Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Alles was so unter den Römern geprägt wurde.

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prieure.de.sion
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von prieure.de.sion » Di 07.05.24 17:47

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 16:45
Ob sich die behaupteten Ereignisse immer tatsächlich so zugetragen haben, wissen nur die ganz wenigen mutmasslich unmittelbar Beteiligten.
Alles gut - ich will da keinen Zank vom Zaun brechen ;)

Ich fand nur die Umschreibung so niedlich mit "früh verstorben" - inwiefern bestialisch und heimtückisch er von seinem Bruder aus dem Leben befördert wurde wissen wir natürlich nicht, aber dass er von selbigen "abgestochen" wurde schon. Ich verbinde mit verstorben halt eher eines natürlichen Todes aus dem Leben genommen - von mir aus einem Unfall - aber weniger die gleichzeitige Assoziation zu einem (Bruder-) Mord.

Aber nochmals, ist nicht böse gemeint ;)
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Reinhard Wien
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Reinhard Wien » Di 07.05.24 18:04

prieure.de.sion hat geschrieben:
Di 07.05.24 17:47
Aber nochmals, ist nicht böse gemeint ;)
Ist mir völlig klar, hatte ich auch in keiner Weise so verstanden. :D

Natürlich hatte ich auch überlegt, von "ermordet" zu schreiben, wollte aber den Jungsammler nicht gleich mit blutrünstigen Geschichten verschrecken.

Bei Constantin I., als Liebkind und Vorbild der Christenheit beispielsweise, wird ja schon überhaupt gar nicht gerne dazugesagt, dass er seinen eigenen Sohn ermorden/hinrichten ließ.

Noch eine Dimension mehr erhält die Geschichte wenn man erfährt, dass er dies in blindem Jähzorn befahl, ohne jegliche Untersuchung des Wahrheitsgehalts der Vorwürfe. Als sich posthum die Unschuld des Sohnes herausstellte, zwang er seine Frau, die die falschen Vorwürfe aufgebracht hatte "ein heißes Bad" zu nehmen. Das endete dann ebenfalls tödlich.
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Altamura2 » Di 07.05.24 18:17

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:04
... wollte aber den Jungsammler nicht gleich mit blutrünstigen Geschichten verschrecken. ...
Glaubst Du allen Ernstes, dass Du einen mit den heutigen Medien aufgewachsenen Jungsammler durch sowas verschrecken kannst :D ?
Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:04
... wenn man erfährt, dass er dies in blindem Jähzorn befahl, ohne jegliche Untersuchung des Wahrheitsgehalts der Vorwürfe. ...
Dem hier kann man jetzt also glauben 8O ? Warum denn :D ?

Gruß

Altamura

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Reinhard Wien
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Reinhard Wien » Di 07.05.24 18:21

hat geschrieben:
Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:04
... wenn man erfährt, dass er dies in blindem Jähzorn befahl, ohne jegliche Untersuchung des Wahrheitsgehalts der Vorwürfe. ...
Dem hier kann man jetzt also glauben 8O ? Warum denn :D ?

Gruß

Altamura
Bin eh skeptisch. Der Ablauf erinnert doch gar sehr frappierend an eine bekannte Geschichte aus dem Alten Testament ...
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Altamura2 » Di 07.05.24 18:26

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:21
... Bin eh skeptisch. ...
Das kam in Deiner Schilderung oben aber nicht so richtig rüber :D .

Gruß

Altamura

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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Perinawa » Di 07.05.24 18:46

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 17:42
Schön, dass du das weißt. :D
Mir reicht vollkommen aus, dass ihn Curtis Clay oft und gerne zitiert. :D
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Peter43 » Di 07.05.24 19:43

Für Altamura zum Lesen, falls er gerade seine Brille zur Hand hat:
Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 16:45
Ob sich die behaupteten Ereignisse immer tatsächlich so zugetragen haben, wissen nur die ganz wenigen mutmasslich unmittelbar Beteiligten.
Deutlicher kann man doch nicht schreiben, daß man skeptisch ist!

Jochen
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von dictator perpetuus » Di 07.05.24 19:51

Was immer erwähnt werden sollte, ist das manche Bilder, die von irgendeinem Herrscher gezeichnet wurden, nicht nur von christlichen Überlieferungen geprägt sind, sondern vor allem auch vom Senat. Da kamen beispielsweise Titus und Vespasian sehr gut weg und Domitian sehr schlecht. Beim Volk kann das durchaus anders gewesen sein. Aus heutiger Sicht war Domitian aber wohl ein guter Verwalter und dass seine beiden Vorgänger in IVDAEA nicht sehr zimperlich waren, würde man heute wohl auch nicht so gut finden.

