Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Kaiser, Dynastien und Münzstätten

Moderator: Homer J. Simpson

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Di 07.12.21 18:55

Hallo Friedberg,

die Bilder darfst Du gern verwenden.

Die anderen Daten folgen gleich...
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Numis-Student » Di 07.12.21 19:06

3,28g, 20mm, 5h.
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Homer J. Simpson
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Di 07.12.21 19:13

Anmerkung: Zwischen den Vorderbeinen der linken Steinbockprotome und dem Globulus schaut eine Schwanzflosse hervor; daran sieht man, daß es nicht zwei Steinbockprotomen, sondern zwei Capricorne sein sollen.

Homer
Wo is'n des Hirn? --- Do, wo's hiig'hört! --- Des glaab' i ned!

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friedberg
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Mo 13.12.21 15:33

Hallo,

mein letzter Kauf bei einem niederländischen "(Auktionshaus)" ist heute bei mir angekommen.
Einmal mehr Zeit das Stück vorzustellen und das Forum zu Euren Meinungen hinsichtlich
Original vs. Fälschung zu bitten.

Titus
Denar (Rom 79 n.Chr.) 3,50g, 19mm Durchmesser, Stempel Stellung 6h
Av.: IMP TITVS CAES VESPASIAN AVG P M
Rv.: TR P VIIII IMP XV COS VII P P
RIC II 1² Titus 54 (R2)
RIC_II_1²_54_av.jpg
RIC_II_1²_54_rv.jpg
RIC_II_1²_54_Rand.jpg
http://numismatics.org/ocre/id/ric.2_1(2).tit.54

Da ich nur sehr wenige Vergleichsstücke gefunden habe möchte ich fragen ob jemand
Auffälligkeiten erkennen kann die Fragen zur Echtheit dieses Stücks aufwerfen.

Avers ist das S von TITVS sowie Revers eine Ziffer I von VII undeutlich aber am Stück
selbst unter der Vergrößerung noch zu erkennen.

Ich bedanke mich im Voraus für die Bemühungen und verbleibe mit freundlichen Grüßen
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von T........s » Mo 13.12.21 15:40

friedberg hat geschrieben:
Mo 13.12.21 15:33
Einmal mehr Zeit das Stück vorzustellen und das Forum zu Euren Meinungen hinsichtlich
Original vs. Fälschung zu bitten.
Da kann ich Dir ja nicht helfen. Ich hoffe aber, dass Du da von den Experten positives Feedback bekommst. Aber ich kann Dir meinen subjektiven Eindruck sagen. Schönes Exemplar. Deute ich die Rückseite richtig - nackt auf einer Säule gelehnt? Und das dargestellte Gesicht - wunderbar - die Nase. Herrlich solche kleinen Details zu sehen.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Mo 13.12.21 15:43

Ich sehe nichts, was auf eine Fälschung hindeuten könnte...

Aber wer ist das auf der Rückseite? Nerva? :wink: :lol:
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von T........s » Mo 13.12.21 15:54

Perinawa hat geschrieben:
Mo 13.12.21 15:43
Aber wer ist das auf der Rückseite? Nerva?
Das Gesicht mit der Hakennase ist herrlich - oder :) ...?!
Mit ein wenig Phantasie sieht das Gesicht aber wirklich einem Nerva Exemplar ähnlich.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Lucius Aelius » Mo 13.12.21 16:03

Prinzipiell war es so, dass die Götter/Personifikationen oft dem Kaiser ähnelnde Gesichtszüge trugen. Da spricht die flavische Hakennase natürlich für "echt".
Auch die rotbraunen Ablagerungen der Oberfläche sind mir von Denaren (leider) bestens bekannt und sprechen aus meiner Sicht ebenfalls für "echt".
Ansonsten kann ich auch keine Merkmale sehen, was für eine Fälschung sprechen würde.

