Zeitgenössische Fälschungen

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leodux
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Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von leodux » Sa 16.10.10 14:02

Hi,
ich habe da so einen Pfennig, den ich für eine zeitgenössische Fälschung halte:
[ externes Bild ]
Man sieht ziemlich deutlich den Kupferkern unter der silbernen Oberfläche.
Erst war ich etwas enttäuscht, als ich das nach Erhalt der Münze bemerkte, aber inzwischen finde ich den Pfennig eigentlich ganz spannend. :)

Viele Grüße
Peter

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cepasaccus
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von cepasaccus » Sa 16.10.10 18:26

Wow.

Hier noch die Muenzen aus der Staatssammlung. Sind sogar drei.

vale
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F1.jpg
F2.jpg
F3.jpg
kitty mea felis duodeviginti annos nata requiescat in pace. laeta gaudiumque meum erat. desiderio eius angor.

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bernima
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von bernima » Sa 16.10.10 19:43

Hallo,

Hier mal ein paar zeitgenössische Fälschungen aus Regensburg.
Und ein Stück mit Prüfkerben.

mfg. bernima
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rbg fälschung.JPG
rbg falsch.JPG

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leodux
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von leodux » Sa 16.10.10 20:43

Hallo,
ich finde es sehr interessant, mehrere Fotos zeitgenössischer Mittelalterfälschungen an einem Ort vereinigt zu sehen. So häufig sieht man die ja sonst nicht. Wer also noch Fotos hat, immer her damit.

Was meint ihr, sollte man diesem Thema nicht vielleicht sogar einen eigenen Thread gönnen?

Viele Grüße
Peter

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Otakar
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von Otakar » Sa 16.10.10 21:54

Hallo Salier!
Das wäre doch eine Aufgabe für Dich als Moderator, in der Fälschungsgalerie eine neue Seite aufzuschlagen und diese Beiträge einzufügen.
Sie sind wirklich interessant!
MfG
OTAKAR

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cepasaccus
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von cepasaccus » Sa 16.10.10 22:13

Das sind aber eigentlich keine Faelschungen fuer die Faelschungsgalerie.
kitty mea felis duodeviginti annos nata requiescat in pace. laeta gaudiumque meum erat. desiderio eius angor.

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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von leodux » Sa 16.10.10 23:07

Hallo Otakar,
ich finde, die Fälschungsgalerie ist doch eher etwas für moderne Fälschungen, vor denen die Sammler gewarnt werden sollen.
Meiner Meinung nach sollten diese zeitgenössischen Fälschungen, bei denen es sich ja durchaus um authentische Zeugnisse des Mittelalters handelt, einen eigenen Platz bekommen und nicht zusammen mit modernen Fälschungen in der Fälschungsgalerie landen.

Viele Grüße
Peter

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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von Otakar » So 17.10.10 12:14

cepasaccus hat geschrieben:Das sind aber eigentlich keine Faelschungen fuer die Faelschungsgalerie.
leodux hat geschrieben:Hallo Otakar,
ich finde, die Fälschungsgalerie ist doch eher etwas für moderne Fälschungen, vor denen die Sammler gewarnt werden sollen.
Meiner Meinung nach sollten diese zeitgenössischen Fälschungen, bei denen es sich ja durchaus um authentische Zeugnisse des Mittelalters handelt, einen eigenen Platz bekommen und nicht zusammen mit modernen Fälschungen in der Fälschungsgalerie landen.

Viele Grüße
Peter
Hallo Freunde!
Da habt Ihr natürlich Recht. Ich habe deswegen auch gemeint, eine neue Seite aufzuschlagen. Sie sollte aber wirklich von der "echten" Fälschungsgalerie einen entsprechenden Abstand haben. Ich habe mich da wohl etwas ungeschickt ausgedrückt.
Noch einen schönen Sonntag!
OTAKAR

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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von Salier » Mo 18.10.10 19:50

Otakar hat geschrieben:Hallo Salier!
Das wäre doch eine Aufgabe für Dich als Moderator, in der Fälschungsgalerie eine neue Seite aufzuschlagen und diese Beiträge einzufügen.
Sie sind wirklich interessant!
MfG
OTAKAR
Erledigt :lol:
Sancta Colonia Agrippina

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leodux
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Re: Herkunft der Münzen bei ebay & co.

Beitrag von leodux » Mo 18.10.10 20:53

Salier hat geschrieben:Erledigt :lol:
Danke, Salier!

Bei mcsearch habe ich noch drei zeitgenössische Fälschungen gefunden, die in diesen Thread passen:

1. Zeitgenössische Fälschung eines Fischauer Pfennigs um 1150:
http://www.mcsearch.info/record.html?id=91635

2. Zeitgenössische AE-Fälschung eines Formbacher Pfennigs um 1150:
http://www.mcsearch.info/record.html?id=91633

3. Zeitgenössische AE-Fälschung eines Kremser Pfennigs (1160-1170):
http://www.mcsearch.info/record.html?id=91621

Viele Grüße
Peter

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Re: Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von Pflock » Mo 18.10.10 21:03

Meine sind zwar nicht aus dem Mittelalter:
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 51&t=26498
http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 51&t=30552

In einer Ausstellung habe ich auch mal einen alten Steckbrief dazu gesehen: http://www.numismatikforum.de/viewtopic ... 31&t=26505
Gruß Pflock

Ich sammel Münzen und Medaillen aus Mühlhausen in Thüringen, vom Mittelalter bis heute.
Freue mich immer über Angebote.
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Tube
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Re: Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von Tube » Fr 16.08.13 09:23

Ich denke da sich hier die letzten Tage nichts getan hat, stelle ich mal eine zeitgenössisch Fälschung ein.