Die Severer sind aber sicher ein guter Einstieg ins Sammeln und deine Vorstellung hier sehr schön. Die Severer waren aber irgendwie nie so richtig meins, obwohl die vom Stil noch so richtig gut sind. Im dritten Jahrhundert in der Reichskrise gibt es auch noch richtig schöne, aber zunehmend schlechten Stil. Ab der Münzreform unter Diokletian war es dann aus meiner Sicht endgültig vorbei mit schönen Münzen. Die Severerfreunde lynchen mich möglicherweise, wenn ich sage, dass ich meine Severerabteilung mit einem Sesterz des Septimius Severus, einem Denar der Julia Domna, einem Antoninian des Caracalla, einer Provinzbronze aus Deultum der Julia Mamaea und einem As des Severus Alexander als abgeschlossen betrachte.
Ich sammel im Prinzip alles vom Aes grave bis 476AD, mein Schwerpunkt liegt aber von 54BC bis 192AD - und das ist leider teuer, wenn man nicht zu einem gewissen Grad kompromissbereit ist in Sachen Erhaltung.

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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von prieure.de.sion » Di 07.05.24 21:05

dictator perpetuus hat geschrieben:
Di 07.05.24 19:51
Die Severerfreunde lynchen mich möglicherweise, wenn ich sage, dass ich meine Severerabteilung mit einem Sesterz des Septimius Severus, einem Denar der Julia Domna, einem Antoninian des Caracalla, einer Provinzbronze aus Deultum der Julia Mamaea und einem As des Severus Alexander als abgeschlossen betrachte.
Warum sollte man? Jeder soll das sammeln, was er für richtig hält und ihm selbst gefällt. In dem Fall macht es die Vielfalt der Vorlieben eher interessant. Stellt Dir vor, alle würden das Gleiche sammeln - wie langweilig.

dictator perpetuus hat geschrieben:
Di 07.05.24 19:51
Die Severer sind aber sicher ein guter Einstieg ins Sammeln und deine Vorstellung hier sehr schön.
Die Severer haben neben dem finanziellem Aspekt (oft viel Münze für faire Preise) halt ein paar Punkte, die für die Familie sprechen - sofern man damit natürlich etwas anfangen kann selbst!

- Faire Preise (wurde schon genannt)
- Tolle Portraits (tolle Severus Portraits, eine über die Zeit alternde Julia Domna und die kindlichen, jugendlichen und erwachsene Darstellung von Caracalla und Geta)
- Neben Standard Rückseiten auch tolle interessante außergewöhnliche Rückseiten
- Viele Münzen die sich direkt auf historische Ereignisse beziehen

Und dann hast Du eben auch eine super Auswahl an:
- Rom Prägungen
- Laodicea und Emesa Silber von einem wie ich finde tollen Stil
- Tetradrachmen Silber aus verschiedensten Orten mit teils fantastischen Stilen (die Tetradrachmen des Severus und Caracalla gehören m.E. zu den schönsten vom Stil her)
- Super schöne Provinz Bronzen mit tollen interessanten Rückseiten

Kurzum - die Severer decken halt so ziemlich alles ab, was man so bekommen kann an Nominalen, Orten und Stilen. Und wer an diesem Gebiet seine Freude und Gefallen gefunden hat - wird in einem Leben eh nicht fertig mit Sammeln.

dictator perpetuus hat geschrieben:
Di 07.05.24 19:51
... mein Schwerpunkt liegt aber von 54BC bis 192AD - und das ist leider teuer, wenn man nicht zu einem gewissen Grad kompromissbereit ist in Sachen Erhaltung.
Und das wäre nichts für mich. Ich betone aber ausdrücklich - nichts für mich! Ich würde furchtbar gerne Caligula und Nero sammeln. Aber entweder ich müsste bereit sein für die Sammlung den Gegenwert einer 1-2 Zimmer Wohnung zu investieren - oder ich müsste eben auch akzeptieren, dass paar Ruinen dabei sind. Und das würde ich nicht haben wollen. Wenn ich einen Nero haben will - dann muss der Kopf wie ein Nero aussehen und jedesmal wenn ich den Nero Kopf anschaue muss ich innerlich grinsen müssen. Sammle ich Nero oder Caligula und bei den meisten Münzen muss ich meine Phantasie anstrengen um das Münzbild im geistigen Auge zu vervollständigen - dann habe ich keine Freude daran. Daher lasse ich das mit diesem Sammelgebiet. Aber das ist meine Einstellung.
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von dictator perpetuus » Di 07.05.24 22:34