Summa summarum: Die Münze ist antik.
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Gruss
Lucius Aelius

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von friedberg » Mo 13.12.21 16:35

Hallo,

ich konnte bisher auch keine Auffälligkeiten erkennen, da ich aber für die Verhältnisse
des Römer-Forum erst sehr kurz "dabei bin" und ich mich auch zugegeben erst noch
intensiv in die gesamte Materie einarbeite agiere ich lieber sehr vorsichtig und frage
die Teilnehmer die sich bestimmt besser auskennen als ich.

Insgesamt konnte ich von diesem Typ bisher lediglich sechs Exemplare sowohl online
als auch in mir zugänglichen Auktionskatalogen / Quellen etc. finden.
Mangels ausreichendem Vergleichsmaterial will / wollte ich sicher gehen.

Und ja die revers dargestellte Venus schaut eher aus wie Nerva oder Domitian.
Ich gebe offen zu das mich eher die Seltenheit des Stücks angesprochen hat
als die Attraktivität bzw. Erhaltung.

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von jschmit » Mo 13.12.21 16:53

Ich sehe da weder beim Rand und der Oberfläche noch beim Stil irgendwas verdächtiges. Es wirkt nur so als sei das Portrait etwas heftiger gebürstet worden. Das kann natürlich auf dem Foto jetzt täuschen.

Auch bei der Erhaltung finde ich die jetzt nicht schlecht. Gut zentriert, Legende ist lesbar und drauf und das Portrait ist auch gut.

Meinen Glückwunsch 👍

Grüße, Joel
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Joel

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von jschmit » Mo 13.12.21 16:53

Lucius Aelius hat geschrieben:
Mo 13.12.21 16:03
Prinzipiell war es so, dass die Götter/Personifikationen oft dem Kaiser ähnelnde Gesichtszüge trugen. Da spricht die flavische Hakennase natürlich für "echt".
Gut zu wissen, danke!
Grüße,

Joel

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Mo 13.12.21 17:00

Lucius Aelius hat geschrieben:
Mo 13.12.21 16:03
Prinzipiell war es so, dass die Götter/Personifikationen oft dem Kaiser ähnelnde Gesichtszüge trugen. Da spricht die flavische Hakennase natürlich für "echt".
Das habe ich allerdings bei der Venus noch nie gesehen.
friedberg hat geschrieben:
Mo 13.12.21 16:35
Und ja die revers dargestellte Venus schaut eher aus wie Nerva oder Domitian.
Ich gebe offen zu das mich eher die Seltenheit des Stücks angesprochen hat
als die Attraktivität bzw. Erhaltung.
Der Nerva-Vergleich musste einfach raus, aber soll die Münze in keinster Weise schmälern. Ich mag diese Darstellung ganz besonders, habe aber nur einige von Julchen. Die Erhaltung ist in meinen Augen doch noch attraktiv; vor allem im Vergleich zu den Museums-Exemplaren aus Berlin.

Grüsse
Rainer
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von jschmit » Mo 13.12.21 17:10

Aber in dem Fall doch schon recht auffällig mit dem Zink'chen, oder?
Ich finds toll, ob jetzt gewollt oder nicht ;-)
Grüße,

Joel

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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Perinawa » Mo 13.12.21 18:05

jschmit hat geschrieben:
Mo 13.12.21 17:10
Aber in dem Fall doch schon recht auffällig mit dem Zink'chen, oder?
Ich finds toll
Ich auch, aber man sollte da bitte jetzt nichts hineininterpretieren. Übrigens ist das ein Motiv, das von Augustus übernommen wurde. Da gibt es einige, wie die Triumphsäule u.a.
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Re: Flavier - besonders schöne und seltene Exemplare

Beitrag von Homer J. Simpson » Mo 13.12.21 18:57

Nun, wenn ich ein Mensch bin mit schönen und, naja, nicht ganz so schönen Ansichten, dann ist es nur legitim, wenn ich meine Schokoladenseite herausstelle. Und genau das tut Venus hier gerade. ;-)

Homer
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