Unedierter Pfennig?

Deutsches Mittelalter
edsc
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Unedierter Pfennig?

Beitrag von edsc » Sa 10.07.21 00:17

Hallo zusammen,

kann eventuell jemand zur Einordnung dieses Pfennings etwas beitragen? Dafür wäre ich sehr dankbar :)
Dieser wurde von AMS grob dem süddeutschen Raum zugeordnet aber ohne genauere Angaben.
Dateianhänge
uk_001_b.jpg
uk_001_a.jpg

Rollentöter
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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von Rollentöter » Sa 10.07.21 09:46

Gute,

Steinbock auf Pfennig, da fällt mir sofort Chur (Graubünden/Schweiz) ein. Auch in Wien wurden in 13, Jh. Pfennige mit einem Steinbock geprägt.
Gruß

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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » Sa 10.07.21 10:16

Grüßt Euch,

diese Pfennige habe ich bei AMS auch gesehen. Ohne weitere Fundorte wird es schwierig. Der Stil ist für Süddeutschland eher ungewöhnlich, was aber natürlich nichts heißt. Chur würde ich eher ausschließen, die haben nicht solche Pfennige um 1200-ca. 1260 geprägt.
Viele Grüße

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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » Sa 10.07.21 10:17

@edsc
Es gibt keine Literatur zu diesen Stücken und mir ist nicht bekannt, dass sie schon einmal aufgetaucht sind. Deswegen wird eine Zuordnung grundsätzlich problematisch.
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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von edsc » Sa 10.07.21 11:01

QVINTVS hat geschrieben:
Sa 10.07.21 10:17
Es gibt keine Literatur zu diesen Stücken und mir ist nicht bekannt, dass sie schon einmal aufgetaucht sind. Deswegen wird eine Zuordnung grundsätzlich problematisch.
Ähnlich hat sich AMS auch dazu geäußert: "Dieser auch vom Bildmotiv her sehr interessante Pfennig nach Regensburger Schlag dürfte im bayerischen Raum entstanden sein, als Münzstätte erscheint Regensburg am nahe liegendsten, auch hier ist uns derzeit eine genaue Zuweisung jedoch nicht möglich.

Sowohl den vorliegenden Pfennig wie auch den anschließenden Typ mit dem Steinbock konnten wir bislang nirgends finden (Slgn. Hohenstaufenzeit, Bonh., A., Eglmeier etc. sowie diverse mittelalterliche Fachliteratur des süddeutschen und angrenzenden Raumes). Auch den beiden Spezialisten auf diesem Gebiet, Herrn Prof. Emmerig (Wien) und Frau Dr. Alexandra Hylla (Salzburg) sind beide Typen bislang unbekannt."

Ich wollte nur nichts unversucht lassen und auch hier zur Sicherheit mal umfragen. Könnte ja sein, dass jemandem solche Stücke schon mal begegnet sind.
Mein persönliches Bauchgefühl würde diesen Pfennig in die ganz-ganz-süddeutsche Gebiete verorten, also Wien oder Graz.
Ich danke euch!

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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » Sa 10.07.21 12:52

Hmm. Die 6-blättrigen Rosetten am Rand passen eigentlich nicht zu Graz. Ansonsten ist fast alles offen, von Eichstätt, Eger, Freising, München, Ötting, Passau, Salzburg/Laufen, Enns, ... bis Wien. Ja, das ist kein kleines Gebiet. Innsbruck und Brixen sollte auch nicht vergessen werden.
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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » Sa 10.07.21 13:00

Allerdings sollten auch die anderen/der andere nicht bestimmte(n)/neue(n)/uneddierte(n) Pfennig(e) mit beachtet werden. Dann scheidet der sehr weite Süden (Wien, Graz) aus. Hier wäre wirklich der komplette Fund und der Ort eine Hilfe, um es etwas eingrenzen zu können.
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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von bernima » Sa 10.07.21 14:25

Wenn man den (beidseitig gut ausgeprägten) Steinbock-Pfennig der ams-Auktion nimmt und sich die Rückseite anschaut kann man nur Regensburg sagen.
Auch bei der Vorderseite ist die Machart typisch Regensburg.

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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » Sa 10.07.21 19:40

Vom Gewicht her ist er aber doch zu leicht für Regensburg?
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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von bernima » So 11.07.21 11:29

Bei den 3 Stücken aus der ams-Auktion 0,87 - 0,92 Gramm.
Meiner Meinung nach ok.
Die Beschreibung der Rückseite ist leider nicht passend. Es müsste heißen Fahne in der Linken, nicht langer Krummstab.

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Re: Unedierter Pfennig?

Beitrag von QVINTVS » So 11.07.21 13:16

Dann könnte man die Stücke ja als "Arbeitshypothese" (wie ich so gern zu sagen/schreiben pflege) nach Regensburg legen und vielleicht nach Punzenverwandtschaften suchen.
Viele Grüße

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