prieure.de.sion hat geschrieben:
Di 07.05.24 21:05
Ich würde furchtbar gerne Caligula und Nero sammeln. Aber entweder ich müsste bereit sein für die Sammlung den Gegenwert einer 1-2 Zimmer Wohnung zu investieren - oder ich müsste eben auch akzeptieren, dass paar Ruinen dabei sind. Und das würde ich nicht haben wollen. Wenn ich einen Nero haben will - dann muss der Kopf wie ein Nero aussehen und jedesmal wenn ich den Nero Kopf anschaue muss ich innerlich grinsen müssen. Sammle ich Nero oder Caligula und bei den meisten Münzen muss ich meine Phantasie anstrengen um das Münzbild im geistigen Auge zu vervollständigen - dann habe ich keine Freude daran. Daher lasse ich das mit diesem Sammelgebiet. Aber das ist meine Einstellung.
Ja Nero und Caligula sind leider brutal teuer. Aber sammeln ist relativ. Man kann sie bezahlbar in ss (auch wenn diese Angaben für sich etwas wenig aussagen, aber ich denke, man weiß was ich meine) mit einem Vesta-As von Caligula und einem Victoria-As von Nero "abhaken". Bis auf häufige Asse und Quadranten ohne Portraits (oder Quadrantes? Wie geht da im Deutschen der Plural?) ist bei Nero unter 500€ das meiste als Ruine oder - noch schlimmer - Schnitzwerk zu bezeichnen, bei Caligula ist es eher noch schlimmer. Von den beiden Herren habe ich auch nur drei Münzen mit Erhaltung "naja" bis ganz nett. Wenn da irgendwann Nachschub kommt, dann in guter Erhaltung und ich zahle ziemlich sicher vierstellig.
Die imperatorischen Prägungen, Galba und Otho sind leider nicht günstiger, Augustus, Tiberius, Claudius und die Flavier etwas günstiger, aber auch nicht gerade günstig. Gut ist natürlich, wenn ein nettes Forumsmitglied einem gerade wirklich sehr günstig einen wirklich tollen Claudius verkauft :wink:

Die Adoptivkaiser sind im Mittel wohl teurer als die Severer, aber schon sehr viel humaner. Vor allem Denare sind nicht mehr so teuer wie von Augustus bis Nero.

Aber welche Erhaltung akzeptabel ist, ist zum Glück bei jedem anders. Und bei mir ist das sogar bei jeder Münze sehr unterschiedlich. Bei einigen reicht mir eine "So lala"-Erhaltung, bei wenigen Münzen (eigentlich nur eine aktuell) reicht mir eine Ruine und manche müssen wirklich schön sein.
Und dass alle Sammelgebiete sammelwürdig sind, muss denke ich nicht diskutiert werden. Ein meist eher günstiger Diokletian oder Konstantin I. sind historisch wahrscheinlich deutlich bedeutender als ein teurer Kaiser wie Nero.

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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Numis-Student » Di 07.05.24 22:44

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:04

Natürlich hatte ich auch überlegt, von "ermordet" zu schreiben, wollte aber den Jungsammler nicht gleich mit blutrünstigen Geschichten verschrecken.
"Jungsammler" ist hier aber auch relativ zu sehen ;-)

Er ist bereits seit 21 Jahren im Forum angemeldet und hat nur "erst jetzt" ein Interesse an der Antike entdeckt.

Wenn ich schätzen müsste, würde ich von einem Geburtsjahrgang irgendwo um 1965/70 ausgehen... ?
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor Numis-Student für den Beitrag:
redy (Do 09.05.24 15:48)
Immerhin ist es vorstellbar, dass wir vielleicht genug Verstand besitzen, um,
wenn nicht ganz vom Kriegführen abzulassen, uns wenigstens so vernünftig zu benehmen wie unsere Vorfahren im achtzehnten Jahrhundert. (A.H. 1949)

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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Reinhard Wien » Di 07.05.24 22:49

