Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
Ich weiß nicht ob dass hier einfach ein Antoninian aus Tripolis ist oder etwas was ich nicht finde.
Für Tripolis sollte es ein "KA" im Abschnitt sein mit Kranz im Feld.
Das hier könnte ein K sein was schlecht gepunzt wurde, oder doch ein C? Aber wo gehört das dann hin?
Es handelt sich hierbei um eine Münze, die 276 in Tripolis geprägt wurde (RIC 928). Der Halbmond im Feld ist charakteristisch für die Prägung „1 emmision 2 officina.“ und die Initialen „KA“ im Segment. Ergänzend sei erwähnt, dass es für diesen Typ eine Variante der Rückseitenlegende gibt, die mit einem Punkt endet. (CLEMENTIA TEMP . )
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wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
Nein, die habe ich gestern von einem Händler erhalten um mal drüberzuschauen, was mir davon fehlt.
Auswendig weiss ich das nicht, richtige Listen habe ich auch nicht...
Und er ist dann nicht so, dass er mich "auf gut Glück" kaufen lässt und ich dann 50% Dubletten erwische.
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)
Hallo
Manchmal bietet sich die Gelegenheit, eine Münze zu erwerben, die man einfach nicht verpassen kann. So war es auch hier. Dank der Freundlichkeit eines belgischen Sammlerfreundes stieß ich auf eine lange gesuchte Votivmünze aus Probus. Ich besitze bereits eine solche Münze, allerdings mit einem Militärporträt, hier in der bekannteren Ausführung mit dem Porträt des Bastian (B).
Alle Votivmünzen des Probus sind äußerst seltene Stücke, die im Rahmen der Feierlichkeiten zu einem siegreichen Feldzug geprägt wurden. Votivmünzen dienen dem Kaiser dazu, seine Regierungszeit zu würdigen oder seine Treue für die kommenden Jahre seiner Herrschaft zu bekräftigen. Wie die Geschichte zeigt, handelte es sich in diesem Fall um einen Missbrauch, denn die Inschrift lautet „VOTIS X ET XX FEL“, was „für das nächste Jahrzehnt seiner Herrschaft“ bedeutet. Bekanntlich regierte der Kaiser jedoch nur sechs Jahre, bevor er von seinen eigenen Soldaten ermordet wurde.
Es gibt auch einen interessanten Thread zu dieser Münze, der bereits in diesem Forum aufgetaucht ist. Unser Forumskollege Simon prahlte mit diesem Kauf an der Frankfurter Börse im Jahr 2011, also vor etwa 15 Jahren. Seitdem ging dieses Stück durch die Hände der bedeutendsten Probus-Münzsammler (Skibniewski > Neumann) und landete schließlich in meiner Sammlung.
A/ : IMP C PROBVS P F AVG
R/ : VOTIS / X ET XX / FEL
Bust: B
N° RIC : 458
R3
Dateianhänge
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Wie die Geschichte zeigt, handelte es sich in diesem Fall um einen Missbrauch, denn die Inschrift lautet „VOTIS X ET XX FEL“, was „für das nächste Jahrzehnt seiner Herrschaft“ bedeutet. Bekanntlich regierte der Kaiser jedoch nur sechs Jahre
Tolle Münze!
Schwerhoff, Jubeljahre und Freudenfeiern, schreibt etwas Interessantes: "Postumus, der zeitgleich über ein gallisches Sonderreich herrschte, erfand wenig
später die Fünfjahresfeier (quinquennalia) als Antwort auf die großangelegte Jubilarfeier des
Gallienus. Mit der Halbierung der ursprünglichen Frist auf fünf Jahre wurde der
Kerngedanke der Jubilarfeier verwässert, aber es war die einzige Möglichkeit für Postumus,
seine Feier zu legitimieren. ... Offenbar
kam vielen nachfolgenden Herrschern eine Fünfjahresfeier sehr gelegen, war diese doch
schneller zu erreichen. Allein diese Manipulation genügte einigen Kaisern des späten 3. Jahr-
hunderts nicht. Einige von ihnen ließen Münzen mit Formeln prägen, die bisher nur für
decennalia verwendet worden waren, in der Absicht eine ebensolche Herrschaftszeit vorzu-
täuschen. Darin zeigt sich deutlich die wichtigste Funktion der Regierungsjubiläen in der
politischen Herrschaftslegitimation. Denn einige dieser Kaiser waren zum Zeitpunkt der ent-
sprechenden Münzprägung gerade mal ein halbes Jahr an der Macht. Das gleiche gilt für einige
Inschriften aus dieser Epoche. Die Adressaten nahmen diese Täuschung offensichtlich billigend
in Kauf. Bei Herrschern, die fest im Sattel saßen, hörten derartige Manipulationen sofort wieder
auf".
Somit darf man annehmen, dass Probus diese Münze während seiner Quinquennalia ausgab.
Heißt also, Probus hat im 5. Regierungsjahr die Gelübde vorzeitig auf die 10 vollendeten (= X) und die im Anschluss noch kommenden glückhaften (FEL) 10 Regierungsjahre (= XX) abgelegt.
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