Wismar Stadt

Schilling (nach 1433)

Es ist ein Kupfer-Guß mit Spuren der Versilberung und wiegt 1,84 g.
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image001_680x680.jpg
image003_680x680.jpg

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Re: Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von bernima » Mi 28.08.13 17:34

Hallo,

Hier mal wieder eine zeitgenössische Fälschung eines Regensburger Pfennigs.
Es handelt sich um Emmerig 200 oder 201. Herzog Ludwig I. 1183 - 1231 oder Bischof Konrad IV. 1212 - 1250.
Material Kupfer verzinnt oder versilbert ? Gewicht 0,58 Gramm.
e200zgf.JPG
e200zgf.JPG (25 KiB) 8468 mal betrachtet
mfg. bernima

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Comthur
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Re: Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von Comthur » Do 01.05.14 11:06

Nachdem wir jetzt eine Reihe von Kupfer-Versilberten Stücken gesehen haben, würden mich persönlich auch anderweitige Fälschungen mittels anderen Materialien wie Blei oder Zinn interessieren.

Gibt es da Erfahrungen mit der Fälschung von Denaren oder Groschengeprägen ?? Hier würden auch genauere Bezeichnungen aus Dokumenten schon weiterhelfen ... da ja doch meist "nur" von Falschmünzen / Falschmünzerei die Rede ist und die Art der Fälschung nicht beschrieben wurde.

Mir ist klar, daß wir hier u.U. einen Grenzbereich zur modernen Fälschung (z.B. zum Galvano) haben.

In den 90ern habe ich einmal einen sächsischen Groschen (um 1400) - "top erhalten" - ersteigert und der erwies sich mit hohem Zinn-Anteil. Wurde vom Auktionshaus zurückgenommen .... allerdings ging die Meinung derer, die sich mit den Groschen besonders gut auskennen von alter Fälschung bis hin zu moderner Kopie weit auseinander. Die besonders gute "Erhaltung" hat mich letzten Endes doch auf die Seite der Verfechter der modernen Fälschung (Galvano?!) wechseln lassen.

Nun liegt mir ein Halbschoter des Deutschen (Ritter-)Ordens vor - vom Bild her nicht vom Original zu unterscheiden, Stempelschnitt passt. Durchmesser mit 27 / 28 mm dem Original entsprechend, winzige Krazerchen welche man als Umlaufspuren deuten könnte sind vorhanden. Patina / Fundbelag ebenfalls. Aber dies kann alles auch nachgemacht sein und ein Stück aus Blei / Zinn dürfte bei einem echten Umlauf (al marco !) wegen des weichen Metalles schnell verschlissen resp. abgerieben sein. Ein "Klang" des Stückes kommt als "Plopp" herüber, mit dem Fingernagel kann man das Metall eindrücken und das Gewicht beträgt 2,05g anstatt dem Original entsprechend ca. 3,00 g. Ich bin hier sehr schwankend .... Alt oder moderne Fälschung ???! Jemand von Euch in der nähe Münchens zu Hause zweck`s Ansicht ?

Habe dieses Stück im allegro ersteigert und bin nun am Herumstreiten ... .

Vielen Dank schon jetzt für Eure Beiträge !
HONOR MAGRI JVDICIVM DILIGIT

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Comthur
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Re: Zeitgenössische Fälschungen

Beitrag von Comthur » Mo 05.05.14 18:10

Da ich meinen vorherigen Beitrag nicht ändern / erweitern kann, hiermit die Abbildungen des m.E. gefälschten Stückes :

Rauhgwicht 2,05g , KEIN Silber / keine Prägung : Klangprobe fällt klanglos aus ;-) , Rand ließ sich leicht mit dem Fingernagel eindrücken ; am Rand meine ich 2 (gegenüberliegende) winzige Einstiche zu erkennen - ein Indiz für ein Galvano.
Vom Bild her allerdings nicht ad hoc als Fälschung zu erkennen. Wurde von mir in dieser Art zu ersten Mal festgestellt (!).

Mit heutigem Datum (06.05.14) wird der Kauf über Allegro rückabgewickelt. Allerdings waren 2 massive Mails vonnöten, da die tatsächliche Einsicht sich in Grenzen hält ... . Auch in derlei Problemfällen können nur fundiertes Fachwissen resp. die eigene Sammlung mit mehreren Vergleichsstücken, die entsprechende Literatur im Schrank und - für den extremen Notfall a la Gericht - die althergebrachten Kontakte zu Auktionshäusern / Sachverständigen, welche mit dem Sammelgebiet vertraut sind, weiterhelfen ... .
Dennoch würden mich die Meinungen / Erfahrungen anderer Sammler mit derlei Stücken (Galvanos etc.) an dieser Stelle interessieren.
Dateianhänge
db550a6b.l.jpg
74e4fced.l.jpg
HONOR MAGRI JVDICIVM DILIGIT

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