Ja, das mit den Qualitäten ist so eine Sache. Ich hatte einmal einen Denar des Clodius Macer mit Portrait, die Erhaltung war tatsächlich wenig begeisternd. Allerdings, wenn man sich vor Augen hält, dass bisher nur etwa 30 Denare mit seinem Konterfeit bekannt sind, war es natürlich unbestritten ein Wahnsinnsstück.
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Reinhard Wien » Di 07.05.24 23:03

Numis-Student hat geschrieben:
Di 07.05.24 22:44
Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 18:04

Natürlich hatte ich auch überlegt, von "ermordet" zu schreiben, wollte aber den Jungsammler nicht gleich mit blutrünstigen Geschichten verschrecken.
"Jungsammler" ist hier aber auch relativ zu sehen ;-)

Er ist bereits seit 21 Jahren im Forum angemeldet und hat nur "erst jetzt" ein Interesse an der Antike entdeckt.

Wenn ich schätzen müsste, würde ich von einem Geburtsjahrgang irgendwo um 1965/70 ausgehen... ?
Du verzeihst, dass ich nicht vor jedem Posting recherchiere, ob "unpopuläre Charaktereigenschaften" römischer Kaiser dem Adressaten eventuell doch bereits zumutbar gewesen wären. :roll: 8)
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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von dictator perpetuus » Di 07.05.24 23:21

Reinhard Wien hat geschrieben:
Di 07.05.24 22:49
Ja, das mit den Qualitäten ist so eine Sache. Ich hatte einmal einen Denar des Clodius Macer mit Portrait, die Erhaltung war tatsächlich wenig begeisternd. Allerdings, wenn man sich vor Augen hält, dass bisher nur +/- 30 Denare mit seinem Konterfeit bekannt sind, war es natürlich unbestritten ein Wahnsinnsstück.
Ich richte mich da nicht nur nach der Seltenheit und dem Preis, sondern auch danach, ob die Münze an sich schön ist. Wenn ich die Münze auch in vz nicht schön finde, sie aber trotzdem haben will, dann braucht die auch nicht besonders gut erhalten sein, auch wenn sie gar nicht so teuer oder selten ist.

Auf meiner Agenda steht zum Beispiel noch ein Sesterz des Nero Claudius Drusus. OK, ein mäßiges Beispiel, das ist keine besonders günstige Münze (im Vergleich zu Clodius Macer mit Portrait natürlich schon). Die ist vom Stil meist so OK mit langweiligem Revers.
Da will ich keine Ruine, aber würde niemals tausende € für ein Topexemplar ausgeben, da werde ich nicht über den mittleren dreistelligen Bereich gehen und irgendwann einen guten Kompromiss finden. Ähnlich verhält es sich mit einem Otho-Denar, der bei mir noch eine Lücke schließen muss.
Ich möchte aber z.B. auch noch einen Trajan-Sesterzen, der dann wirklich schön sein muss.

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Re: Die Severer - Mein Sammlungseinstieg in die Antike Welt.

Beitrag von Reinhard Wien » Mi 08.05.24 00:04

dictator perpetuus hat geschrieben:
Di 07.05.24 23:21
Ich möchte aber z.B. auch noch einen Trajan-Sesterzen, der dann wirklich schön sein muss.
Die Sesterzen des Traian zählen in unseren Breiten neben denen des Antoninus Pius und Mark Aurel zu den im Handel am häufigsten vorkommenden (vergleichbar den späteren Herrschern Gordianus III. und Sev. Alexander, die aber auch größere Mengen geprägt haben dürften).

Allerdings sind selbst auf großen Münzbörsen gerade von diesem Kaiser selten welche zu finden, die besser als Erhaltung Sehr schön wären (und die nicht verdächtig überarbeitet wirken). Man könnte jetzt beispielsweise in Erwägung ziehen, dass sowohl zur Zeit von Traian als auch unter Mark Aurel aufgrund verschiedener Unsicherheitsfaktoren und Unruhen im Grenzgebiet Kastelle und Lager erneuert und verstärkt wurden und durch damit einhergehende Truppenkonzentrationen mit den nachrückenden Soldaten auch zusätzliche Soldlieferungen notwendig machten.

Wie auch immer, die Prägung wirkt nie so plastisch, wie man es beispielsweise von Vespasian oder Titus kennt, die auch vergleichbar breitflanige Schrötlinge liefern.

Anders bei den Dupondien, dort sieht man erstaunlich oft vorzügliche Stücke des Traian. Soweit meine individuelle Erfahrung.
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