unterm Strich, dass es sich höchstwahrscheinlich um ein Original handelt, das zu einem späteren Zeitpunkt stark beschädigt wurde. Die Beschädigungen machen es zwar unmöglich, die letzten Zweifel auszuräumen - und so werden Restzweifel tatsächlich immer bleiben, da hatte Lackland dann offenbar doch Recht - aber sie sind m. E. so gering, dass ich das Stück behalten werde.
Danke nochmal für eure Einschätzungen und Meinungen.

- Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor ABBAndy für den Beitrag (Insgesamt 2):
- Lackland (Mo 29.01.24 14:26) • Arthur Schopenhauer (Mo 29.01.24 15:25)
- Lackland
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Re: 50 Reichspfennig 1924 A (J. 318) - Original oder Fälschung?
Vielen Dank für Deine Rückmeldung! Es ist immer gut, wenn von Fragestellern eine konstruktive Rückmeldung kommt (egal wie sie ausfällt). Dies ist leider fast die Ausnahme!
Es wäre mir natürlich am liebsten gewesen, wenn Dir der Gutachter die Echtheit hätte schriftlich bestätigen können.
Aber die Aussagen der Fachleute und Deine eigenen Recherchen machen auch mir ein gutes Gefühl. Schön auch, dass Dir der Verkäufer die uneingeschränkte Echtheit garantiert!
Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim Sammeln!
Viele Grüße
Lackland
Es wäre mir natürlich am liebsten gewesen, wenn Dir der Gutachter die Echtheit hätte schriftlich bestätigen können.
Aber die Aussagen der Fachleute und Deine eigenen Recherchen machen auch mir ein gutes Gefühl. Schön auch, dass Dir der Verkäufer die uneingeschränkte Echtheit garantiert!
Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude beim Sammeln!
Viele Grüße
Lackland
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